Antifa kritisiert „fragwürdige“ Straßennamen
25.10.2011 | 16:50 Uhr 2011-10-25T16:50:00+0200
Dortmund. Mit der Broschüre „Wegweiser in die Vergangenheit – Fragwürdige Straßennamen in Dortmund“ möchte die Antifaschistische Union Dortmund eine Anregung schaffen, sich mit der geschichtspolitischen Bedeutung von Straßennamen auseinanderzusetzen und die jeweiligen Benennungen kritisch zu hinterfragen.
In der 36 Seiten umfassenden Arbeit möchten die Herausgeber anhand einiger Beispiele veranschaulichen, welche soziohistorischen und politischen Umstände bei der Straßenbenennung eine Rolle spielen bzw. gespielt haben. Zudem will man der Frage nachgehen, inwiefern die Umbenennung einer Straße mit fragwürdigem Erinnerungsinhalt sinnvoll ist.
Fragwürdige Persönlichkeiten
„Im Vordergrund unserer Analyse stehen unter anderem solche Straßennamen, die fragwürdigen Persönlichkeiten gewidmet sind oder an historische Ereignisse erinnern, die mittlerweile als untragbar gelten“, erklärt Kerstin Wiedemann, Pressesprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund. Zwar wurden nach 1945 solche Straßen, deren Namen in direkter Verbindung mit dem Nationalsozialismus standen, umbenannt, jedoch gibt es weiterhin Benennungen, die auf Wegbereiter, Täter oder Organisationen dieser Zeit hinweisen.
Es sei nicht hinzunehmen, dass das Stadtbild bis heute geprägt ist von Straßennamen, die Persönlichkeiten ehren, die als ideologische Vorreiter von Krieg und Nationalsozialismus gelten. Wiedemann fordert des Weiteren, dass die Stadt eine Experten-Kommission einberuft, die die Dortmunder Straßen nach fragwürdigen Erinnerungsinhalten und auf ihre heutige politische Tragfähigkeit untersucht. In anderen Städten, wie Münster, sei dies erfolgreich umgesetzt worden. Es geht u.a. um folgende Straßen: Castellestraße, Yorckstraße, Feldherrn- oder Gneisenaustraße. Die Broschüre gibt es kostenlos unter: http://antifaunion.blogsport.de/images/WegweiserInDieVergangenheit.pdf
11:22
ja, schon richtig hier die namensgebung zu überdenken. aber, das ist alles geschichte. heute leben wir in einer zeit in der die umweltfragen und der klimawandel akut sind. um hier ein zeichen zu setzen, sollten auch die namen derjenigen, der heute als klimakiller bzw. wegbereiter des klimawandels anzusehenden personen hinterfragt werden:
rudolf diesel, carl benz, ferdinand porsche, zugleich analog auch die substanziellen klimaschädinge: z.B: kohlenstrasse.
alternativ sollte über strassennahmen nachgedacht werden die die akuten klima- und umweltprobleme präsent machen:
greenpeaceweg, ökogasse, e10-allee, vielleicht auch trittinstrasse oder jutta dithurth passage.
;-
07:50
oh je..es gibt auch eine karl marxstrasse in dortmund,
soll die jetzt auch umbenannt werden weil ja er der wegbereiter
zum komunismus war..und der ja bekannterweise zb und unter anderen in
der ehemaligen Sowjetunion für mord und terror sorgte??
und das mit den preußischen generälen ist ja wirklich sehr
weit hergeholt..blücher lebte über 100 jahre vor der ns zeit.
oh antifa..was ein quatsch.
17:35
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11:03
Was bitte soll denn an "Gneisenau" fragwürdig sein? Gneisenau hat sich als Stabschef von Feldmarschall Blücher - auch fragwürdig? - beim Sieg über Napoleon - durchaus fragwürdig? - bei Waterloo verdient gemacht und wesentlich zur Modernisierung Preussens beigetragen.
Kann es nicht sein, dass diese "linke" Initiative eher "äusserst fragwürdig" ist?