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Champions League

Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen

18.09.2012 | 13:20 Uhr
Die Polizei beobachtet die Fans von Ajax Amsterdam in der Dortmunder Innenstadt vor dem Champions-League-Spiel gegen den BVB.

Dortmund.   Randale schon vor Spielbeginn: Bis kurz vor Anpfiff der Champions-League-Begegnung BVB - Ajax Amsterdam meldete die Polizei rund 50 Festnahmen - unter anderem, weil Hooligans in Stadtbahnwagen randaliert haben. Ein Zug war nicht mehr fahrbereit.

Trotz der Randale in der Dortmunder Innenstadt vor dem Champions-League-Spiel des BVB gegen Ajax Amsterdam (1:0) hat die Polizei eine "überwiegend positive" Bilanz gezogen. "Wir haben die Dortmunder Bevölkerung und den Großteil der friedlichen Fans aus den Niederlanden sicher über den Tag und auch bis zum Stadion begleitet", sagte Polizeieinsatzleiter Michael Stein. Auch der Abmarsch der Fußballfans vom Stadion nach Spielende sei weitgehend störungsfrei verlaufen.

Trotzdem hatten die Einsatzkräfte vor der dem Anpfiff alle Hände voll zu tun: 50 sogenannte "Fans" mussten in Gewahrsam genommen werden, in der Innenstadt wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Zudem beschädigten Randalierer eine Stadtbahn so stark, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte. An einer anderen Bahn warfen sie eine Scheibe ein. Der genaue Sachschaden konnte auch am Mittwochmorgen noch nicht beziffert werden.

"Trotz intensiver Bemühungen im Vorfeld und während des heutigen Tages waren die Krawallmacher nicht bereit, den polizeilichen Anweisungen zu folgen", so Einsatzleiter Stein weiter. "Unter Fußballfans verstehe ich etwas anderes." Schon im Vorfeld der Partie hatte es Angst vor Ausschreitungen gegeben.

Ajax-Fans in Dortmund

Polizei begleitet Fanmärsche zum Stadion

Zuvor hatten sich bis zu 1500 Ajax-Anhänger auf dem Alten Markt getroffen und im Vorfeld der Begegnung überwiegend friedlich gefeiert . Auch die von der Stadt organisierte "Welkom Party" wurde besucht.

Wie die Polizei weiter mitteilt, konnten die von einigen Fangruppierungen angekündigten sogenannten "Fanmärsche" in Richtung Stadion "durch konsequentes Ansprechen und Bereitstellen von Alternativen (z. B. ÖPNV)" überwiegend verhindert werden. Es habe zwei größere Gruppen gegeben, die zu Fuß in Richtung Signal Iduna Park liefen. Die erste Gruppe mit ca. 500 Fans sei von starken Polizeikräften von der Haltestelle Reinoldikirche begleitet worden, weil die bereitgestellte U-Bahn beschädigt wurde und nicht mehr fahrbereit war.

Fans von Ajax Amsterdam in Dortmund vor dem Champions-League-Spiel gegen den BVBFoto: WR/Knut Vahlensieck

Ordnerdienst wurde von Einsatzkräften unterstützt

Eine weitere Gruppe, die sich aus mehreren Kleingruppen zusammenfand, sei zunächst auf etwa 150 Personen angewachsen. Auf ihrem Weg hätten sich jedoch immer wieder Kleingruppen dazu gesellt, so dass letztendlich knapp 600 Fans von der Polizei begleitet werden mussten. Der Ordnerdienst des Stadions musste bei Eintreffen dieser größeren Fangruppierung kurzfristig von der Polizei unterstützt werden. Im Stadion blieb es während des Spiels friedlich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Ereignisse des Abends in unserer Chronik nach:

  1. Seite 1: Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
    Seite 2: Randale vor dem Spiel BVB gegen Ajax Amsterdam - Die Ereignisse in der Chronik

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Kommentare
20.09.2012
00:41
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19.09.2012
19:23
@Drunsonst | #23/ Fakeilein
von vaikl2 | #25

Sie haben sich also wieder mal *nicht* informiert. Sonst wüssten Sie, dass Ajax-Fans die israelische Flagge seit Unzeiten gegen rassistische Parolen von Leuten wie Ihnen vorzeigen - sowohl im eigenen Stadion als auch auswärts.

Damit ist es wohl *dieser* Umstand, der Sie hier gegen diese Fans pöbeln lässt.

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19.09.2012
18:51
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von astrah | #24

Wenn man heute die Polizeibegleitung bei auswärtigen Fangruppen beobachtet, erweckt es den Eindruck Fahnenschwenkende und singende Menschen werden ins Arbeitslager und nicht zum Fußball gebracht. In den Eintrittspreisen müssten die Kosten der Polizeipräsenz enthalten sein. Mal sehen wie lange es sich die 99 % der Zuschauer sich das gefallen lassen.

