Arbeitslosenzentrum warnt vor neuer Armut in Dortmund

Der neue Vorsitzende und ehemalige Dortmunder DGB-Chef Eberhard Weber.
Der neue Vorsitzende und ehemalige Dortmunder DGB-Chef Eberhard Weber.
Foto: Ralf Rottmann
Der neue Vorstand des Arbeitslosenzentrums, Eberhard Weber, sieht in Dortmund ein ständig steigendes Armutsrisiko. Die Langzeitarbeitslosigkeit habe sich auf hohem Niveau verfestigt. Die Armut steige – und damit auch der Beratungsbedarf im ALZ.

Dortmund.. Der neue Vorstand des Arbeitslosenzentrums sieht auch in Dortmund ein ständig steigendes Armutsrisiko. Die Langzeitarbeitslosigkeit habe sich auf hohem Niveau weiter verfestigt, die Armut steige beständig. Für das Arbeitslosenzentrum steigt somit auch der Beratungsbedarf.

Der Vorstand will aber dennoch an der bisherigen Linie festhalten: Qualität vor Quantität der angebotenen Beratungsdienstleistung. Durch den gezielten Rückbau der arbeitsmarktpolitischen Instrumente und der Weiterbildung durch die gelb-schwarze Bundesregierung, fälschlicherweise als Reform bezeichnet, verschärfe sich die Situation allerdings weiter, so der Vorstand.

Der neue Vorsitzende und ehemalige Dortmunder DGB-Chef Eberhard Weber ermuntert die Stadt Dortmund, die Anstrengungen für ein kommunales Beschäftigungsprogramm zu verstärken. Wohlwissend, dass diese beachtlichen Bemühungen die massiv auftretenden Defizite durch den Bund nicht ausgleichen können.

"Langzeitarbeitslosigkeit macht die Menschen matt und müde"

„Wachsende soziale Spaltung, anhaltende Langzeitarbeitslosigkeit“, so der neue Vorsitzende, „macht die Menschen matt und müde, arm und krank, die Attraktivität der Stadt und Region sinkt.“ Dies müsse auch die Wirtschaft erkennen.

Das Arbeitslosenzentrum wird daher auch im neuen Jahr eine unverzichtbare Begegnungsmöglichkeit für erwerbslose Menschen bieten und über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren und ihre Rechtsberatung fortsetzen.

Stühlerücken im Vorstand

Weber wurde auf der letzten Mitgliederversammlung neu in den Vorstand gewählt. Er löste Pastor i. R. Peter Strube ab, der nicht mehr kandidierte. Neu im Vorstand ist auch Dr. Andreas Bach, für Finanzen zuständig. Astrid Lübberstedt, kath. Stadtkirche, Ulrich Stadtler, IG Metall, wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Im Leitungsgremium arbeiten als Vertreter der Erwerbslosen Lydia Hahn und Helmut Eigen mit.