: Ausgezeichnetes Kunst-Design
Er sieht ersteinmal recht unscheinbar aus: Grau und innen größtenteils schwarz-weiß, vorne aber ein roter Kleks. Und doch hat das Designbüro "Labor B" mit dem Katalog für den Hartware MedienKunstVerein einen Designpreis gewonnen.
Übersichtlichkeit zahlt sich aus: Mit dem Kunstkatalog "Irational" gewann Labor B - und Björn Rüther freut sich. (Bild: Franz Luthe)
Foto: Franz Luthe
Björn Rüther durfte am letzten Wochenende nach Stockholm, zur Verleihung des "European Design Award". Jährlich küren Vertreter führender europäischer Designmagazine damit Kreative aus Europa in satten 40 Kategorien. "Es war ein bisschen wie bei der Oscar-Verleihung", erzählt Rüther, der bis zum Ruf auf die Bühne nicht wusste, ob das Dortmunder Designbüro gewinnen würde.
Jetzt aber steht der leuch-tendgraue Preis für den besten Ausstellungskatalog in der Güntherstraße. Die Aufgabe der Designer war es, die umfangreichen Informationen zur Schau über die Netz- und Medienkünstlergruppe "Irational" in Form zu bringen. Ihr Katalog ist fast eine Art Kompass, eine Navigationshilfe geworden: Er ist alphabetisiert, beigefügte Karteikarten geben etwa zeitliche Orientierung und auf einer Art Landkarte kann der Betrachter auf Panoramafotografien die Ausstellung nach-sehen.
Formal spannend
Die Jury lobte den klugen Katalog als formal spannend und der abstrakten Natur des Inhalts treu: Das Werk beweise "dass ein Künstlerkatalog auch mit wenigen Mitteln" realisiert werden könne.
Die vier Kreativen von "Labor B" - neben Rüther noch Thomas Wucherpfennig, Simon Busse und Sebastian Gröne - freuen sich über das Gütesiegel. Vor allem, da sie dem Hartware MedienKunstVerein besonders verbunden sind: Seit der Gründung ihres Designbüros 2003 durften sie schon diverse der Kunstkataloge gestalten - jüngst den zu "Waves". Und der nächste ist in Vorbereitung. www.laborb.com


















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