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Dortmunder stößt Bahn AG auf Programmierfehler bei Ticket-Automaten

15.02.2013 | 11:11 Uhr
Dortmunder stößt Bahn AG auf Programmierfehler bei Ticket-Automaten
Ticketautomaten der Bahn stellen Kunden immer wieder vor Rätsel. Jetzt hat die Bahn einen Programmierfehler eingeräumt.Foto: Kerstin Kokoska/WAZ FotoPool

Essen/Dortmund.   Ein Programmierfehler bei den Fahrkartenautomaten hat Bahn-Kunden über mehrere Wochen verärgert. Im Detail ging es um Bahncard-Nutzer, die auf bestimmten Verbindungen ein "Cityticket" nutzen wollten. Erst auf Beschwerde eines Kunden räumt die Bahn den Fehler ein - nach längerem Schriftverkehr.

Die Bahn ist unfehlbar. Natürlich. Insofern prallte die Beschwerde des Dortmunder Bahn-Kunden Michael Schreiber (Name geändert) bei der Bahn AG auch erstmal ab. Schreiber wollte im Januar - wie schon öfter zuvor - an einem DB-Automaten eine Intercity-Fahrkarte von Dortmund nach Köln lösen.

Und weil er Inhaber einer "Bahncard 50 " ist, dazu die 'Cityoption' in Anspruch nehmen. Die ist eine Art Bonus für Bahncardnutzer, die bei Verbindungen ab 100 Kilometer Länge auch ein "Cityticket" erhalten. Mit dem kann man an Abfahrtsort und Reiseziel, sofern sie auf einer Liste von 120 deutschen Großstädten stehen, den örtlichen Nahverkehr ohne Zuzahlung nutzen.

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Aber das Cityticket , schilderte Schreiber der Bahn, mochte der Automat auf einmal nicht mehr anbieten, sondern nur die etwas teurere Option "City mobil". Vor dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2012 hatte Schreiber das Problem nicht. "Offenbar handelt es sich um einen Fehler in Ihrem Buchungssystem", schloss Schreiber daraus und bat die Bahn, dies zu prüfen: "Ich hoffe auf eine schnelle Antwort".

Kundenservice empfielt Trick bei Ticket-Buchung

Bereits einen Tag später antwortet das "Team vom bahn.bonus comfort-Service". Schreibers Vermutung mochte man nicht bestätigen: "Unsere Recherchen haben ergeben, dass Sie auch weiterhin die City+ Option für Ihre Strecke Dortmund – Köln und zurück nutzen können". Dazu aber sollte Schreiber nicht die direkte Verbindung von Dortmund nach Köln buchen, sondern den etwas längeren Weg über die Ruhrschiene . Sollte die Strecke Dortmund-Köln via Wuppertal  plötzlich um ein paar Kilometer kürzer geworden sein, wo Schreiber dort doch bis dato immer das Cityticket buchen konnte?

Schreiber wunderte sich und schrieb erneut eine Mail an die Bahn.

Die beharrte daraufhin nach wie vor, dass bei den Automaten alles okay sei. Auch Schreibers Verweis auf das elektronische Kursbuch - immerhin die Bibel der Eisenbahner - prallte am "Team vom bahn.bonus comfort-Service" ab. Da ist festgehalten, dass die Strecke von Dortmund über Hagen und Wuppertal nach Köln genau 104 Kilometer misst. Und der Weg über Duisburg 117 Kilometer. Beides also deutlich mehr als die geforderten 100 Streckenkilometer, um ein Cityticket angeboten zu bekommen. Und was antwortet die Bahn?

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Kommentare
18.02.2013
09:34
Äh,
von Kommentierer | #10

"Es liegt auf der Hand, dass Sie den Kollegen damit diskreditieren wollten - ergo war es eine Beleidigung".

Den Originalkommentar kann ich dazu nicht...
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1 Antwort
Dortmunder stößt Bahn AG auf Programmierfehler bei Ticket-Automaten
von mehlbox | #10-1

an der quelle saß der Knabe und hat mimöschen gespielt

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Dortmunder stößt Bahn AG auf Programmierfehler bei Ticket-Automaten
Dortmunder stößt Bahn AG auf Programmierfehler bei Ticket-Automaten
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/bahn-raeumt-programmierfehler-an-ticket-automaten-ein-id7621575.html
2013-02-15 11:11
Bahn AG,Verkehr,Reisen per Bahn,Fernverkehr,Schienenverkehr,Bahncard
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