AOK Nordwest führt "gläserne Abrechnung" ein
05.09.2011 | 18:19 Uhr 2011-09-05T18:19:39+0200
Dortmund.Die AOK Nordwest mit Sitz in Dortmund führt ab sofort eine sogenannte Patienten-Quittung ein, die für mehr Transparenz im Gesundheitswesen sorgen soll. Als erste große gesetzliche Krankenkasse lässt die AOK ihre Versicherten in die Abrechnungen der Ärzte schauen. Damit erfüllt die Krankenkasse eine jahrelange Forderung.
„Patienten wollen wissen, was ihre Gesundheit kostet. Diesem Wunsch kommen wir gern nach“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Martin Litsch. Die Patienten-Quittung verschaffe den 2,8 Millionen Mitgliedern einen Überblick über nahezu alle Leistungen, die über die Krankenversichertenkarte abgerechnet würden.
Der Belege zeige den Patienten zum Beispiel übersichtlich und verständlich auf, welche Behandlungen beim Arzt oder Zahnarzt in Anspruch genommen und abgerechnet oder welche Medikamente zu welchem Preis und in welcher Apotheke in Rechnung gestellt wurden. Die Online-Abfrage ist für AOK-Kunden jederzeit möglich.
„Der Service wurde datenschutzrechtlich überprüft und genügt höchsten Sicherheitsanforderungen“, so die AOK.
„Hier wird ein großer Schritt hin zu mehr Transparenz für die Patienten gemacht“, betont Wolfgang Zöller, Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Jedes Mitglied kann natürlich in seine persönliche Quittung Einblick erhalten.
Für AOK-Chef Martin Litsch trägt die Patienten-Quittung auch mit dazu bei, das bewährte Sachleistungsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung zu stärken. „Mit unserem neuen Service machen wir deutlich, dass wir keine Kostenerstattung im Gesundheitswesen brauchen, um mehr Transparenz zu erreichen. Wir sollten an dem bewährten und für den Versicherten komfortablen Sachleistungsprinzip festhalten“, so Litsch. Danach werden die Leistungen zwischen den Krankenkassen und den Leistungserbringern direkt abgerechnet.
Mehr Informationen zur neuen Patienten-Quittung gibt es auch im Internet unter www.aok-patientenquittung.de oder in jedem Kundencenter.
09:04
An den Kommentaren der Patienten, die ja leicht zu erkennen sind, ist ebenso leicht abzulesen wieviel Wissen da vorhanden ist.
Die Patienten inDeutschland werden schon in wenigen Jahren ein völlig anderes Gesundheitswesen erleben.
Dort wird der Patient zum richtigen Kunden.
Dort wird dann von den großen gerade erst aufstrebenden Gensundheitskonzernen richtig abgesahnt. Die Lobbyisten dieser Konzerne sitzen in der Prime Time immer im TV und verblenden das Volk.
Wie kommt man nun an reale nachprüfbare Information?
Man könnte als Patient ja mal auf die Seiten der Kassenärztlcihen Vereinigungen gehen und dort mal nachsehen mit was sich der niedergelassenen Arzt so an Vorschriften rumärgern muss.
Man könnte ja mal im INternet nachsehen wieviel junge Ärzte es gibt, wieviel davon zum Beispiel Hausarzt werden wollen. Die Zahlen sind in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen ( obwohl es der spannenste und interessantes Beruf überhaupt ist ).
Nach wuchs steht fast überhaupt nicht mehr zur Verfügung !!
Schauen Sie sich das Durchschittsalter der Ärzte an.
Wenn man als Arzt hier in Deutschland tatsächlcih so gut leben kann warum will es dann keienr mehr machen?
Die AOK ist gar nciht mehr in der Lage auch nur annährernd genau die wahren Zahlen über ihre Arztbesuche nachzuweisen.
Wir haben seit Jahren ( s.o bitte nachprüfen bevor hier Blödsinn geschriebem wird ) Komplexziffern.
Ein Patient der vor 2008 zum Arzt gegangen hat tatsächlich bei jedem Arzt eine kontrollierbare Zahl stehen gehabt, heute aber nur noch 1x im Quartal. Ich habe Patienten die warne mehr als 15 mal in meiner Praxis, es erscheinen in der Abrechnung aber nur 2 Ziffern.
Liebe Patienten, ihr seit gerade dabei das beste Gesundheitswesne was es weltweit mal gab zu demontieren weil ihr auf die Zahlentricks der Gesundheitslobbyisten reinfallt.
Im übrigen könenn wir bei den Kassenpatienten auch schon lange überhaupt keine Laborleistungen mehr abrechnen, ebenso nachprüfbar, man muss es nur tun bevor man hier was schreibt.
23:06
Ein Schritt in die richtige Richtung. Wobei es für mich übrigens nur zweitrangig ist ob der Arzt tatsächlich sein Honorar in voller Höhe erhält. Ich denke Herr oder Frau Doktor sind alt genug, um das selbst zu regeln.
Ich als Patient kann jedoch überprüfen, ob z.B. die Angaben in den Quartalsabrechnungen tatsächlich den Tatsachen entsprechen, ob z.B. statt 5 Arztbesuche nicht „fälschlicherweise“ 10 abgerechnet wurden. Ob statt einem einfachen Blutzuckertest, nicht eine aufwändige, niemals stattgefundene Blutuntersuchung in Rechnung gestellt wurde.
11:12
@ #2
eine Berufsgruppe, die es nicht gewohnt ist, sich zu wehren
Och, dafür schlägt sie sich mit Streiks, Blockaden gegen Reformen, Bevorzugung von Privatpatienten bei der Behandlung und permanentem Gejammer aber ganz gut...
08:38
Wieder so ein populistische Aktion! Die Patientenquittung ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Denn das, was der Arzt abrechnet, bekommt er niemals!!! Viele Ärzte bekommen 30 oder mehr Prozent ihrer erbrachten Leistungen gar nicht bezahlt, denn alle ärztlichen Leistungen sind budgetiert. Dabei ist es ganz einfach: Der Arzt erhält ein Budget von z.B. 20 EUR pro Quartal und Patient. Mehr als im Schnitt 20 EUR pro Patient kann er also auf gar keinen Fall bekommen, gleichgültig, wieviel er arbeitet und leistet. Hat er im Quartal 1000 Patienten, kann er also maximal 20.000 EUR abrechnen, auch, wenn er tatsächlich Leistungen für 30.000 EUR erbracht hat. Was nützt also einee Quittung über zwar erbrachte, aber nie von den Kasse bezahlte Leistungen? Nichts - außer Unmut bei den so bewusst in die Irre geführten Patienten! Man hat den Eindruck, dass es Krnaknekasse und Politik nur noch darum geht, Ärzte zu diskreditieren, um vom eigenen Versagen abzulenken. Und das mit mittlerweile wirklich unlauteren Methoden. Glücklicherweise hat man ja mit den Ärzten leichtes Spiel, sie sind eine Berufsgruppe, die es nicht gewohnt ist, sich zu wehren und sich vor allem leider nie einig ist.
22:12
Na endlich!
Die Transparenz ist dringend notwendig.