Streik
Ärzte bestreiken Klinikum und LWL-Klinik
17.05.2010 | 11:23 Uhr 2010-05-17T11:23:00+0200
Dortmund. Dortmunds Mediziner sind in den Ausstand getreten: Seit heute Morgen streiken die meisten Ärzte von Klinikum und LWL-Klinik für Psychiatrie. Die Patienten sollen darunter nicht leiden. Der Klinik-Betrieb läuft weiter wie sonst an einem Wochenende.
Statt zum Skalpell greifen die meisten der rund 450 Ärzte des Dortmunder Klinikums heute zum Streikplakat. Auch die Ärzte der LWL-Klinik für Psychiatrie in Aplerbeck sind in den Ausstand getreten. Die Fronten im Kampf um einen neuen Tarifvertrag für kommunale Kliniken sind verhärtet - die Mediziner wehren sich. Vor dem Eingang des Klinikums machen allerdings nur rund 40 Ärzte ihrem Ärger Luft. Die meisten anderen sind zur zentralen Kundgebung nach München gefahren.
Notdienstvereinbarung
Aber trotz des Unmutes über Klinik-Chefin Mechthild Greive hatten Klinik und Ärztevereinigung Marburger Bund schon Ende vergangener Woche eine Notdienstvereinbarung geschlossen. Danach sind wichtige Bereiche vom Streik ausgenommen - nämlich Notaufnahmen, Kinderklinik, Kinderchirurgie, Geburtshilfe, Intensivstationen, Onkologie und Dialyse.
In allen anderen Bereichen wird auf jeden Fall die Behandlung von Notfällen wie Unfällen oder Herzinfarkte sichergestellt. Auch bereits geplante Eingriffe und Behandlungen sollen stattfinden, da nach der Notdienstvereinbarung bereits aufgenommene Patienten unverändert behandelt werden. Ansonsten läuft der Klinikbetrieb weiter wie an einem Wochenende.
23:36
Die Ärzte sollten sich freuen, das sie noch an einem kommunalen Krankenhaus beschäftigt sind.
Wenn das Klinikum Dortmund demnächst privatisiert wird, werden sie noch weniger verdienen.