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App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App

27.12.2012 | 10:00 Uhr
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App
Die Meisterkorso-App von GeoMobile.

Dortmund.   Neun App-Schmieden gibt es in Dortmund – aber keine einzige offizielle App der Stadt. Dabei entwickeln heimische Firmen nicht nur Nützliches für Meisterkorso oder Juicy Beats, sondern sorgen mit ihren Programmen auch für die Sicherheit von Konvois im Irak.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Hard- und Software-Gigant Apple freute sich erst jüngst, dass seine Apps bisher rund 30 Milliarden Mal heruntergeladen wurden. Kein Wunder: Weltweit gibt es mittlerweile Millionen Apps, also nützlicher und/oder unterhaltender Programme fürs Smartphone. Fragt man sich aber, in wieweit der IT-Standort Dortmund auf dem so serviceorientierten wie lukrativen Markt mitmischt, stellt sich Ernüchterung ein: Nach der BVB-App, der WR-App, der Taxi-App oder jener der großen Banken kommt nicht mehr viel. Wie viele Apps die Stadt Dortmund im Angebot hat? – genau: keine.

Zwar hat das Theater in diesem Jahr in Eigenregie eine Spielplan-App scharf gestellt. Auch bietet der Außenwerber Wall AG mit seiner eher touristisch motivierten City Info-App bluespot auch für Dortmund ein Programm mit Stadtinformationen an. Doch dann herrscht schnell Funkstille.

Natürlich wäre eine städtische Dortmund-App wünschenswert , so heißt es in der Pressestelle – allein es fehle das Geld. Gegen das Engagement von städtischen Eigenbetrieben habe man nichts, man begrüße es sogar, so Michael Meinders. Auch die Stadtwerke haben keine eigene App – sie setzen auf die überregionale VRR-App mit mobiler Fahrplan- und Störungsauskunft.

„GeoMobile“-Mitgründer Tim Ontrup aus Dortmund.Foto: Hanna Witte/Jennifer Braun

Dabei bräuchte sich Dortmund gar nicht zu verstecken: Das Verzeichnis der App-Produzenten zählt gleich neun App-Schmieden auf dem Stadtgebiet auf. Die wohl bekannteste ist „GeoMobile“. Firmenmitgründer Tim Ontrup kann schon heute auf ein breites Angebot verweisen. So hat sein mittlerweile 15-köpfiges Team bereits 2009 dem Juicy-Beats-Spektakel im Westfalenpark seinen virtuellen Stempel aufgedrückt. Mit digitalem Programmheft, mit dem Hinweis an den per GPS georteten Nutzer, auf welcher Bühne in seiner Nähe gerade was gespielt wird. Ein „Friend Finder“ zeigt zudem selbst in Menschenmassen, wo die Freunde gerade zu finden sind.

Anderes Beispiel: BVB-Meisterkorso. Rund 15.000 Fans luden sich das ebenfalls kostenlose App auf ihr Smartphone, um nach der Pleite 2011 (der Bus nahm einen anderen Weg) 2012 nicht das Team aus den Augen zu verlieren.

Apps funktionieren grenzenlos

GeoMobile entwickelte eine App für die Winkelmannschen Video-Bilder auf dem U und man mischt auch die Partylandschaft auf, wenn bei „virtualnights“ Empfehlungen für Konzerte & Co gegeben werden. Neuestes Projekt: eine App für die Diskothek Nightrooms – u.a. zur Tischreservierung.

Mehr als ein Gedankenspiel: die App-Community. Menschen, die sich über Telefone austauschen, wie sie sich für ihre Nachbarschaft – zum Beispiel das Unionsviertel – ins Zeug legen (können). Und dass Apps grenzenlos funktionieren, beweisen die Sicherheits-Apps für Konvois im Irak oder Besucher von Krisenländern wie Syrien oder Afghanistan, die GeoMobile allerdings für etliche Dollars anbietet.

Und was sagt der Branchen-Kenner zum Stand der Dinge in Dortmund? „Das Thema App wird etwas stiefmütterlich behandelt, eine zentrale Dortmund-App gibt’s bis heute nicht.“ Gerade Dortmund Tourismus sollte daran gelegen sein, sich auch hier zu tummeln. „Viele öffentliche Daten sind interessant“, man müsse sie für mobile Kunden nur aufbereiten.

Und was kostet der ganze Spaß in der Entwicklung? Für 10.000 Euro, so Tim Ontrup, bekomme man schon eine solide App – aufwendigere Produkte, die über Jahre entwickelt werden, können auch schnell 200.000 Euro kosten.

Peter Ring



Kommentare
30.12.2012
09:59
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App
von netzidiot | #4

Ist der Artikel gesponsort? Klingt nach Werbung fur Geo Mobile.
Durch einfaches googeln bin ich in der Computerwoche auf einen Artikel bezüglich Mobile Anwendungen mit GPS und ERP Daten in Dortmund gestossen.Bin daher nicht sicher ob dieser Artikel so stimmt.

http://www.computerwoche.de/a/mit-dem-pda-auf-schlaglochsuche,1215332

27.12.2012
12:16
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App
von msdong71 | #3

dortmund hat ne mobile website, nen twitter und nen g+ account - was will man mehr?

1 Antwort
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App
von msdong71 | #3-1

€:

"Und was kostet der ganze Spaß in der Entwicklung? Für 10 000 Euro..."

der schreiber(ling) kennt aber schon die haushaltssituation von dortmund, oder?

27.12.2012
12:07
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App Das ist gut so
von xxyz | #2

Warum soll Dortmund Geld für eine App ausgeben?
Es kommen ja schnell noch ein paar für versch. Betriebssysteme/Bildschirmgrößen hinzu (evtl. über Anpassungen).
Es gibt doch ein Internet-Angebot, das auch auf mobilen Geräten zu lesen ist.
Das reicht.

Die mobilen Geräte sind für sinnvolle Eingaben doch eher weniger geeignet.

Dass Dortmund IT-Firmen hat, ist bekannt, sollte aber öfter erwähnt werden. Die Uni ist diesbzgl. sehr wichtig, verliert aber zu viele Abgänger in die Regionen, die richtig gute Gehälter zahlen.

Apps sind für die meisten Entwickler eher enttäuschend, da nur wenige Menschen bereit sind, dafür zu zahlen. Firmen prüfen genau, welche Angebote sinnvoll sind.

Ich habe noch nicht viele sinnvolle Apps gefunden. Entweder will ich kein großes mobiles Gerät mitschleppen oder ich möchte Eingaben machen, was auf den aktuellen Tablets nicht gut funktoniert.

Die neuesten Versionen nutzen Tastaturen als Option,und dann bin ich oft wieder bei einer normalen Web-Anwendung.

27.12.2012
10:56
App-Schmiede Dortmund – ganz ohne Dortmund-App
von Tommi70 | #1

Das ist aber schon eher Werbung als ein Artikel, gell? Müsste das dann nicht gekennzeichnet werden?

Unglaublich, was heute als Journalismus ausgegeben wird. Wäre übrigens mal interessant zu erfahren, wer die anderen Dortmunder "App-Schmieden" sind. Oder passte das nicht in Ontrups Konzept, durch willfährige Dortmunder "Journalisten" mal wieder kostenlose Werbung für sein Unternehmen machen zu lassen?

1 Antwort
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