Bauherr speckt seine Hotelpläne ab
14.04.2009 | 18:47 Uhr 2009-04-14T18:47:00+0200
Seit Jahr und Tag versuchen sich Investoren am Umbau des Dortberghauses zum Vier-Sterne-Hotel. Bislang ist noch kein Stein bewegt in der ehemals städtischen Immobilie an der Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof.
Der Projektentwickler KPE (Wiesbaden) bleibt zwar am Ball, muss aber der Finanzkrise Tribut zollen und fährt seine Umbaupläne merklich herunter.
Durch den Niedergang der der US-Bankhäuser Lehmann-Brothers und Merrill Lynch waren dem Bauherren KPE 2008 zwei Geldgeber für den damals geplanten, 28 Mio. Euro schweren Ausbau weggebrochen. Bauen wollen die Wiesbadener dennoch, über den vermeintlich neuen Geldgeber schweigt sich KPE-Geschäftsführer Christian Deharde aber noch aus. Wohl um das wirtschaftliche Risiko zu begrenzen, schraubt KPE seine Investition jetzt auf rund 20 Mio. Euro herunter und schwört den ganz großen Ausbauplänen erstmal ab.
Die Wiesbadener wollen die Kapazität des künftigen Hotels von 195 auf 156 Zimmer herunterfahren. Auf den Ausbau des Dachgeschosses will man komplett verzichten, die Immobilie soll fünf-geschossig bleiben. „Wir haben das Konzept verändert und bauen jetzt im Bestand um”, sagt KPE-Chef Deharde. Dabei gehen zwar 30 Zimmer verloren, an Wirtschaftlichkeit aber gewinne das Projekt. „Die Baukosten für die Zimmer im Dachgeschoss wären doppelt so hoch wie für jedes andere.”
Seit 2003 kursieren Pläne für den Umbau des Dortberghauses.
Zunächst hatte sich ein Dortmunder Privatmann am Ausbau des Hauses versucht, bis die Wiesbadener KPE ins Projekt einstieg, die auch den Westfalentower an der Kreuzung B1/Semerteichstraße hochzieht.
Noch im Juli 2004 präsentierte der damalige Entwickler einen Hamburger Immobilienfonds, dessen Vertreter sich „freuten, in Dortmund investieren zu dürfen.” Als Eröffnungstermin wurde die Fußball-WM 2006 angekündigt. Von den Investoren war nie wieder etwas zu hören.
Seit der offiziellen Schlüsselübergabe im August 2004 steht das ehemals städtische Gebäude leer. Der Verkaufspreis beträgt rund 1,7 Mio. Euro.
Den Rotstift angesetzt hat KPE auch bei der Überbauung des Innenhofs zur Sparkassenseite: Konferenzräume mit angegliedertem Restaurant sollten über der schmucklosen Fläche entstehen. Auch davon hat man Abstand genommen - wobei man sich die Option für für eine spätere Überbauung aber offenhält. Unter dem Strich sinkt das Investitionsvolumen von 28 auf 20 Mio. Euro. Die Änderungen benötigen einen neuen Bauantrag, den KPE laut Deharde in rund drei Wochen einreichen will. „Alles mit dem Planungsamt abgesprochen”, unterstreicht Deharde seine Hoffnung, die Bautrupps mögen im Sommer endlich starten können. Natürlich ist die Eröffnung wieder ein Stückchen nach hinten gerückt: Aus dem 1. Quartal 2010 ist jetzt „Mitte 2010” geworden. Ursprünglich sollte das Hotel seine Türen zur Fußball-WM 2006 öffnen. Ob KPE die Immobilie im Bestand hält oder veräußert, ist ebenfalls wieder offen: Man hat einen 20 Jahre laufenden Pachtvertrag mit einem Betreiber geschlossen. Vor dem Vier-Sterne-Hotel soll die Fahne der Interconti-Gruppe hängen.
20:29
na Klasse - immer wenn es die von der FDP und CDU hochgelobten Privaten nicht auf die Kette kriegen, ist genau für diese Parteidummies die Verwaltung Schuld.
Gott behüte uns vor einem Wechsel bei der Wahl!!
18:46
wollen wir mal hoffen das die stadt das gebäude zurückkauft und eine psychatrie für leserbriefschreiber wie dr.fake alias den dümmsten cdu-wähler aus dortmund in diesem haus unterbringt
22:40
Schön, trotz Finanzkrise wird in Dortmund weiter investiert... Hoffentlich lassen die Architekten die grässliche Erhöhung des Gebäudes weg - so ist`s eh viel schöner!
@Dr.Fake - Sie überstürzen sich in ihrem genörgel etwas... Dies ist eine private, keine öffentliche Investition: Die Politik hat damit herzlich wenig zu tun! Aber egal, sie kennen die Bösen ja schon - was auch immer schlecht daran ist das jemand 20 Millionen Euro in die Innenstadt stecken will^^
22:23
Ah ja. Verkleinern, neuer Bauantrag, Optionen für Erweiterung etc. Das kennen wir doch schon vom hochgelobten Hauptbahnhofsprojekt.....
Aber besser den Sierau in der Hand als den Langemeyer auf dem Dach - oder so ähnlich - schauen wir mal was aus der Immobilie nun tatsächlich wird.