Aus für Straßenstrich in Dortmund
31.03.2011 | 18:20 Uhr 2011-03-31T18:20:00+0200
Dortmund.Der Straßenstrich in Dortmunds Nordstadt steht vor dem endgültigen Aus. Mit den Stimmen von SPD und CDU hat der Rat am Donnerstagabend beschlossen, die Prostitution im Bereich der Ravensbberger Straße zu verbieten.
Der Dortmunder Straßenstrich wird geschlossen. Das entschied gestern der Rat der Stadt. Außerdem soll der Sperrbezirk, in dem Straßenprostitution verboten ist, auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Die Ratsmehrheit von SPD und CDU hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie die Schließung will. Zentrales Argument: Er bilde den zentralen Anziehungspunkt für Kriminelle.
Trotzdem wurde noch fast drei Stunden lang diskutiert. Für die SPD sprach Dirk Goosmann von „dramatischen Zuständen“ auf dem Strich. Er sei nicht mehr beherrschbar, betonte Christiane Krause (CDU). Die FDP/Bürgerliste, die Linken und die Grünen/Bündnis 90 warnten davor, dass die Prostituierten dadurch in die Illegalität gedrängt und somit wieder vielen Gefahren ausgesetzt werden.
Als nächstes muss Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann den Ratsbeschluss in eine Verordnung umwandeln. Der muss allerdings den Bedenken der umliegenden Städte gerecht werden, die sich darum Sorgen, dass die Frauen dann zu ihnen abwandern. Mitte April wird es eine gemeinsame Sitzung mit allen Gemeinden geben.
Polizeipräsident begrüßt Schließung
„Ich begrüße den Beschluss des Rates der Stadt Dortmund, den Straßenstrich an der Ravensberger Straße sofort schließen zu wollen. Diese Entscheidung eröffnet die Chance, die negative Entwicklung der letzten Jahre in Teilen der Nordstadt wieder umzukehren“, lobt Polizeipräsident Hans Schulze die Entscheidung.
Gemeinsam mit der Stadt werde die Politzei nunr „mit Hochdruck“ an einem vernetzten Handlungskonzept arbeiten. „Wir werden nur erfolgreich sein, wenn alle mit Engagement und langem Atem zusammenarbeiten“, so Schulze, der auf eine schnelle Bestätigung durch das Regierungspräsidium hofft.
19:03
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19:40
Nicht nur in der Nordstadt ist die Lebensqualität massiv beeinträchtigt.
Aus dem ganzen Stadtgebiet häufen sich die Meldungen von epidämieartigen Einbruchserien in Wohnungen, Keller und Gartenlauben. Alleine aus den Stadtteilen Innenstadt-Nord, Lindenhorst, Eving und Brechten sind über 300 Delikte aus den letzten 6 Monaten bekannt geworden. Jüngste Meldungen kommen aus Barop. Auffällig bei diesen Serieneinbrüchen: viele Objekte wurden bereits mehrfach ausgeplündert (3-4 mal), unter brachialer Gewalt mit zusätzlichen Vandalismusschäden.
17:40
Es ist noch kein halbes Jahr her, da hat eine Mitarbeiterin von Kober bei einem Vortrag in meiner Gemeinde behauptet, es gäbe auf dem Straßenstrich keinen Menschenhandel und die Frauen wären alle gutverdienende selbständige Prostituierte ohne Zuhälter, die täglich mindestens 300 Euro verdienen. Mir als kleiner Angestellter ist nicht klar, warum deren Arbeitsplatz durch die Stadt gefördert werden soll. Und das auf Kosten der Lebensqualität in der Nordstadt.
08:39
Aus für Straßenstrich
Recklinghausen, Marl und Herten wollen Sperrbezirk an der B 225
http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/Recklinghausen-Marl-und-Herten-wollen-Sperrbezirk-an-der-B-225-id4488016.html
07:33
So alle paar Jahre können andere Städte mal was von Essen lernen - die Straßenstrichlösung ist so ein Moment.
Leider tut man das nicht, obwohl es ausreichend Gelände für derartige Zwecke in Dortmund gäbe.
