B1 nach Tanklaster-Unfall komplett gesperrt

Ein mit Gefahrgut beladener Lkw liegt auf der Seite. Die B1 in Höhe der B236 ist bis Donnerstag gesperrt. Fotos: Ralf Rottmann
Ein mit Gefahrgut beladener Lkw liegt auf der Seite. Die B1 in Höhe der B236 ist bis Donnerstag gesperrt. Fotos: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.. Nach einem Unfall mit einem Tanklaster am Mittwochnachmittag um 16.44 Uhr auf der B1/Westfalendamm in Fahrtrichtung Unna war die Fahrbahn bis Donnerstagfrüh komplett gesperrt, die Explosionsgefahr gebannt.

Einen höchstexplosiven Einsatz musste die Feuerwehr am Mittwochnachmittag bewältigen. Um 16.44 Uhr war ein mit 24 Tonnen Methanol beladener Tanklaster auf der B1 - in Höhe der B236 - umgekippt. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. Die B1 musste in beiden Fahrtrichtungen wegen akuter Explosionsgefahr gesperrt werden.

„Uns erreichte der Notruf gegen 16.45 Uhr“, erklärte Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff vor Ort. Der Lastzug war aus ungeklärter Ursache beim Einbiegen von der B236 auf die B1 in Richtung Unna umgekippt. Während der Fahrer (57) dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt worden war, flossen kleinere Mengen Methanol aus einem Entlüftungsdeckel. „Da es sich um einen Stoff mit einem niedrigen Flammpunkt handelt, der brennbare Gase freisetzt, haben wir die Sperrung der B1 in beiden Richtungen veranlasst“, so Osthoff. Davon betroffen war auch der Stadtbahnverkehr der Linie U47.

Schaumteppich

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Während sich die ersten Feuerwehrleute samt Notarzt und Rettungssanitätern um den Verletzten kümmerten, setzten andere Einsatzkräfte die auslaufende Flüssigkeit komplett unter einen Schaumteppich, um so eine Explosion des Methanols zu verhindern. Durch den Druck im Inneren des Tanks floss die brennbare Flüssigkeit durch Entlüftungsdeckel ins Freie. Sie wurde aufgefangen, der Rest unter Schaum gesetzt. Letztlich wurde der Tankinhalt ein Ersatzfahrzeug umgepumpt.

Der verletzte Brummifahrer wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Er erlitt laut Auskünften von Thomas Osthoff schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Die Feuerwehr war mit einigen Spezialeinheiten vor Ort, hatte rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz.

Aufräumarbeiten bis Donnerstag

Der Verkehr staute sich kilometerlang an der Einsatzstelle zurück. Die Polizei leitete den Verkehr an der B54 (in Richtung Unna) ab, um die Situation ein wenig zu entspannen. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten bis Donnerstagmorgen. Erst um 4.40 Uhr konnte der Verkehr auf dem Westfalendamm wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Die Straßenbahnen der Linie U47 hatten den Betrieb bereits um 4.15 Uhr aufnehmen können.

Bei dem Unfall entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von ca. 100.000 Euro.