Bäcker Feldkamp schuldet zwei Monatsgehälter
08.08.2012 | 08:05 Uhr 2012-08-08T08:05:00+0200
Dortmund. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) widerspricht der Darstellung des Dortmunder Bäckers, er schulde seinen Mitarbeitern lediglich einen Monatslohn. Tatsächlich stünde den Angestellten durch den Zahlungsverzug deutlich mehr zu.
Der Aussage des Bäckers Frank Feldkamp , dass in seinem Betrieb nur ein Monatslohn aussteht , kann die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nicht zustimmen. „Eindeutig steht mehr als ein Monatsentgelt aus“, schreibt Gewerkschaftssekretärin Zayde Torun. „Es ist nicht rechtens, Monatsentgelte Mitte des Folgemonats auszuzahlen.“
Gemäß § 614 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist die Vergütung nach der Leistung der Dienste zu entrichten, d.h., dass spätestens am 1. des Folgemonats das Nettoentgelt verfügbar sein muss.
Auf die Einhaltung der Gesetzeslage habe die NGG Frank Feldkamp bereits desöfteren hingewiesen, bislang aber ohne Reaktion.
Kosten durch Gehaltsverzug
Für die Beschäftigten entstehen Kosten, die durch verspätete Entgeltzahlungen verursacht werden, wie Mahngebühren, Rückläufergebühren bei der Bank. Der Kostenverursacher Frank Feldkamp übernimmt diese Kosten wegen verspäteter Entgeltzahlungen nicht, obwohl er es rechtlich müsste, argumentiert die NGG.
„Gute Bäckereien in und um Dortmundkriegen es gebacken“, ihren Beschäftigten pünktlich die Entgelte auszuzahlen und sie haben auch aufwendige Addierungen von Stunden, wie bei der Bäckerei Frank Feldkamp. „Warum Frank Feldkamp nicht!?“, will die NGG wissen.
Feldkamp führt auf Nachfrage der WR die Auswirkungen des Sommerlochs und die vermehrte Konkurrenz durch Discounter als Gründe für den Zahlungsverzug an. „Ein, zwei Filialen“ hätten laut Feldkamp bereits geschlossen werden müssen. Auf die Kündigung von Mitarbeitern wolle er verzichten. Bislang sei noch kein Mitarbeiter wegen ausstehender Löhne zum Arbeitsgericht gelaufen.
11:16
Dann wirds aber mal Zeit!
Ich glaub dass das gelogen ist, wieso sollte die gewerkschaft dieses unternehmen sonst so unter druck setzten?