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2. Philharmonisches Konzert

Anton Bruckner spielt gegen den BVB

18.10.2012 | 18:13 Uhr
Anton Bruckner spielt gegen den BVB
Die Aktion Musiker spielen in Dortmunder Schaufenstern. 125 Jahre Dortmunder PhilharmonikerFoto: Ralf Rottmann

Jürgen Klopp habe angerufen. Sagt Jac van Steen. Weil er um die Zuschauer im Stadion fürchtet, am Doppel-Spieltag. Wenn nämlich der BVB auf Real Madrid trifft, geben Dortmunds Philharmoniker ihr Jubiläumskonzert, Bruckners 8. Sinfonie.

Jürgen Klopp habe angerufen. Sagt Jac van Steen. Weil er um die Zuschauer im Stadion fürchtet, am Doppel-Spieltag. Wenn nämlich der BVB auf Real Madrid trifft, geben Dortmunds Philharmoniker ihr Jubiläumskonzert, Bruckners 8. Sinfonie. Van Steen: „Aber Fußball ist ja auch Kunst“.

Sie machen sich also ein wenig das Publikum streitig, die Elf im Fußball-Tempel und die Philharmoniker in großer Besetzung im Konzerthaus. Dabei verspricht der Generalmusikdirektor eines: „Ich baue eine Kathedrale“. Eine klangliche. Mit Bruckners Originalwerk. Das ist, gibt van Steen zu, auch sperrig. Pur und authentisch. Eben nicht die polierte Fassung, aus der alle musikalischen Zweifel des Komponisten Anton Bruckner gestrichen worden seien. Diese ursprüngliche Sinfonie, geschrieben im Jahr 1887, dem Gründungsjahr der Dortmunder Philharmoniker, klingt in seinen Ohren modern, voller Wagemut, erhaben, aber eben auch weniger gefällig. „Ein strahlender Klang...“, schwärmt van Steen, „in der polierten Fassung geht es dagegen aus wie eine Nachtkerze“.

Die allerdings kennt auch das Orchester, muss sich jetzt völlig umstellen. Probt bereits heute und am Samstag ganztägig im Konzerthaus. Dafür aber setzt das „monumentale Mysterium“, wie Bruckner selbst seine 8. Sinfonie nannte, das Orchester abendfüllend in den Vordergrund.

Zehn Konzerte in acht Wochen – „Vrij“ steht eher selten auf dem Terminplan der Dortmunder Philhramoniker. Auch am Samstag ist richtig Musik in der Stadt: Da sind die Musiker um 13.15 Uhr am Kaufhof und werben musikalisch für die Philharmoniker-Stadtrallye.

Von Anja Schröder


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