61-Jährige stirbt bei Wohnungsbrand in Lütgendortmunder Straße in Dortmund
10.02.2012 | 09:26 Uhr 2012-02-10T09:26:00+0100
Dortmund. Tödlicher Wohnhausbrand in der Lütgendortmunder Straße: Gegen 2 Uhr stand am Freitag eine Wohnung im ersten Obergeschoss in Flammen. Dortmunds Feuerwehr konnte die 61-jährige Eigentümerin nur noch tot bergen. Ein Mädchen (5 Jahre) und eine Frau (70) kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus.
Kurz nach 2 Uhr in der Nacht zu Freitag wurde Dortmunds Feuerwehr ein Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Lütgendortmunder Straße gemeldet. Als nur kurze Zeit später die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr vom Löschzuges 19 (Lütgendortmund) an der Einsatzstelle eintrafen, stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss in Flammen, es stieg dichter Rauch empor.
Die 61-jährige Eigentümerin wurde noch vermisst, während alle anderen Bewohner das Haus bereits verlassen hatten. Zwei Trupps unter Atemschutz drangen sofort über das Treppenhaus und über eine Drehleiter in die Wohnung ein. Dort konnte die Frau jedoch nur noch tot aufgefunden werden.
Der Brand war so intensiv, dass die Wohnungstür den Flammen nicht standhielt, durchbrannte und der giftige Rauch ungehindert in den Hausflur zog. Die zuvor aus dem Schlaf geweckten Bewohner des Sechsfamilienhauses wagten dennoch den Gang ins Freie. Ein Mädchen (5 Jahre alt) und eine Frau (70) mussten anschließend mit Rauchvergiftung in ein Krankenhaus transportiert werden. Die restlichen Personen blieben unverletzt und kamen vorübergehend auf der nahe gelegenen Polizeiwache unter.
Insgesamt 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst verhinderten eine weitere Ausbreitung des Sachschadens, dessen Höhe mit etwa 100.000 Euro angesichts des Verlustes eines Menschenlebens beinahe bedeutungslos ist, wie die Feuerwehr schrieb.
13:32
Schicksal.....
12:14
..nämlich der folgende Aufruf:
Leute schafft euch Rauchmelder an!
Ein Rauchmelder verschafft euch in der Regel bei einem Brand die überlebensnotwendige Zeit zur Eigenrettung und warnt zusätzlich andere (Haus-) Bewohner.
Rauchmelder mit VdS-Siegel gibt es bereits ab 5,- EUR.
10:50
Denn Fremdschämen und Fremdtrauer sind wichtige Eckpunkte, aber durch die angegebene Höhe des Sachschadens kann sich der geneigte Leser und oder im Umfeld die Information aufnehmende Person auch das darüber hinausgehende Leid der weiteren Betroffenen vorstellen.
Der Verlust eines "Nachbarn" und/oder "Freundes" mag hoch sein und unabhängig von seinem Stellenwert in der Gesellschaft nicht immer ausreichend bewertet werden, aber wenn dadurch auch noch weitere Menschen von heute auf morgen ihr Heim verlieren, weil es nicht mehr bewohnbar ist (Bausubstanz/Gebäudestruktur/Technische Anlagen für Wasserversorgung, Strom, Heizung und so weiter), dann geht das Leid über den Verlust weit, weit hinaus.
Also genau der richtige Mix für eine lokale Tageszeitung.
Ja eben, Sie haben ja recht, zumindest wenn es um Ruin geht.
Aber ich bin die Meldungen wirklich leid, wenn z.B. ein Mensch nach einem Unfall in Lebensgefahr schwebt und dann als Schlußsatz im Zeitungsbericht steht, dass der Sachschaden am Fahrzeug 250 und und am Jägerzaun 125 Euro beträgt. - Alles schon gelesen ...
10:18
Der WAZ-Artikel endet: "... Sachschaden, dessen Höhe mit etwa 100.000 Euro angesichts des Verlustes eines Menschenlebens beinahe bedeutungslos ist, wie die Feuerwehr schrieb."
Endlich, endlich einmal wird darauf hingewiesen, dass Sachschaden außer für die versicherung recht unerheblich ist, wenn Menschen zu Schaden kommen. Dank dem Feuerwehrmann und auch dem Redakteur, dieses einmal so zu formulieren.
Ich finde, dass die Zeit der Zeitungsmeldungen über Sachschäden bei Unfällen mit Menschenschäden eni für allemal zu Ende sein sollte: Solche Meldungen beleidigen nämlich die Opfer.