Bahn-Chef soll sich zum Dortmunder Bahnhof erklären
03.12.2010 | 19:39 Uhr 2010-12-03T19:39:00+0100
Dortmund. Alles dreht sich um „Stuttgart21“ – aber die Sanierung des Dortmunder Hauptbahnhofs versinkt in Sprachlosigkeit. Wann der Bahnhofsumbau fertig sein wird, steht in den Sternen.
Der Eingangsbereich mit den für die Bahn interessanten Geschäften (die bringen Mieteinnahmen) wird irgendwann im ersten Quartal 2011 fertiggestellt sein. Vom zweiten, für die Bahnhofsbesucher wichtigen Bauabschnitt, mit breiteren Tunneln und Aufzügen zu den Bahnsteigen ist schon lange keine Rede mehr.
Um Druck zu machen auf die Bahn auch für die Modernisierung anderer Bahnhöfe, haben sich die NRW-Bundestagsabgeordneten der SPD am 15. Dezember zu einem Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube angemeldet. Dortmunds Bundestagsgesandte Ursula Burchardt, die nicht teilnehmen kann, hat beim Vorstandschef der Bahn in einem mehrseitigen Schreiben nochmals eine „umfassende Sanierung“ angemahnt, die dem Standard entspreche, „der mittlerweile sogar in mittelgroßen Städten üblich ist.“
Breiterer Tunnel
Dazu gehöre zwingend ein breiterer Reisendentunnel. „Der Tunnel ist zu schmal und die Verbindung zur Stadtbahn zu klein“, schreibt Burchardt. Obendrein habe die Stadt (schon zu 3do-Zeiten) eine zusätzliche Nordverbindung zwischen dem Tunnel und der Verteilerebene für die Stadtbahn angemahnt – und werde durch das Gutachten eines Ingenieurbüros bestätigt, nach der eine Breite von rund 15 Metern angemessen sei.
Der Tunnel ist nicht nur zu schmal. Es fehlen auch barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen. Rolltreppen, so Burchardt, gebe es längst nicht an Zugängen, obendrein seien viele Aufgänge schlicht zu schmal. Behinderte könnten nur mit fremder Hilfe und Rollstuhlfahrer nur auf „unzumutbaren Umwegen“ die Bahnsteige erreichen. Im Gegensatz zu anderen Hauptbahnhöfen verfüge der Dortmunder über keine Lounge. Die Nordseite sei in baulich schlechtem Zustand, der Eingang schreie förmlich nach architektonisch ansprechender Gestalt. Obendrein erinnert Burchardt Bahnchef Grube an frühere Pläne, den ehemaligen Posttunnel zu öffnen und eine Nord-Süd-Achse für Fahrradfahrer einzurichten. – Alles Schall und Rauch? Rund 100 Mio. Euro sollte der zweite Bauabschnitt nach Darstellung der Bahn kosten. Warum es so still ist um das Projekt: Die Bahn baut nur, wenn Fördergeld fließt.
16:16
Wenn ich das hier so lese und dann an Stuttgart21 denke, haben wir in Essen noch gerade die Kurve gekriegt. Ein Jahr später und wir hätten immer noch die selbe Schmuddelhütte.
09:17
Was für ein Gejammer hier! Ich finde den Bahnhof gar nicht so schlecht. An den Verkehrswegen für Menschen mit Behinderung muss noch gearbeitet werden, aber das passiert ja auch. Ich wünsche mir für Dortmund ausdrücklich keinen weiteren Ramschpalast. Ich finde schön, dass die Glasfenster mit den traditionellen Dortmunder Gewerken über dem Haupteingang wieder aufgehängt wurden. Ich finde die Bahn auch keineswegs besonders unzuverlässig. Ich glaube, dass Frau Burchardt sich nicht zuletzt deshalb jetzt öffentlichkeitswirksam um den Bahnhof kümmert, weil kürzlich MdB Markus Kurth von den Grünen dasselbe getan hat. Und beides ist ja auch völlig in Ordnung.
21:17
in do nichts neues. schade um die gedruckten zeilen.
die do-spd bundestagsabgeordnete frau burchert
bittet um eine audienz beim bahn-chef. zeigt es uns
bürgern doch die dringlichkeit und ernsthaftigkeit.
stehen etwa wieder wahlen in nrw an?
oder gar kommunalwahlen? haben wir bürger was
verschlafen? es ist ja eh im moment in mode.
ein stätiges kommen und gehen in der polit-riege.
oder mal schnell eine neuwahl ansetzen. wir sind
ja so geduldig wie papier und gespräche. und sei
es das ........te gespräch der sinnlosigkeit um den
hbf. do.
18:26
Dat ganze DIng abreissen und ebenerdig 4 Gleise lassen. Bei der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der DB reicht das ;-)
15:11
Naja. Mir ists sehr recht, dass der Hbf auch während der Renovierung gut nutzbar ist. Sogar die große Abfahrts-Tafel hing nach ein, zwei Wochen wieder! Im krassen Gegensatz zum Essener Hbf, der während des Umbaus eine unglaublich dreiste Zumutung war.
Überhaupt leg ich mehr Wert drauf, dass wir einen Bhf haben der funktioniert auf eine DB Lounge für bessere Bahnkunden kann ich verzichten, auch der Tunnel ist mir breit genug. Allerdings ist der ungenügende Zugang zu den Bahnsteigen für Rollis echt peinlich.
13:26
Den Abraum können dann die aussteigenden Fahrgäste mitnehmen. Jeder nimmt dann ein 1Kg-Säckchen schutt mit und schüttet ihn vorm Eingang aus. hach, was nicht alles möglich wäre....
13:23
Treffen wir uns also am Sonntag, 15 Uhr alle mit Spitzhacke und Presslufthammer um den Tunnel selber breiter zu machen? Bringt wer Fliesen und Kleber mit?
12:43
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12:42
#5 hat Recht.
12:38
Das Jammern über vergebene Chancen hilft nichts und bei den Wahlen gab es keine wesentliche Änderung. Folglich muss auch hier der Bürger die Sache in die Hand nehmen.
Zurzeit ist wahrscheinlich eine gute Gelegenheit für Pro Bahnhofsumbau-Demos.