19.09.2012
14:13
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5 Antworten
Belehrungen...
von fukyu | #23-1

... über Sachbeschädigungen, Randale und -oha!- Polizeianweisung aus dem Kellergeschoss brauner Nostalgiker? Ich glaub, es hakt.

Korrektur
von fukyu | #23-2

Polizeianweisungen

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19.09.2012
12:54
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19.09.2012
10:16
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@ Dr Umsonst
von Hagrid | #21-7

Warum Israel-Fahnen bei Ajax-Fans? Na, vielleicht informieren Sie sich mal über den Verein ...

19.09.2012
10:01
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von RWDJojo | #20

@wissenhilft
der Nickname ist Programm... Die Steuerzahlungen der Fußballvereine übersteigen bei Weitem die Ausgaben für fußballbedingte Polizeieinsätze

1 Antwort
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von wissenhilft | #20-1

Ist das so? Selbst wenn, Steuern zahlen müssen die Vereine sowieso, falls ein bißchen weniger verdient wird, dann eben weniger Steuern...
Ich glaube aber nicht, dass dies die immensen Kosten für die Sicherung durch die Polizei (jede Woche aufs neue) geringer sind als die möglicherweise niedrigeren Steuerzahlungen. Außerdem gehts ums Prinzip, der Spaß einiger kann nicht allen aufgebürdet werden, und wenn man an die eigentlichen Übeltäter nicht herankommt, müssen eben alle Fans darunter leiden, ist eben so und mir egal, weil es eben nicht mein Problem ist...

19.09.2012
09:01
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1 Antwort
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von Freekick90 | #19-1

Dann lese doch ne andere Zeitung online !!

19.09.2012
08:41
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von 85punkte | #18

Vielleicht schreibt man mal auch über die 4000 friedlichen Ajax fans, ich hab jedenfalls gestern etliche vorm stadion kennengelernt, die waren friedlich, lustig und sympathisch.

Auch im Stadion , bis ein kleines Bengalo, dauerte vielleich 15 Sekunden, haben die Ihre Mannschaft nur Klasse unterstützt.

19.09.2012
08:38
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von wissenhilft | #17

Ich wäre ja nach wie vor dafür, sämtliche Kosten für Polizeieinsätze den Vereinen in Rechnung zu stellen, dann müssen diese eben mal umdenken, wenn ein großer Teil der Einnahmen aus Medienvermarktung dafür drauf gehen....
Und wenn der Fan dann 50 Euro Eintritt für einen Stehplatz zahlt, Pech gehabt, so ist das nunmal. ich sehe jedenfalls nicht ein, dass auch nur eine müder Steuereuro investiert wird, um Hooligans in Schach zu halten, egal ob sie nun von Heim- oder Gastmannschaft kommen. Ich weiß, dass ist nichts, das man mit einem Fan überhaupt diskutieren kann, habe es letztens noch versucht, aber außer "das waren die anderen, wir machen sowas nicht" kommt da eh nichts, genau wie von Fanclubs und Vereinen, keiner ist es gewesen und alle Fans sind lieb.....
Nee...

3 Antworten
Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von 85punkte | #17-1

was für Kosten dem Verein.
der Verein ist nur für die Sicherheit im Stadion verantwortlich, für die Kosten, wenn Polizei tätig wird vielleicht.
Aber für die Kosten in der Nahn oder an den Zufahrten und ausserhalb des Stadions
ist der Staat zuständig.
Die Polizei könnte allenfalls die Veranstaltung verbieten, weil die Sicherheit nicht zu gewährleisten wäre.
Wie hoch der Steuerausfall wäre und wie hoch die Kosten der polizei sind weiss ich nicht.
Nebenbei müssten dann die Kosten der Polizei bei allen Grossveranstaltungen durch den Veranstalter gezahlt werden.

Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von Subversion | #17-2

Das ist eine gute Idee, den Vereinen den Polizeieinsatz und auch Beschädigungen in Rechnung zu stellen.

Ajax-Anhänger randalieren vor BVB-Spiel in Stadtbahnen - 50 Hooligans festgenommen
von wissenhilft | #17-3

Ja, vielleicht sollte man tatsächlich bei allen Großveranstaltungen die Dienstleistungen der Polizei in Rechnung stellen. Unabhängig davon ob etwas passiert oder nicht, die Polizei ist ja da, hat einen Einsatzplan und ist in der Lage diesen umzusetzen.
Was würde eine private Sicherheitsfirma dafür verlangen?
Auch Schäden und Einsätze außerhalb des Stadions gehören dazu, wenn ein Verein sich die Einsätze nicht leisten kann, Pech gehabt, dann darf er eben nur ausgesuchte Zuschauer reinlassen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind im Übrigen ohnehin zu lasch, wenn man sich nicht gerade als Hooligan outet, kommt man ohne Probleme selbst mit Sprengstoffgürtel rein....

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