Anti-Raser-Aktion auf dem Dortmunder Wall

Die Polizei ist erneut mit Groß-Kontrollen gegen Raser auf dem Wall vorgegangen. Dabei gingen den Einsatzkräften 44 Temposünder ins Netz. Der Schnellste von ihnen war doppelt so flott unterwegs wie erlaubt. Ein 21-Jähriger hatte noch mehr Ärger: Ihm nahm die Polizei das Auto gleich komplett weg.

Dortmund.. Bei der Kontrollaktion, die von Samstagabend 20 Uhr bis Sonntag um 4 Uhr morgens dauerte, verteilten die Beamten 44 Anzeigen wegen zu hoher Geschwindigkeit und 22 Verwarnungsgelder. Trauriger Spitzenreiter war ein 23-Jähriger aus Kierspe , der mit seinem Fiat bei erlaubten 50 km/h mit 101 km/h gemessen wurde. Einer Schuld schien er sich bei Ansprache durch die Beamten jedoch keinesfalls bewusst zu sein. Im Gegenteil: Vor diesen prahlte er noch mit den 180 PS seines Fiats. Nach Polizeianagben erwarten den jungen Mann ein mehrmonatiges Fahrverbot.

Schwerter wird gleich zweimal geblitzt

"Nur" 24 Stundenkilometer zu schnell war ein 20-jähriger VW-Fahrer aus Schwerte auf dem Ostwall. Allerdings blieb es nicht bei diesem Geschwindigkeitsverstoß. Denn der junge Mann ging den Beamten doch glatt ein zweites Mal in die Radarfalle. Wenige Meter weiter, auf dem Burgwall, wurde er erneut mit 21 km/h zu viel geblitzt.

Noch schlimmer erging es nur einem 21-Jährigen aus Unna: Die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h dürfte für ihn noch das kleinste Übel bedeuten. Als die Beamten ihn anhielten und kontrollierten, stellte sich zusätzlich heraus, dass er noch nie im Besitz eines Führerscheins war.

Betrunken und ohne Führerschein

Doch damit noch immer nicht genug: Während er den Einsatzkräften dies schilderte, stellten sie nämlich Alkoholgeruch in seinem Atem fest. Eine Blutprobe wurde angeordnet. Dass in seinem Fahrzeug zu guter Letzt auch noch Betäubungsmittel gefunden wurden, setzte dem gesamten Vorgang das I-Tüpfelchen auf, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Für den Nachhauseweg musste sich der Unneraner schließlich ein anderes Verkehrsmittel suchen. Die Polizei kontrolliert immer wieder auf dem Wall, einer vergleichbare Kontrolle gab es zuletzt im Herbst 2014.