"Adlerauge" kontrolliert den Zustand von Dortmunds Straßen

Schlaglöcher in Dortmunds Straßen
Schlaglöcher in Dortmunds Straßen
Was wir bereits wissen
Die Stadt Dortmund erfasst den Zustand ihrer Straßen. Dazu kommt ein futuristisch aussehendes Fahrzeug mit einer Spezialkamera zum Einsatz.

Hombruch.. Bei manchen Anwohnern werden vielleicht Erinnerungen an Google-Street-View wach: Doch das mit Kameras bestückte Fahrzeug mit dem Namen "Eagle Eye" (Adlerauge), das bald durch Dortmund-Hombruch rollen wird, hat allein den Straßenuntergrund im Visier. Wir erklären, warum das städtische Tiefbauamt technisch aufrüstet.

Die Stadt ist gehalten, alle fünf Jahre den Zustand der Straßen detailliert zu erfassen. Bislang sind städtische Straßenkontrolleure zu Fuß unterwegs und erfassen den Zustand der Straßen auf DIN A 4-Bögen. Das sind rund 19.000 Blatt Papier. Die Ergebnisse werden dann per Hand in die städtische Datenbank übertragen.

Straßenuntergrund zentimetergenau erfassen

Das Spezialfahrzeug der Berliner Technologiefirma "eagle eye technologies" soll den Straßenuntergrund zentimetergenau erfassen - mit zwölf Kameras, Sensoren, einem Hochleistungsscanner und zwei GPS-Empfängern, die auf einer aufwendigen Dachkonstruktion installiert sind. Erfasst wird dabei der Straßenraum, einschließlich der Verkehrszeichen, Ampeln und Laternen bis hin zu den Kanaldeckeln. Eben alles, was für die Bewertung des Straßenzustands wichtig ist. Gebäude oder Menschen am Rand der Straße spielen keine Rolle.

Gestartet wird mit einem Pilotprojekt im Stadtbezirk Hombruch. Hier wird das Fahrzeug etwa zwei Wochen unterwegs sein, um rund 200 Kilometer Straße zu erfassen. Die Daten werden dann ausgewertet. Die gesammelten Daten werden gründlich ausgewertet und fließen dann in das städtische Geoinformationssystem ein, das von verschiedenen Fachämtern - allen voran dem Tiefbauamt - genutzt wird.

Datenschutz ist laut Stadt gewährleistet

Alle Bilder und Daten bleiben bei der Stadt und werden nicht öffentlich gemacht. Die Stadt versichert, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Wenn der Test in Hombruch erfolgreich ist, soll der Straßenzustand in ganz Dortmund alle fünf Jahre mit der modernen Technik erfasst werden. Vorausgesetzt, die Politik stimmt zu.

Die Kosten für den Pilotversuch werden mit 49.000 Euro beziffert. Für eine Auswertung auf das gesamte Straßennetz der Stadt mit insgesamt 1800 Kilometern gibt es bislang keine Angaben. Schätzungsweise dürften die Kosten bei etwa einer halben Million Euro liegen.