Das aktuelle Wetter Dortmund 2°C
Haldenführer Ruhrgebiet

Ausflug zum Deusenberg in Dortmund

28.10.2012 | 17:26 Uhr
Ausflug zum Deusenberg in Dortmund
Lang und breit: Der Deusenberg in Dortmund liegt wuchtig in der Landschaft.

Dortmund.  Mitten im Ruhrgebiet liegt ein Gebirge, das es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab: Die Halden und Deponien mit den Abfällen der Montanindustrie bilden mittlerweile eine beachtliche Bergwelt. Ein Ausflug zum Deusenberg in Dortmund.

„Deponie“ klang zu schäbig – und das sollte der Berg aus Bodenaushub, Bauschutt und Hausmüll zwischen den Dortmunder Stadtteilen Huckarde und Deusen nicht mehr sein, nachdem er geschlossen wurde. Also wurde zunächst der östliche Bereich der Müllhalde begrünt und der Name gewechselt: „Deusenberg“ klingt auch deutlich freundlicher.

Doch bei einem Etikettenwechsel wollte es die „Entsorgung Dortmund GmbH“ (EDG) als Eigentümerin der ehemaligen Deponie nicht bewenden lassen und entwickelte ein Nutzungskonzept für den Osthang als Mountainbike Arena. Gipfel und westlicher Teil des Deusenberges blieben zunächst noch abgezäuntes Baufeld.

Steckbrief

Alias: Deponie Huckarde

Stadt/Stadtteil: Dortmund-Huckarde

Fertigstellung: 2004 (Teilfertigstellung)

Zugänglichkeit: nur der östliche Bereich

Art/Form: Bauschutt- und Hausmülldeponie, Tafelberg

Eigentümer: Entsorgung Dortmund

Höhe über NN: ca. 112 m

Höhe über Niveau: ca. 48 m

Fläche: ca. 54 ha

Anfahrt: Lindberghstraße, Emscher-Radweg

Besonderes: Mountainbike-Areal, gute Rodelmöglichkeiten

2004 war der Bikepark fertig und konnte der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Mountainbike-Freaks, die aus Nah und Fern anreisten, staunten nicht schlecht: Ein kostenloser MTB-Park mit ziemlich Zipp und Zapp (Übungsparcours, Downhill, Single-Trail, Dirt Spot, Crossbereich), kostenlos zur Verfügung gestellt von einem städtischen Abfall- Unternehmen, das sorgte in der Szene für einigen Gesprächsstoff.

Mountainbike-Gelände wird überarbeitet

Über alle Berge - Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet

Dieser Text stammt aus dem Buch "Über alle Berge - Der definitive Haldenführer Ruhrgebiet", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht's zum Onlineshop.

  Aber auch für manch kritische Anmerkung: So waren einige Bereiche für die richtigen Könner zu unprofessionell angelegt – andere Bereiche wiederum waren für Anfänger viel zu schwierig. 2010 wird nachgebessert: u.a. sollen der Single Trail entschärft und die Downhillstrecke wegen mangelnder Akzeptanz zurück gebaut werden.

Spätestens mit der Freigabe der gesamten Halde 2012/2013 soll dann das Mountainbike- Gelände auf dem aktuellsten Stand sein. Übrigens: Die Halde wird natürlich auch von Nicht-Radlern genutzt: Modell- Segelflugzeuge nutzen die gute Thermik – und im Winter lässt es sich an den Hängen des Deusenbergs ganz ordentlich rodeln, schließlich gibt es keine Bäume und Sträucher, die den Schlitten unsanft bremsen könnten.

 

Wolfgang Berke und Manfred Vollmer (Fotos)



Kommentare
Aus dem Ressort
Gefährlicher Tabak - Großrazzia in Dortmunder Shisha-Bars
Kontrolle
Sieben Shisha-Bars in der Nordstadt und Eving haben Zoll, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei am Montag unter die Lupe genommen. In jedem überprüften Lokal, in dem Besucher Wasserpfeifen-Tabak rauchen können, wurden die Kontrolleure fündig. Einige Bars waren gefährlich für die Gesundheit der Gäste.
Neonazis wegen "Stadtschutz"-Aktion in Dortmund angeklagt
Friedhofs-Patrouillen
Sie spielten sich als "Stadtschutz" auf, patrouillierten auf Friedhöfen zur angeblichen Abschreckung von Räubern - jetzt müssen sich sechs Neonazis selbst vor Gericht verantworten. Sie könnten bis zu zwei Jahre ins Gefängnis kommen. Der Grund sind ihre auffälligen T-Shirts.
Toter Säugling aus Dortmund ist beigesetzt
Totschlag
Es war eine Trauerfeier im engsten Familienkreis: Knapp vier Wochen, nachdem in Kirchlinde die Leiche eines Neugeborenen im Keller eines Mehrfamilienhauses gefunden worden war, ist der Säugling am Dienstag auf dem Hauptfriedhof in Dortmund beigesetzt worden.
Rechter Polizist in Dortmund wird vom Dienst suspendiert
Rechtsextreme
Die Polizei Dortmund geht gegen einen ihrer eigenen Beamten vor: Der 34 Jahre alte Dortmunder soll einer rechten Gruppe angehören, die das Grundgesetz und die Bundesrepublik an sich in Frage stellt und die in der Nähe von Neonazis steht. Der Polizist wurde vorläufig suspendiert.
Vorgesetzte des Tiefbauamts in Schrott-Skandal verwickelt
Unterschlagung
Der Schrott-Skandal im Dortmunder Tiefbauamt zieht abermals größere Kreise. Die Zahl der Beschuldigten ist von 14 im Oktober 2013 auf jetzt 38 angestiegen. Erstmals sind nun auch Vorgesetzte im Visier. Wir zeigen den chronologischen Verlauf der Entwicklungen.
Fotos und Videos
Nachwuchs bei den Ameisenbären
Bildgalerie
Fotostrecke
Kunsthandwerksmarkt in Brackel
Bildgalerie
Fotostrecke
Rundgang durch die Phoenix-Halle
Bildgalerie
Fotostrecke