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Haldenführer Ruhrgebiet

Ausflug zur Deponie Dortmund-Nordost

28.10.2012 | 17:34 Uhr
Ausflug zur Deponie Dortmund-Nordost
Die Deponie Dortmund-Nordost: So freundlich kann eine Müllkippe aussehen.

Dortmund.  Mitten im Ruhrgebiet liegt ein Gebirge, das es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab: Die Halden und Deponien mit den Abfällen der Montanindustrie bilden mittlerweile eine beachtliche Bergwelt. Ein Ausflug zur Deponie Dortmund-Nordost.

Über alle Berge - Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet

Dieser Text stammt aus dem Buch "Über alle Berge - Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht's zum Onlineshop.

Nachdem die Halde Grevel geschlossen wurde, übernahm die Deponie Dortmund- Nordost deren Job. Auf der Grundlage einer alten Waschbergehalde der ehemaligen Zeche Gneisenau wird hier seit 1994 Müll gelagert.

Anfangs war es nahezu alles, was der Hausmüll hergab, seit 2005 dürfen hier nur noch anorganische Stoffe abgelagert werden. Eine Rekultivierung und öffentliche Nutzung liegt noch in weiter Ferne.

Weiter Nutzung als Deponie

Steckbrief

Alias: Halde Tettenbachstraße

Stadt/Stadtteil: Dortmund-Derne

Fertigstellung: nach 2020

Zugänglichkeit: nicht zugänglich

Art/Form: Mülldeponie, Landschaftsbauwerk

Eigentümer: Entsorgung Dortmund

Höhe über NN: z.Zt. ca. 95 m (2009)

Höhe über Niveau: z.Zt. ca. 30 m (2009)

Fläche: ca. 72 ha

Anfahrt: Tettenbachstraße

Besonderes: Radweg am Haldensockel

Bis 2020 wird es mindestens dauern, ehe eine Schließung der Deponie auf der Tagesordnung steht.

Wenn irgendwann einmal auch hier die Zäune fallen, dürfte zusammen mit dem Lanstroper See und der „Greveler Alm“ im Nordosten von Dortmund eine außergewöhnliche, künstliche und trotzdem naturgeschütze Landschaft entstehen.

Wer sich heute schon einen Eindruck verschaffen möchte, kann auf einem Freizeitweg im Bogen westlich um die Deponie herum laufen, radeln oder reiten.

Wolfgang Berke und Manfred Vollmer (Fotos)

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