Straßen : Schnee und Blitzeis sorgen für Verkehrsprobleme

Dortmund. Die Rückkehr des Winters mit Schnee und Blitzeis hat am Dienstag und auch schon am Mittwoch auf Dortmunds Straßen und Autobahnen für schwierige bis chaotische Verkehrsbedingungen gesorgt. Gestern zählte die Polizei mehr als 250 Unfälle, meist Blechschäden. Heute sind es bereits mehr als 40
Während es am Mittwochmorgen im Bus- und Bahnverkehr bei geringen Verspätungen "normal" ablief, sind Dortmunds Straßen an vielen Stellen weiterhin glatt. Die Streufahrzeuge waren gestern und sind heute munter im Einsatz, das auftretende Blitzeis konnten auch sie nur allenfalls bekämpfen und nicht komplett verschwinden lassen. Die 800 km Hauptverkehrsstraßen Dortmunds seien aber dank Streusalz befahrbar, wobei vorsichtige Fahrweise angemahnt wird. Bis zum Mittag zählte Dortmunds Polizei bereits wieder mehr als 40 Unfälle auf schneebedeckten Straßen.
Einer der schlimmsten Unfälle ereignete sich am Dienstag um 15.35 Uhr auf der Rheinischen Straße, bei dem die Fahrerin schwer verletzt ins Krankenhaus kam. Die 26-jährige Hagenerin verlor in Höhe der dortigen Shell-Station auf der glatten Fahrbahn beim Spurenwechsel die Kontrolle über den Peugeot. Dieser prallte gegen einen Baum.
A2 voll gesperrt
Autobahnen wie die A2 in Richtung Hannover und Oberhausen mussten teilweise gesperrt werden. Dort kam es heute um 5.10 Uhr einmal in Höhe der Anschlussstelle Oelde sowie kurz nach der Anschlussstelle Hamm-Uentrop/Lippetal zu drei folgenschweren Verkehrsunfällen unter Beteiligung von mehreren Lkw. Ein Streufahrzeug der Autobahnmeisterei kippte bei Oelde in Richtung Hannover aus bisher unbekannter Ursache um. Der Fahrer der Räumfahrzeuges musste aus seinem Fahrzeug geborgen werden. Ein Rettungswagen brachte den Fahrer zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.
Auf der A2 in Richtung Oberhausen, kurz nach Anschlussstelle Hamm-Uentrop/Lippetal, kollidierten aus unbekannter Ursache zwei Lkw, wovon eines der beiden Fahrzeuge gegen die Mittelschutzplanke prallte. Auch hier musste eine Person mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Gleiches passierte kurz darauf, als ein Lkw-Zug kurz vor der Unfallstelle ins Schleudern kam.
Die Polizei schätzt den Sachschaden in allen drei Fällen auf circa 260.000 Euro. Die A2 in Richtung Hannover war zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Oelde bis 11 Uhr voll gesperrt.
Langer Stau auf A44
Gleich zwei Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Lkw ereigneten sich heute morgen zwischen 3.15 Uhr und 4.45 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Geseke. Ein Sattelzug prallte aus bisher unbekannter Ursache frontal in den Böschungsbereich des Anschlussstellenbereiches und drohte umzukippen. Der Fahrer musste durch die Feuerwehr mittels Drehleiter aus seinem Führerhaus geborgen werden. Er wurde mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Anschlussstelle Geseke musste während der Bergungs - und Rettungsarbeiten für mehrere Stunden gesperrt werden.
Gegen 4.45 Uhr prallten auf der A44 in Richtung Kassel, kurz nach der Anschlussstelle Geseke, ein Lkw und ein Pkw zusammen. Der Lkw durchbrach hierbei die Mittelschutzplanken, der Pkw prallte ebenfalls gegen die Mittelschutzplanken. Hierbei wurde einer der beteiligten Fahrzeugführer leicht verletzt. Für die Bergungs- und Rettungsarbeiten musste der linke Fahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt werden. Der Verkehr staute sich in Richtung Kassel bis auf fünf Kilometer zurück. Sachschaden etwa 50.000 Euro.
Auch die A1 war zwischen Ascheberg und Hamm-Bockum nach einem Lkw-Unfall bis 9 Uhr gesperrt. Dort hatte sich am frühen Morgen ein Lkw auf glatter Straße quergestellt. Ebenfalls gesperrt war die A 30 bei Löhne, weil zwei Lkw aufeinander gefahren gefahren waren. Das Fatale: Einer der Lastwagen hatte Bierfässer geladen, die sich auf der Autobahn verteilten.
Rekordverdächtige Unfallzahlen
Am Dienstag wurden nach der Mittagszeit in nur fünfeinhalb Stunden der Dortmunder Polizei etliche Unfälle auf Straßen und Autobahnen gemeldet. Bei den meisten Unfällen blieb es bei kleineren Blechschäden.
Auf dem Wall, der Hohe Straße oder der Straße Heiliger Weg ging nichts mehr. Dicht an dicht standen die Autos und trotz vorsichtiger Fahrweise kam es zu zahlreichen Auffahrunfällen. Unter anderem rutschte auf der Münsterstraße ein Auto ins Gleisbett der Straßenbahn.
Straßensperrungen
Der Tunnel der B 236 zwischen Dortmund und Schwerte musste am Morgen für eine Viertelstunde komplett gesperrt werden. Wie ein Techniker der Autobahnmeisterei Dortmund berichtete, entfernten Mitarbeiter einen rund einen Meter großen Eiszapfen.
Er war bei einer Routinekontrolle aufgefallen und hätte bösen Schaden anrichten können. Doch auch wer zu Fuß unterwegs war, musste aufpassen. Reihenweise schlitterten Fußgänger über zum Teil spiegelblanke Flächen auf Gehwegen und Straßen und fielen auf die Nase.




















