Angeklagter soll Teppichhändler niedergestochen haben

Ein lebensgefährlicher Angriff auf einen Teppichhändler in der Nordstadt beschäftigt seit Donnerstag das Schwurgericht. Der 25-jährige Angeklagte soll den Kaufmann Anfang Januar vor seinem Ladenlokal mit einer Schere niedergestochen haben. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag.

Dortmund.. Der Teppichhändler überlebte den Angriff nur mit viel Glück. Eine Klinge der Schere hatte sich damals tief in seine linke Brust gebohrt und dabei die Lunge verletzt. Zwei Wochen lang musste das Opfer stationär in der Unfallklinik behandelt werden.

Angeklagter will sich nur verteidigt haben

Der Angeklagte will sich mit der Schere allerdings nur gewehrt haben. Anders als noch direkt nach seiner Festnahme bei der Polizei behauptet er jetzt, er habe mitnichten versucht, aus den vor dem Laden aufgebauten Auslagen einen Teppich zu stehlen. Vielmehr sei der Händler urplötzlich auf ihn losgerannt und habe ihn mit einem Stock geschlagen.

"Ich habe mehrere Schläge abbekommen", sagte der 25-Jährige den Richtern. "Damit war ich nicht einverstanden, deshalb wollte ich zurückschlagen." Dass er bei seinen "Schlägen" eine Schere in der Hand hielt, will er gar nicht so richtig mitbekommen haben.