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Streik am Montag

Ärzte werfen Klinik-Chefin bewusste Desinformation vor

16.05.2010 | 11:22 Uhr
Ärzte werfen Klinik-Chefin bewusste Desinformation vor

Dortmund. Die Ärztevereinigung Marburger Bund wirft der Chefin des Klinikums Dortmund gezielte Desinformation der Öffentlichkeit vor, um "Sozialneid zu schüren". Dennoch haben Klinik und Ärzte eine Notdienstregelung vereinbart. Demnach bleiben wichtige Stationen vom Streik diesen Montag ausgenommen.

Nach einem Interview der Klinik-Geschäftsführerin Mechthild Greive zu den Tarifforderungen der Ärzte gehen bei der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund die Wogen hoch. Dennoch ist nach Auskunft des Klinikums eine Notdienstvereinbarung geschlossen worden, die den Belangen der Patienten Rechnung trägt.

Wichtige Stationen werden nicht bestreikt

„Gänzlich von Streikmaßnahmen ausgenommen” sind demnach die Zentrale Notaufnahmen, Kinderklinik und Kinderchirurgie, Geburtshilfe und Intensivstationen sowie die Onkologie und Dialyse. „Wir gehen zur Zeit davon aus, dass am Montag sämtliche bereits geplanten Eingriffe und Behandlungen stattfinden”, so das Klinikum am Freitag.

Die Notaufnahme des Klinikums Dortmund bleibt vom Streik am Montag ausgenommen - wie eine Hand voll anderer Stationen auch. Foto: Vossgraff/WAZ-Fotopool

„Mechthild Greive will das Ansehen der Ärzteschaft beschädigen!”, zürnt Prof. Dr. Ingo Flenker, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes NRW. „Die von Mechthild Greive in die Medien gebrachten angeblichen Gehaltssteigerungen für kommunale Klinikärzte von 7,6 Prozent und mehr stehen leider in völligem Gegensatz zum letzten Gesprächsinhalt in der fünfmonatigen Tarifrunde mit den kommunalen Arbeitgebern”, sagt Flenker.

"Desinformation sollte Sozialneid schüren"

„Das ist eine bewusste Desinformation der Öffentlichkeit, um so in der breiten Bevölkerung puren Sozialneid zu schüren und das gute Ansehen der Ärzte zu beschädigen”, kritisiert er. Tatsächlich hätten die Arbeitgeber unmittelbar vor dem Abbruch der Tarifverhandlungen Anfang April nur Gehaltszuwächse von 1,7 Prozent ab Mai 2010 und von 1,2 Prozent ab 1. August 2011 ins Gespräch gebracht. „Angesichts des Verlaufs der Tarifverhandlungen ist deutlich geworden, dass es bei diesem Tarifkonflikt überhaupt nicht mehr um wirtschaftliche Fragen geht, sondern es sich nur um eine rein ideologische Auseinandersetzung handelt."

Nachdrücklich weist Prof. Flenker auch die von Mechthild Greive geschürten Ängste zurück: „Bei allen uns aufgezwungenen Streiks haben wir natürlich sorgsam im Auge, dass unsere Patienten niemals zu Schaden kommen. ”

Gerald Nill

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Kommentare
16.05.2010
16:26
Blockierter Kommentar.
von L Ron Hubbard Mikroinvasiv | #1

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