Arnsberg wirft Kontrollnetz aus
12.03.2010 | 18:52 Uhr 2010-03-12T18:52:00+0100
Dortmund. Die Bezirksregierung in Arnsberg wirft ein Kontrollnetz über dem Hafen aus. Darin sollen sich jene Giftschleudern verheddern, die drei Kleingartenanlagen und den Fredenbaum mit krebserregendem PCB belasten.
Auf der Suche nach den PCB-Quellen im Hafen hat die Bezirksregierung alle Betriebe und Flächen zwischen Fredenbaum und Südhafen erfasst und ein Betriebskataster erstellt. Man habe „Betriebe ausgewählt, die in nächster Zeit intensiv kontrolliert und beprobt werden”, hieß es gestern. „Ab April” werde an zwölf Standorten der Staubniederschlag gemessen. „Mitte des Jahres sollen erste Erkenntnisse” über mögliche Giftschleudern vorliegen.
Gurke statt Grünkohl
Bis dahin gelte die Empfehlung, „auf den Verzehr von Grünkohl und Blattgemüse wie Spinat, Endivie, Mangold sowie Zucchini, die in den Kleingartenanlagen Hafenwiese, Westerholz und Hobertsburg angebaut werden”, weiterhin zu verzichten. Zwar sei die durchschnittliche PCB-Konzentration bei diesen Gewächsen im vorigen Jahr „gegenüber 2008 leicht gefallen”, sie bleibe aber „weiterhin auffällig hoch”.
Der aktuelle Gartentipp aus Arnsberg: Gurken, Tomaten, Paprika, Porree, Bohnen und Erbsen sowie Weißkohl, Rotkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Schwarzwurzel und Zwiebeln anbauen. Unbedenklich seien auch Wurzelgemüse Möhren, Kartoffeln, Strauch- und Baumobst.
12:28
Gurken, Tomaten und und und kann man also angeblich sorglos essen. Sagen zumindest die hochdotierten Sesselfurzer in Arnsberg. Sie selbst koennen es sich ja erlauben, ihr Gemuese im Bio-Laden zu kaufen.
Eiegntlich muesste bei einer solchen menschenverachtenden Arroganz ein Aufschrei durchs Volk gehen. Doch regt sich die Mehrzahl der Menschen lieber darueber auf, wer bei DSDS rausfliegt oder wer uns in Oslo etwas vortraellern darf.
Vielleicht hat man ja auch keine Lobby, wenn man im Norden oder im Hafengebiet wohnt. Zumal der Anteil der auslaendischen Mitbuerger hier besonders hoch ist.