Autodiebe von Luxuskarossen rasen ins Gefängnis

Mit Vollgas hinter Gitter: Das Hagener Landgericht hat zwei Autodiebe aus Dortmund und Bergkamen zu Haftstrafen von jeweils zweieinhalb Jahren verurteilt. Spezialisiert waren die Diebe aus Luxusmarken. Die beiden Angeklagten hatten im Prozess umfangreiche Geständnisse abgelegt.

HAGEN/DORTMUND.. Obwohl die Taten schon viele Jahre zurück liegen, sahen die Richter für Bewährungsstrafen keinen Spielraum mehr. Dies hatten sich die Angeklagten mit ihrem kriminellen Vorleben selbst eingebrockt. Beide sind erheblich vorbestraft. Der heute 34-jährige Dortmunder hat unter anderem wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf ein Hotel schon einmal vier Jahre Haft verbüßt.

Spätestens im Herbst 2007 hatten sich die beiden Freunde mit anderen Bekannten zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich auf den Diebstahl von Luxus-Autos spezialisierte. Vor allem auf Flitzer der Marke Porsche hatten es die Diebe abgesehen.

Porsche für den Eigenbedarf

Der Bergkamener hatte einen sogar für sich selbst behalten und war in der Folgezeit monatelang mit dem Sportwagen durch die Gegend gefahren. So lange, bis ein Freund den Porsche an einer Autobahn-Leitplanke zerlegte.

Die übrigen Autos, die sie Diebe von den Höfen verschiedener Autohäuser in der ganzen Region stahlen, wurden in der Regel in einer Halle in Benninghofen in die Einzelteile zerlegt und dann Stück für Stück weiter verkauft. Erwies sich dieses "Geschäftsmodell" anfangs noch als durchaus einträglich, brachen die Preise zuletzt aber ein.