01:31
Zu Fragen ob die Mitarbeiterinnen von Kober Menschenhändlern das Handwerk gelegt hätten statt dafür zu sorgen, dass die Huren wenigstens wissen wie man Kondome benutzt und ihnen Information und Zugang zu Ausstiegsmöglichkeiten zu bieten ist ja gerade zu polemisch. Genau so polemisch wie Huren die sich mehr oder weniger freiwillig dazu entschieden haben sich zu prostituieren durch einen stadtweiten Sperrbezirk gemeinsam mit den Zwangsprostituierten - zu denen die Ermittler dann noch viel weniger Zugang haben als jetzt wenn die Polizei ausreichend Personal hätte - in die Illegalität zu drängen. Geht doch einfach alle nicht mehr auf den Strich, dann gibt es auch keine Nachfrage mehr. Ohne Nachfrage kein Angebot. Ohne Angebot kein Bedarf Töchter und Nichten auf den Strich zu zwingen und das ganze kriminelle Pack im Schlepptau mit in die Nordstadt zu schleifen.
Oder setzt Euch mal in ein paar Busse und fahrt statt zum Auswärtsspiel mach nach Plowdiw und erklärt 50.000 Angehörigen der ethnischen Minderheiten in Stolipinovo, dass die Nordstadt nicht das Paradies ist, für dass sie dort aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda gehalten wird. Und frag mal Oma Bonke drei Monate nach Schließung des Straßenstrichs was die denn dann davon hält Nutten und Freier mitten im Geschlechtsverkehr mit dem Regenschirm aus dem Gebüsch klopfen zu müssen, neben dem sechsjährige Mädchen im Sandkasten spielen. Es kann niemals darum gehen zu polemisieren man schaffe dem Gesindel eine offene Bühne, es kann immer nur darum gehen die vollständige Kontrolle über den Laden zurück zu bekommen und dem Gesocks solange auf die Nase zu hauen bis es merkt, dass hier andere Seiten aufgezogen werden als in Stolipinovo. Na ja, Prohibition hat ja schon immer funktioniert und dafür gesorgt, dass Kriminelle sich die Taschen nicht mehr vollstopfen können...
00:58
@31 von Pseudonyme-schuetzen-die-Meinungsfreiheit
Kriminalität bekommt man nicht in den Griff wenn man sie aus dem Untergrund operieren lässt.
Also an das Konzept, Kriminalität auf offener Bühne agieren zu lassen, damit man die Opfer (Zwangsprostituierten) direkt nach der Straftat beraten kann, finde ich auch wenig überzeugend.
Dann könnte man auch die Vorplätze der Krankenhäuser für Hooligan-Auseinandersetzungen freigeben, damit man die Schwerverletzten dann direkt verarzten kann. Denn sonst würde man die Schläger ja verdrängen und sie müssten ihre Opfer in irgendwelchen abgelegenen Straßen verprügeln, wodurch die Opfer wieder schwerer zu erreichen wären. (Ironiemodus off)
Von der kriminalitätsbekämpfenden Wirkung eines Straßenstrichs (mit einem nicht unerheblichen Anteil von Zwangsprostituierten auf der einen Seite und sich wegen ihrer Drogenabhängigkeit Prostituierenden auf der anderen Seite) müssen Sie mich noch überzeugen. Vielleicht nennen Sie ja ein paar Beíspiele: wievielen Menschenhändlern ist denn auf Grundlage der Kober-Beratung das Handwerk gelegt worden? Anzeigen? Verurteilungen? Mir ist leider der Glaube an die allesbefriedende Wirkung der Sozialpädagogik irgendwann abhanden gekommen.
00:57
Meine frühere politische Forderung: Wir müssen die Knäste abschaffen, hat sich halt durch meine Lebenserfahrung (ich bin seit fast einer Stunde 65 Jahre alt) inzwischen arg relativiert. Im Alter, das ist wohl nicht nur meine Erfahrung, wird man halt ein wenig rechter.
00:43
#31 von Pseudonyme-schuetzen-die-Meinungsfreiheit
Immerhin gibt es eine Übereinstimmung in der Forderung, die Polizei und im Gefolge die Justiz mit ausreichenden Mitteln auszustatten und personell zu verstärken, den Rechtsstaat durch zu setzen - und nicht durch Mittelkürzung - seine Resignation zu fördern. Das gemeinnützige Ziel kann nur lauten: Null Toleranz für diese eingewanderten und anderen kriminellen Kreise. Glaubwürdige Zeugenschutzprogramme inklusive.
00:40
@Pseudonyme...
Glaubst du wirklich jemand macht sich die Mühe einen dermaßen Langen und verklausulierten Beitrag zu lesen?
Du kannst noch so Recht haben und evt. sogar meinen Zuspruch finden, aber so erreichst du niemanden!