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"Allianz für gute Arbeit" rückt Qualität in den Mittelpunkt

11.10.2007 | 20:25 Uhr

Politik, Wirtschaft und der DGB wollen eine "Allianz für gute Arbeit" schmieden. Dabei soll nicht nur die Zahl der Arbeitsplätze eine zentrale Rolle spielen. Auch die Qualität der Beschäftigung soll wichtig sein. "Billig über alles" ge

Stattdessen wird die Wirtschaftsförderung Anfang nächstes Jahres Projekte vorstellen, die vor allem eines im Sinn haben: Qualität gepaart mit Qualifizierung auf den Weg zu bringen und Jugendlichen den Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu ersparen. "Das fängt bereits in der Schule an, hört in der Uni auf und bezieht die Betriebe mit ein", erklärte der Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung, Udo Mager.

Anlass zur Wende in der gewünschten Beschäftigungspolitik bot gestern die Konferenz zum Thema "Die Arbeitswelt der Zukunft in Dortmund und Europa", bei der Experten die Zukunftstrends präsentierten.

Die Ergebnisse der Untersuchung der Sozialforschungsstelle Dortmund, die sich mit der Entwicklung der Gesundheits-, der IT- und Kommunikations- sowie der Metallbranche beschäftigt hatte, brachte nur ein überraschendes Ergebnis zu Tage: In der IT-Branche geht der Trend hin zur Vollzeitbeschäftigung. Außerdem stellte die Sozialforschungsstelle fest, dass Dortmund insgesamt überproportional viele geringfügige Beschäftigungsverhältnisse aufweise, vor allem Frauen seien davon betroffen.

Apropos geringfügig: Der DGB kritisierte im Rahmen des Kongresses das große Feld Leiharbeit und Mini-Jobs. "Hier gibt's keine Eingruppierung, Arbeitszeiten sind ein Problem", so Eberhard Weber, DGB-Vorsitzender östliches Ruhrgebiet. Und während OB Dr. Gerhard Langemeyer forderte, in Zukunft auf die Qualität der Beschäftigung zu achten und darauf hinwies, dass in Dortmund 23 Prozent der Arge-Kunden arbeiteten, ohne davon leben zu können, forderte IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz mehr Flexibiliät der Arbeitnehmer.

Von Silke Hoock

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