Aktfotos im Gehege bringen Dortmunds Zoodirektor Brandstätter in Erklärungszwang
16.11.2011 | 06:00 Uhr 2011-11-16T06:00:00+0100
Dortmund. Auf Dortmunds Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter kommen unangenehme Fragen zu: Im Internet kursieren pikante Nacktaufnahmen eines männlichen Modells, das lasziv in den Anlagen des städtischen Zoos posiert. Der Fotograf hat dazu keine Rechnung erhalten. OB Sierau leitete ein Prüfverfahren ein.
Auf den Direktor des Dortmunder Zoos, Dr. Frank Brandstätter, kommen unangenehme Fragen zu: Im Internet kursieren eine Reihe pikanter Nacktaufnahmen eines männlichen Modells, das lasziv in den Anlagen des Dortmunder Zoos posiert. Zum Erstaunen der Stadt-Spitzen hat Brandstätter dem Fotografen für seine Aufnahmen Tür und Tor geöffnet, ohne die Leistung in Rechnung zu stellen. OB Ullrich Sierau hat jetzt ein Prüfverfahren eingeleitet.
In der Verwaltung reibt man sich die Augen und feixt angesichts der Fotos, die ein Dortmunder Männerfotograf ("JN-Photography") im Juli 2008 und im Juli 2010 mit seinem Modell „Alex“ geschossen hat: Alex, wie Gott ihn schuf, beim Giraffenfüttern; Alex verführerisch schlafend im Stroh; Alex auf Baumstämmen; an Käfigzäunen kletternd; beim Robbenfüttern und mit einem großen Stück rohem Fleisch im Mund - der Fotograf und sein Modell lassen wenig aus.
Dabei dürfte sich auch die Berufsgenossenschaft für die Aufnahmen interessieren, vor allem mit Blick auf die Hygiene- und Arbeitsschutzbestimmungen. Üblicherweise darf nur ausgebildetes Personal mit Schutzkleidung in die Gehege – Modell „Alex“ indes trägt das Adamskostüm.
Verwaltung peinlich berührt
In der Verwaltung ist man peinlich berührt. OB Sierau lässt den Vorgang nun vom Personalamt prüfen. Dabei dürfte vor allem die Frage interessieren, ob Brandstätter dem Fotografen in Rechnung gestellt hat, dass der die städtische Infrastruktur nutzen durfte und darüber hinaus ein Teil des Zoo-Personals zur Begleitung des Fotografen, seines Modells und seiner Statisten eingeteilt worden war.
Allein für die Aufnahmen im Juli 2008 sollen vier Mitarbeiter abkommandiert worden sein. Zumal die Aufnahmen während der Öffnungszeiten stattfanden und Tierpfleger in wenigstens einem Fall Überstunden schieben mussten. In einem Fall sollen Zoo-Mitarbeiter, die sich weigerten, vom Chef persönlich angewiesen worden sein, Fotograf und Modell zu begleiten.
Der Fotograf hat den direkten Link zum Dortmunder Zoo inzwischen kurzfristig von seiner Seite entfernt und betont, dass er die Modells nicht bezahle und die Fotos nicht gewerblich nutze. Seine Website, in die er die Aufnahmen eingestellt hat, sei privater Natur mit künstlerischen Arbeiten, die nicht jugendgefährdend seien.
Dezernent Steitz nicht informiert
Im Personalamt ist man seit Monaten im Bilde über die Aktion im Zoo – den für die Freizeitanlagen zuständigen Dezernenten Wilhelm Steitz wollte man offenbar damit nicht belasten. „Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum man mich nicht informiert hat“, reagierte der Dezernent erstaunt auf unsere Anfrage. Aufklären, ob Brandstätter den Aufwand berechnet hat, konnte Steitz am Dienstag nicht: Zoo-Chef Brandstätter befindet sich in Kanada. Aufklärung leistet der Fotograf selbst: „Mir ist keine Rechnung gestellt worden“, sagte er auf Anfrage.
Mit Sorge registriert man unterdessen in der Verwaltung, dass die Besucherzahlen im Zoo einbrechen: Sie sind seit 2002 von 576 300 auf 391 700 im vergangenen Jahr gesunken.
10:43
Ich kann mich der Meinung nur anschließen. Die Art und Weise wie Herr Beushausen seiner journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen versucht spricht für sich. "Mit Sorge registriert man unterdessen in der Verwaltung, dass die Besucherzahlen im Zoo einbrechen...". Kein Mensch nimmt Herrn Beushausen ab, dass er in der Verwaltung jemand gefunden hat, der in dem Zusammenhang mit den Aktaufnahmen, diese Sorge formuliert haben soll.Das ist doch frei erfunden. Mit solchen subtilen Anmerkungen spielt Beushausen den Intriganten um Herrn Zooanwalt Aderholt und dem zuständigen Personalrat unmittelbar in die Hände. Eine objektive Berichterstattung stelle ich mir anders vor. Herr Beushausen teilt ja gerne aus, wie man aus gut informierten Kollegenkreisen hört...Wenn der Schuß mal nicht nach hinten losgeht!
