"Hippies" öffneten erstmals die Türen
Wie kreative Freiräume gestaltet und genutzt werden können, haben in der letzten Woche die Bewohner des vom Abriss bedrohten Hippie-Hauses in der Silberstraße gezeigt. ...
Bildende Kunst, Theater, Tanz und Party standen im Mittelpunkt der Kulturwoche. (Bild: Printz)
Foto: PRINTZ.NET
... Mit ihrer ersten Kulturwoche bot das Wohn-Kunst- und Kultur-Projekt dem Publikum eine bunte Mischung aus bildender Kunst, Tanz, Theater und Party. Abdel (32) hatte Dienstag wegen des Auftritts der Dortmunder HipHop-Combo Schrottboykott vorbeigeschaut und blieb in der Streetart-Ausstellung hängen. So sehr begeisterte ihn die Atmosphäre, dass er auch an den nächsten Tagen zurückkam: "Faszinierend, wie friedlich das hier abläuft. Punks, Skins und Studenten feiern miteinander." Selbst am Loveparade-Samstag gab es keinen Streit, obwohl es bei 500 Besuchern zu Wartezeiten kam.
Wie ein Lauffeuer sprach sich die Kulturwoche in der Szene herum, jeden Abend gab es ein volles Haus. Neben der täglich geöffneten Ausstellung fand auch ein Flohmarkt statt. Hier hatte Britta (22) aus Menden ihren Nepal-Stand des Nepra e.V., der Lepra-Kranke in Nepal unterstützt. Daneben nahm sie auch am Theaterworkshop teil: "Diese Woche hat mir ganz viele Erlebnisse beschert. Das Straßentheater am Donnerstag war krass, da bin ich richtig über meinen Schatten gesprungen." Neben Theater gab es DJ-, Didgeridoo- und Filz-Workshops sowie Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Migration, Klima und Freiraumgestaltung. Nach einem Liedermacher-Abend am Montag und Rock am Mittwoch hatten Reggae und Ska mit den Dortmundern I-sight und Offbeat Propeller am Freitag das letzte Wort. Ein rappelvolles Programm, das den 14 Projekt- und WG-Mitgliedern einiges abverlangte: "Vor 7 kommt man nicht ins Bett - ich bin kaputt. Aber die Leute geben einem Freude und Energie zurück", ist Dennis Grökes Fazit. Wie berichtet, soll das "Hippie-Haus" an der Silberstraße für das ECE-Einkaufszentrum weichen.



















