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Westspiel äußert sich...

60 Stellen stehen auf dem Spiel

25.06.2009 | 18:15 Uhr
60 Stellen stehen auf dem Spiel

Erstmals äußert sich die Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co. KG (kurz Westspiel) zu einem bevorstehenden Arbeitsplatzabbau im Casino Hohensyburg. In einer Pressemitteilung hieß es gestern, man wolle das Casino zukunftsfähig machen, was auch den Abbau von Arbeitsplätzen bedeute.

Zahlen hatte man nicht vermerkt, intern gehen die Betriebsräte indes davon aus, dass 60 der derzeit 255 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Darüber, wie eine sozialverträgliche Lösung aussehen könne, verhandele man gerade mit dem Betriebsrat. Bis August sollen die Entscheidungen gefallen sein.

„Das Blatt muss sich wenden”

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen (Glücksspielvertrag/Nichtraucherschutz) hätten sich negativ in Form eines Besucherückgangs und eines sinkenden Bruttospielertrages ausgewirkt. „Das Blatt muss sich wenden”, so Direktor Erik van den Berg, der das als „interessante und spannende Aufgabe sieht.” Interessant und spannend - das gilt sicherlich auch für viele Mitarbeiter. In der Vergangenheit gab es eine Menge Auseinandersetzungen der Betriebräte mit der Geschäftsführung. Zuletzt kritisierten die Personalvertreter die Erweiterung des Angebots um „1-Euro-Partys” einschließlich allerlei Ballermann-Schnickschnacks (WR berichtete).

Unternehmen ist bereit, in Standort zu investieren

Westspiel teilte gestern ferner mit, das Unternehmen stehe zum Standort Hohensyburg und sei bereit, in das Casino zu investieren. Marktbedingte Überkapazitäten müssten indes abgebaut werden.

Auch baulich stehen Veränderungen an, möglicherweise sollen die Bereiche klassisches Spiel und Automaten zusammengelegt werde, um zwei Rezeptionen zu einer zusammenzulegen. Genaueres wurde noch nicht bekannt.

„Eine Erneuerung bringt Chancen, neue Perspektiven und Möglichkeiten”, sagte Horst Jann, Geschäftsführer der Westspiel-Casinos. Die gelte es zu nutzen.

Dirk Berger

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Kommentare
10.07.2009
21:51
60 Stellen stehen auf dem Spiel
von runningvalentino | #1

Das Problem der Croupiers und des Casinos ist ganz schnell erklärt: In der Anfangsphase war der Zulauf ganz gewaltig , es wurde enorm gezockt und die Croupiers haben ausgesprochen gut verdient.
Dieser Verdienst ging zurück auf eine Beförderungsautomatik der Anfänger in den ersten 31/2 Jahren und einen extrem hohen Tronc. Durch eine zu erwartenden Beförderungsinflation und einen Besucherrückgang aufgrund eines gewissen Abnutzungseffektes zusammen mit der momentanen Krise ist es zu Gehaltseinbußen
bis hin zu Grundgehältern gekommen. Das ist bitter, aber wohl kaum zu ändern. Im Moment können allerdings die Gehälter bei der normalen arbeitenden Bevölkerung wohl kaum Mitleid erregen, Man möge doch einmal offenlegen , womit die Herren Saalchefs für das Bewachen des Baccaratisches entlohnt werden. Es gibt viele Arbeitnehmer, die diesen Job kalt lächelnd und gerne annehmen würden.

Ein großes Problem scheint überdies in der Geschäftsführung zu liegen , Führungskräfte vom Schlage derer von Hollenberg und Kaminski scheint es nicht mehr zu geben. Anders sind die niveaulosen Partygags zur Belebung des Geschäftes nicht zu erklären.

Bald heißt es Nichts geht mehr auf der Hohensyburg!

Die Befürchtungen der Mitarbeiter kann ich ohne Frage gut verstehen. Was sollen sie auch tun , wenn sie in ihrem Berufsleben nur eine mehr oder weniger ruhige Kugel gedreht und Jetons geschubst haben.?

runningvalentino

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