Baugewerbe ist verhalten optimistisch
20.12.2007 | 21:45 Uhr 2007-12-20T21:45:39+0100"2007 wird als ein Jahr in die Geschichte der Bauwirtschaft eingehen, in dem wir eine der schwierigsten Tarifrunden der Nachkriegszeit erleben mussten", sagt Dipl.-Ökonom Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Westfalen, ...
... in einer Jahresrückbetrachtung.
Nach zähen Verhandlungsrunden habe man den Tarifvorschlag - 3,1 % mehr Lohn und Gehalt und 0,4 % monatliche Einmalzahlungen - zähneknirschend angenommen. Die wichtigste gesetzliche Neuregelung der letzten Jahre, die Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes, habe sich als vorteilhafte Errungenschaft erwiesen, erklärte Schulte-Hiltrop. In der Winterperiode 2006/2007 (1. Dezember 2006 bis 31. März 2007) sei die Winterarbeitslosigkeit gegenüber dem Vergleichsmonaten des Vorjahres im Monatsdurchschnitt bundesweit um rund 105 000 Arbeitnehmer oder 39 % zurückgegangen.
Für 2008 zeigt sich Schulte-Hiltrop verhalten optimistisch: "Der Wohnungsbau ist um fast 50 % eingebrochen. Für das mittelständisch geprägte Baugewerbe, das rund 75 % der Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe beschäftigt und seinen produktionstechnischen Schwerpunkt ganz überwiegend im Wohnungsbau habe, sei das eine schwere Hypothek. "Die Zukunft für den Wirtschaftsbau scheint hingegen günstig zu sein. Das Genehmigungsvolumen bei den Nichtwohngebäuden liegt um 12,5 % höher als im vergangenen Jahr."
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