Bauaktivitäten geben Anlass zur Freude
30.04.2009 | 16:20 Uhr 2009-04-30T16:20:00+0200
Nach einem Knick in 2007 ging es im letzten Jahr mit der Bauaktivität in Dortmund wieder bergauf. Das berichtete gestern die Baubehörde der Stadt.
„Dortmund gewinnt wieder als Wohnstandort”, kommentierte erfreut Stadtdirektor Ullrich Sierau, dass es sowohl beim privaten Neubau nach einem Knick - bedingt durch die Streichung der Eigenheim-Förderung - bergauf geht.
Die Zahl der Bauvorhaben im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser ist gegenüber 2007 um 17 Prozent angewachsen und auf 811 gestiegen. Bei den Mehrfamilienhäusern beträgt die prozentuale Steigerung sogar knapp 50 Prozent auf 139.
„Von den insgesamt 1056 Wohnungsbauvorhaben im Jahr 2008 entfallen zwar nicht alle auf den Neubausektor, trotzdem sind diese Zahlen ein deutlicher Hinweis auf eine rege Wohnungsbautätigkeit”, berichtete der Leiter der Bauaufsicht, Werner Steinschulte. Denn für Wohnungsmarkt und Bauwirtschaft seien Um- und Erweiterungsbauten ähnlich interessant wie Neubauten, weil sie eine qualitative Verbesserung des Wohnungsbestandes und zugleich erhebliche Investitionen bedeuten.
Wie diese Informationen zu den Klagen der Baubranche passen, konnte der Stadtdirektor nicht erklären. „Das fragen wir uns auch”, so Sierau.
Zuversicht im laufenden Jahr
Insgesamt sei erkennbar, dass die eigenen vier Wände und der Ausbau weiterhin hoch im Kurs stehen.
Grund zur Freude geben auch die gewerblichen Bauvorhaben. Die Zahl der neuen Geschäfte, Hotels und Bürogebäude blieb mit knapp 600 nahezu konstant. Darunter waren auch so namhafte Genehmigungen wie der Westfalentower an der B 1, der inzwischen auf 82 Meter Höhe emporwächst. Volkswohlbund-Neubau und Signal-Iduna-Ausbau sowie der Umbau der Kassenärztlichen Vereinigung sind weitere Bauvorhaben, die nicht zuletzt beträchtliche Gebühren in die Stadtkasse spülen. Auf vier Millionen Euro beliefen sich die Einnahmen der Bauaufsicht.
Zuversichtlich blickt die Abteilung in das krisengeschüttelte laufende Jahr. Das ECE-Kaufhaus auf der Thier-Brache lässt grüßen.
13:50
In der Tat: Sehr gute Nachrichten. Diese Zeigen, dass Dortmund der einzige Lichtblick im Pott ist!