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Aktionsplan gegen Rechts kommt in den Rat

11.10.2011 | 13:29 Uhr
Aktionsplan gegen Rechts kommt in den Rat
Die Stadt Dortmund will mit einem Aktionsplan gegen Rechts härter gegen Neonazis vorgehen.

Dortmund.Der „Dortmunder Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ ist erstellt. Nachdem sich der Verwaltungsvorstand mit dem Werk befasste, wird der Aktionsplan dem Rat der Stadt Dortmund im November zur Beschlussfassung vorgelegt.

Seit vier Jahren geht die Dortmunder Verwaltung mit dem Aktionsplan gegen Rechtsextremismus schwanger – im November könnte es endlich zur Niederkunft kommen. Der Plan wurde jetzt vom Verwaltungsvorstand an den Rat weitergereicht, der soll im kommenden Monat über das Werk abstimmen. Federführend war dabei die Koordinierungsstelle für Toleranz, Vielfalt und Demokratie.

In fünf Handlungsfeldern benennt der Aktionsplan die Probleme, die in Dortmund mit Neonazis vorherrschen. Analog dazu nennt das Werk Ziele und Maßnahmen. Die Handlungsfelder sind der Bereich des „organisierten Rechtsextremismus in Dortmund“, die „Information und Aktivierung der Stadtgesellschaft“, „Institutionen und Akteursnetzwerke“ sowie „Stadtteilarbeit“ und „Schutz und Hilfe für von rechtsextremer Gewalt bedrohte und betroffene Menschen“.

Beratungsprogramme für Aussteigern

Der Maßnahmenkatalog soll die bestehenden Maßnahmen gegen Rechtsextremismus in der Stadt bündeln und neue Angebote anstoßen. Das Spektrum reicht von Beratungsangeboten für Jugendliche, Eltern und Pädagogen über die verstärkte Vernetzung und Unterstützung von Initiativen und Gruppen vor Ort bis hin zu verstärkten Aktionen im öffentlichen Raum. So wird derzeit eine Beratungsstelle für Menschen, die von rechter Gewalt bedroht oder betroffen sind, aufgebaut. Sie wird gemeinsam mit dem Verein „Exit“ Aussteigerangebote entwickeln .

Förderung mit Bundesmitteln

Der Aktionsplan ist Grundlage für die Aufnahme der Stadt Dortmund in das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenzen stärken“. Hierdurch können, über die städtischen Finanzmittel hinaus, auch weitere Gelder für Projekte und Maßnahmen von Gruppen, Vereinen und Initiativen der Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Der Aktionsplan soll in den kommenden Jahren unter starker Beteiligung der Zivilgesellschaft analog der gesellschaftlichen Weiterentwicklungen fortgeschrieben werden.

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