Auf Hohenbuschei sind die ersten Dächer schon gedeckt
26.06.2011 | 17:36 Uhr 2011-06-26T17:36:00+0200
Dortmund.Der Phoenix See ist derzeit in aller Munde. An schönen Wochenendtagen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass halb Dortmund um die neue ultimative Attraktion im Stadtgebiet pilgert, obwohl das Gelände neben dem Hörder Zentrum sich ja noch als halbe Baustelle präsentiert und außer Gucken nichts geboten wird.
Zu bestaunen gibt es auch auf Dortmunds anderem großen Wohnungsbaugelände eine Menge. Weil das Wasser fehlt, bleiben aber auf Hohenbuschei die Massen aus. Dabei entwickelt sich das ehemalige Kasernengelände der britischen Rheinarmee sogar rasanter zum urbanen Wohnquartier als die dem ständigen Vergleich mit der Hamburger Binnenalster ausgesetzte Ex-Industriebrache im Süden.
3000 Bewohner
In punkto Vermarktungsstand und Baufortschritt hat sich Hohenbuschei klammheimlich am Flaggschiff Phoenix See vorbeigeschoben. Anders als in Hörde sind in Brackel die ersten Einfamilienhäuser bereist im Rohbau eingedacht. 135 Grundstücke sind an private Häuselbauer verkauft, 38 weitere Doppelhaushälften an Bauträger. „Zählt man die derzeit noch 50 reservierten Flächen dazu, sind schon gut ein Drittel der insgesamt geplanten 650 Eigenheimflächen vermarktet“, so Silke Seidel. Das Urteil der Hohenbuschei-Geschäftsführerin fällt naturgemäß positiv aus. Pro Jahr sei man von 50 Einheiten ausgegangen, die an den Mann zu bringen sind. Den Vollverkauf der Fläche habe man fürs Jahr 2024 im Visier gehabt. Jetzt aber, hofft Seidel, könnte es wesentlich schneller gehen, bis aus Hohenbuschei ein praktisch neuer Stadtteil mit rund 3000 Bewohner erwachsen ist.
Überraschend findet die Chefin der zu den Stadtwerken gehörenden GmbH nicht nur das Tempo der Vermarktung, sondern auch den Drang vieler Bauherren zu möglichst hochwertigen eigenen vier Wänden. Entgegen den Erwartungen sind besonders freistehende Einfamilienhäuser nachgefragt, also die teuerste Variante des Eigenheimbaus.
War man ursprünglich davon ausgegangen, dass freistehende Häuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser zu je einem Drittel auf den Markt gebracht werden können, sprechen die Fakten nun eine deutlich andere Sprache: Fast 70 Prozent der bisherigen Käufer wollen ein freistehendes Haus errichten, etliche davon sogar auf einem Doppelgrundstück. Dem Trend folgend, hat die Hohenbuschei GmbH die Parzellierung der Flächen angepasst.
18:20
bis die U-Bahn fertig gebaut ist dauert es noch etwas...bis dahin werden wir mit der Buslinie 422 Vorlieb nehmen müssen...und auch nur 6 Haltestellen werden eingerichtet...so 10-12 hatten wir schon erwartet...
12:54
3000 Bewohner müssen auch mobil sein können.
Wenn die Vermarktungsgesellschaft von den Stadtwerken betrieben ist, warum wird dann dieses Baugebiet in der Buscheisenke nicht an das Straßenbahnnetz angeschlossen.?
Auch wenn der irreführende Name „Hohenbuschei“ vielleicht an Hohensyburg erinnern soll, ist eine Anbindung tatsächlich nur über flachen Acker zu führen, denn platter als im Hellwegtal kann eine Gegend gar nicht sein – irgendwelche Steigungen sind nicht auszumachen.
Haben Dortmunds Städteplaner immer noch eine ökologische, gemeinnützige Verkehrsplanung auf Druck der Politik fallen zu lassen, oder sitzen bei den Stadtwerken Autofetischisten ?
Dann wären sie beim Betreiber von Bus und Bahn am falschen Platz!
Und welche Radwegverbindungen gibt es nach Asseln bzw. direkt zum Hellweg oder zum Bahnhaltepunkt Scharnhorst oder wird das ein Ghetto für SUVs ?