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Albert Hammond spielt Welthits am laufenden Band

05.08.2012 | 16:09 Uhr
Albert Hammond spielt Welthits am laufenden Band
Albert Hammond spielte zum ersten Mal seit 30 Jahren auf einer deutschen Bühne – im StrobelsFoto: Andreas Winkelsträter

Dortmund.   Es war ein fast perfekter Abend. Sommerliche Temperaturen und die dazu passenden Hits von Albert Hammond ließen die Gesichter der 800 Fans im Strobels erstrahlen und die Augen glänzen.

Es war ein fast perfekter Abend. Sommerliche Temperaturen und die dazu passenden Hits von Albert Hammond ließen die Gesichter der 800 Fans im Strobels erstrahlen und die Augen glänzen. Nach über 30 Jahren gab der Mann mit dem Gespür für Welthits erstmals wieder ein Konzert in Deutschland, ganz exklusiv im Strobels.

„Das kenn ich! Das ist doch von Tina Turner“, bemerkt Tina (51) aus Unna, als Hammond „I Don’t wanna Loose You“ anstimmt, um gleich von Achim aus Witten korrigiert zu werden : „Das hat er doch auch geschrieben. Alles was er spielt hat er selbst geschrieben“, weiß der grau melierte Endfünfziger.

Zahllose Nummer 1-Hits

Tatsächlich zählt Albert Hammond zu den ganz großen Hitschreibern der Pop-Geschichte. Fast 360 Millionen Mal gingen bislang Songs des Briten über die Ladentheke und am Freitag verzauberte der 68-Jährige das Publikum mit seinen zahllosen No.1 Hits. Songs wie „Little Arrows“, „The Peacemaker“ oder „I’m A Train“ bringt man noch mit Hammond in Verbindung, dass er aber auch Hits für Tina Turner, Julio Iglesias, Johnny Cash oder Starships „Nothings Gonna Stop Us Now“ oder „When I Need You“ für Leo Sayer geschrieben hat, wissen die wenigsten.

Viele dieser Songs hat Hammond geschrieben, als er sich in den 80ern aus dem Live-Geschäft zurückgezogen hatte, um sich ganz seinen drei Kindern zu widmen. Aber nun sind die Kinder erwachsen – und ist Hammond zurück. Zu jedem seiner Songs hat er eine Geschichte zu erzählen, die leider in den hinteren Reihen nicht gut zu verstehen waren. Die Unfähigkeit der Tontechniker jedoch sollte einziger Mangel bleiben, denn Hammond und seine spanische Band steigerten mit zunehmender Dauer ihre Spielfreude. Am Ende freuten sich die Fans über ein 110-minütiges Hit-Gemisch, alles in den original Albert-Hammond-Versionen.

„Gimme That Thing“, ein Klamauk-Hit für The Pipkins, wird zur smarten, humorvollen Charleston-Nummer, die Olympia-Schnulze „One Moment In Time” gerät nicht ganz so schmalzig wie bei Whitney Houston und klingt deshalb gar wohltuend, und „The Air That I Breathe“, eine der besten Balladen aller Zeiten, wird zum ganz großen Kino.

Publikum singt mit

Last but not least: Hammonds eigene Hits „Free Electric Band“ und „It Never Rains In Southern California“, bei denen die Generation 50+ mit strahlenden Augen lauthals mitsang. Der immer noch fast jugendlich wirkende Brite mit dem Charisma eines kalifornischen Sunnyboys, hat es bei seinem Bühnencomeback spielend geschafft, sein Publikum mit seinen Songs glücklich zu machen. Eine große Kunst und so wundert es niemanden, wenn Hammond für 2013 eine ausgedehnte Welttour plant. Hoffentlich wieder mit einem Stop in einer lauen Sommernacht im Strobels.

Von Uwe Meyer



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