Abriss des "Horror-Hauses" verzögert sich
18.02.2010 | 07:15 Uhr 2010-02-18T07:15:00+0100
Dortmund. Eigentlich schien alles klar zu sein mit dem Abriss. Doch nun bremst die Haushaltskrise die Abwicklung des so genannten „Horror-Hauses” an der Kielstraße in der Nordstadt aus. Städtische Gelder sind blockiert.
Eigentlich schien alles klar zu sein mit dem Hochhaus an der Kielstraße 26. Die Geister-Immobilie, die es unter dem wenig schmeichelhaften Namen „Horror-Haus” über die Stadtgrenzen hinaus zu trauriger Berühmtheit gebracht hat, sollte spätestens 2012 dem Erdboden gleich gemacht werden - das Ende einer schier unendlich wirkenden Leidensgeschichte vor allem für die Nachbarschaft. Die 102 Wohnungen stehen seit einer Ewigkeit leer. Der letzte Mieter wurde vor über sieben Jahren zwangsgeräumt. Versuche, einen Investor für das 18 Stockwerke hohe Gebäude zu finden, scheiterten kläglich an der verworrenen Eigentümerstruktur.
Seit Jahren also ragt der Wohnturm wie ein Mahnmal in den Nordstadt-Himmel, verstellt den umliegenden Bewohnern nicht nur die Aussicht, sondern schmälert auch den Wert der Nachbarimmobilien. Ein städtebaulicher Schandfleck, für den es nach übereinstimmender Auffassung aller Beteiligten nur noch eine Lösung gibt: Weg mit Schaden.
Nach akribischer Detektivarbeit konnte die Stadt tatsächlich die Besitzverhältnisse aller Wohnungen klären. Als nächster Schritt müsste es darum gehen, „ins Eigentum zu kommen”, wie es Planungsamtschef Ludger Wilde formuliert. Doch nun gerät das Projekt erneut ins Stocken und könnte ein weiteres Opfer der städtischen Finanzkrise werden. Denn um die Abrissbirne endgültig in Schwung setzen zu können, muss die Stadt in die eigene Tasche greifen. Dazu dürfte es wegen der ungeklärten Haushaltssituation 2010 vorerst nicht kommen.
Rund 580 000 Euro Fördergelder aus dem Topf für Stadtumbau sind bereits geflossen, die letzte Tranche im Sommer 2009. Davon hat die Stadt Machbarkeitsstudien erstellt, aufgezeigt, wie der Rückbau einer so großen Immobilie ablaufen könnte, und die insgesamt 42 Eigentümer der Wohnungen aufgespürt - immer mit einem Eigenanteil von 20 Prozent. Die müssten auch wieder zugeschossen werden, um den Ankauf der Wohnungen zu regeln. Wilde: „Das kann nur ein externes Büro. Doch den Auftrag können wir wegen der Finanzlage der Stadt derzeit nicht vergeben.”
Also heißt es wieder warten. Immerhin: Sollte das Geld eines Tages fließen, ist das weitere Schicksal des „Horror-Hauses” vorgezeichnet. Zwei mögliche Lösungen gibt es: Das Hochhaus aus den 1960er Jahren könnte Geschoss für Geschoss abgetragen werden. Ein mühsames Unterfangen. Favorisiert wird daher die Sprengung des Gebäudes. Ein Problem wegen der umliegenden Häuser sieht Ludger Wilde dabei nicht und verweist auf die gelungene Sprengung der Volkswohl Bund-Zentrale am dicht bebauten Südwall.
Ein Trost für alle Anwohner der Kielstraße 26: Ist das „Horror-Haus” erst verschwunden, soll das Grundstück nicht wieder bebaut, sondern zur öffentlichen Grünfläche werden.
11:03
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08:15
Die 580.000 Euro für Papierstudien sollte man den Verantwortlichen von ihrem pomadigen Gehalt abziehen, damit sie endlich mal spüren, was Verantwortung bedeutet.
Und bei der Sprengung sollte man diese Herrschaften in die 1.Reihe setzen, damit sie mal am eigenen Leib spüren, wie unangenehm es ist, wenn man eingenebelt wird.
13:58
So ist das wenn man nur alle drei Zeilen liest oder besser lesen will.
10:27
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08:31
580.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie, in der aufgezeigt wird, wie ein Haus abgerissen wird???
Kein Wunder, dass Dortmund so in den Miesen steht bei solch finanzieller Unfähigkeit der SPD-Verwaltung.
Zeit für einen Wechsel!