01:43
Abgesehen von den negativen Berichten um den Dortmunder Zoo es fehlt einfach an vernünftiegen Personal,unangemeldeten Kontrollen schnelleren Reaktionen usw. Es gibt,gab Betriebe in Dortmund die wurden oder werden durch 1 Euro Jober aufrecht erhalten weil die Angestellten lieber beim Bäcker mit der hübschen Verkäuferin abhängen, ihren Nebenjob oder ihre Freizeit wärend der Arbeitszeit verbrachten oder verbringen.Und die 1€ Jober Abends sogar noch den Laden abschließen. Meldungen darüber gab es Intern genug bringt aber nix, naja wenigsten damit ist hoffentlich bald Schluß. Da sind so ein paar Akt Photos ein **** gegenüber den ganzen anderen Negativmeldungen die auf der Stadtverwaltung in naher Zukunft noch zukommen wird. Vorallen weil vielen Angestellten langsam der Kragen platzt und sich endlich bei den endsprechenden Stellen beschwert wird.
14:35
Der Zoo wãre der richtige Ort für das affenteather von Hetti mit steitzi.
In der Politik haben es Ja beide noch nicht geschafft etwas sinnvolles für die Bürger zu machen. Nutten zu Dealerinnen zu machen ist Ja nun mal nicht gerade etwas womit die glãnzen können ....
13:33
Na ja...der schwule Hintergund ist unverkennbar (siehe Homepage des Photographen) ...vielleicht deshalb die ganze Aufregung?? :-))
12:22
in Zeiten leerer Stadtkassend den Säckel mit einer Sondernutzungsgebühr, entrichtet vom Fotografen, wieder aufzufüllen. Ein komisches System.
08:39
Liebe Redaktion,
vielen Dank für das Entfernen meines Kommentars. Offensichtlich ist nicht gewollt, die wahren Hintergründe ans Licht zu bringen. Es geht nicht um den Zoo und die Fotoaktion. Es geht bei diesem Vorfall gezielt um die Diskreditierung einzelner Beschäftigter und Vorgesetzer durch einen Personalratsvorsitzenden, der offenkundig unfähig und unwillig ist, sich ordnungsgemäß mit diesem Problem auseinander zu setzen. Hier geht eindeutig Profilneurose vor guter Personalratsarbeit. Dies ist der eigentliche Skandal.
Warum wurde denn abgewartet, bis der Zoodirektor in Urlaub fliegt um diesen "Skandal" vom Zaune zu brechen, obwohl die ersten Fotos aus 2008 stammen?
Es ist zudem unrichtig, dass die Beschäftigten im Zoo gezwungen wurden, an dem Fotoprojekt teilzunehmen. Es haben sich Freiwillige gemeldet aufgrund eines Aufrufs.
Das eigentliche Problem - um es erneut zu sagen - liegt ganz wo anders. - Leider
07:33
mein Schaaf und ich, sind schon Objekte, die ein Foto wert sind.
20:41
Naja, der Seitenhieb von Redakteur Beushausen bzgl. der Besucherzahlen ist wirklich kein guter Stil: Will man hier Dr. Brandstätter systematisch demontieren? Objektiv sollte man diese Besucherentwicklung mal mit derjenigen anderer Freizeitbereiche vergleichen: Im Zeitraum 2002 bis 2010 sanken die Besucherzahlen im Theater von 215.574 auf 1936.641, in den Museen von 216.718 auf 211.419, im Westfalenpark von 601.903 auf 435.284 und in den Hallen- und Freibädern von 1.411.004 auf 1.540.515. Quelle: Jahresbericht Dortmunder Statistik 2011 der Stadt Dortmund.
Allein im Westfalenpark ist das ein Rückgang von 27,7 Prozent – und hier diskutiert niemand die Ausrichtung des Parks, die offenkundig nicht ganz die Bedürfnisse der Kunden trifft.
14:32
Nein, natürlich nicht. Aber der Unterschied zwischen einem nackten Mann und einem Foto von ihm, ist Ihnen hoffentlich genauso geläufig wie zwischen einem Zoo und einem Zeitungskiosk.
Wenn nicht: Versuchen Sie es mal mit der Zielgruppe.
Dass da jemand sein Süppchen kocht, kann schon gut sein. Aber deswegen muss ich die Aktion nicht gut finden? Ich finde nicht, dass nackte Männer in einen Zoo gehören. Weder vor noch hinter den Gitterstäben.
(Und über die Qualität der Fotos habe ich mich noch gar nicht geäußert.)
12:10
Also ich tippe mal darauf, daß durch dieses Hochspielen von irgendwelchen Kostenüberschreitungen oder Filzokraten abgelenkt werden soll :-)))
Und a-ha, dann gehen Sie wohl auch mit geschlossenen Augen an jeder
Zeitschriftenbude vorbei, gell.