B1-Tunnel in Dortmund wird nicht vor 2030 gebaut

Die B1 in Dortmund soll in einem Tunnel verschwinden, um Anwohner zu entlasten und den Verkehr schneller fließen zu lassen.
Die B1 in Dortmund soll in einem Tunnel verschwinden, um Anwohner zu entlasten und den Verkehr schneller fließen zu lassen.
Foto: Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Der B1-Tunnel in Dortmund gehört nicht mehr zum "vordringlichen" Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Ein Baustart vor 2030 ist sehr unwahrscheinlich.

Dortmund.. Der Bau des B1-Tunnel ist wieder in weite Ferne gerückt. Er gehört nicht mehr zum "vordringlichen", sondern nur noch zum "weiteren Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans, dessen Entwurf Bundesverkehrsminister Dobrindt am Mittwochnachmittag in Berlin vorstellte. Damit ist ein Baustart vor 2030 sehr unwahrscheinlich.

Verkehrsprojekt Der Bundesverkehrswegeplan listet die Investitionsvorhaben auf, die mit Mitteln des Bundes in den nächsten 15 Jahren realisiert werden sollen. Gute Aussicht auf Verwirklichung bis 2030 haben dabei in der Regel nur die Projekte, die als "Vordringlicher Bedarf" aufgelistet sind.

Im alten Bundesverkehrswege-Plan von 2003 gehörte der B1-Tunnel mit beiden jeweils 3,1 Kilometer langen Bauabschnitten - zwischen B236n und Märkischer Straße sowie zwischen Märkischer Straße und Schnettkerbrücke - zum "vordringlichen Bedarf". Zum Bau kam es allerdings nicht, weil der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt zwischen B236n und Märkischer Straße 2009 wegen des Streits um eine geplante Tunnelausfahrt an der Semerteichstraße gerichtlich gestoppt wurde.

Die Pläne rund um den B1-Tunnel in Dortmund (Klicken Sie auf die farbigen Linien für mehr Infos):