550 Arbeitslose fanden in der Thier-Galerie am Westenhellweg neuen Job
21.10.2011 | 16:16 Uhr 2011-10-21T16:16:00+0200
Dortmund. In der Thier-Galerie konnten rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Rund 550 davon konnten Arbeitslose antreten. 100 Stellen sind noch unbesetzt.
„Alle sind glücklich“ - auf den kurzen Nenner brachte Alexander Crüsemann, Center-Manager der Thier-Galerie, einen Erfolg, über den sich am Freitag auch die Chefs der Agentur für Arbeit und des Jobcenters freuten. Im Einkaufszentrum wurden rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Rund 550 davon konnten Arbeitslose antreten. 100 Stellen sind noch unbesetzt.
Generalstabsmäßig und ein ganzes Jahre lang wurde der Erfolg von der Dortmunder Arbeitsverwaltung organisiert. Die Agentur für Arbeit richtete das „jobquarThier“ ein und rollte mit dem Jobbus vors Haus. 29 000 Vermittlungsvorschläge wurden den Arbeitgebern gemacht. Allein 3000 Bewerber interessierten sich für einen Arbeitsplatz beim Textilanbieter Primark. 30 Händler nutzten das Angebot und führten insgesamt 70 Bewerbertage in der Agentur für Arbeit durch.
Über 200 Stellen konnten von Kunden des Jobcenters angetreten werden. Dass darunter viele Langzeitarbeitslose waren, freut Jobcenter-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers ganz besonders. Hinzu kommen etwa 200 arbeitslose Dortmunder und rund 150 Arbeitslose aus der Region, die über die Agentur für Arbeit vermittelt wurden.
Der Erfolg für den Dortmunder Arbeitsmarkt durch das am 15. September eröffnete Einkaufszentrum werde auch noch für den Monat Oktober in der Arbeitslosenstatistik ablesbar sein, so Stefan Kulozik, Leiter der Agentur für Arbeit. Die Ansiedlung der Thier-Galerie sei nicht nur eine Chance für den Arbeitsmarkt gewesen, sie sei auch gezielt und in enger Kooperation mit dem Center-Management und 120 der 160 Shop-Betreiber zum Erfolg geführt worden. Acht Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters waren vor Ort. Die IHK leistete mit zielgenauen Weiterbildungen Hilfe bei der Qualifizierung von Bewerbern.
Noch Jobs zu besetzen
Gute Resonanz fand die Werbung der Agentur für Arbeit im Netzwerk Facebook. Zwei Drittel der 123 000 Aufrufe der Internet-Präsentation kamen von 18- bis 34-Jährigen. Projektleiter Jürgen Koch: „Wir werden den Einsatz von Facebook bei anderen Projekten intensivieren.“ Man sei weiter Ansprechpartner, um weitere Stellen zu vermitteln,. so Detlef Janke-Erler vom Jobcenter. Aktuell sind noch viele Mini-Jobs im Verkauf und der Gastronomie zu besetzen.
Zahlen
Von den 1215 Arbeitsstellen, die Arbeitgeber im ECE-Center über die Agentur für Arbeit zu besetzen versuchten, waren 230 Mini-Jobs. Insgesamt arbeiten rund 1500 Beschäftigte in der Thier-Galerie. Nach Schätzungen werden rund 80 Prozent von ihnen sozialversicherungspflichtig in Voll-und Teilzeitstellen beschäftigt. 13 Ausbildungsplätze wurden geschaffen.
Das Center-Management rechnet im nahenden Weihnachtsgeschäft mit einer ganzen Reihe von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten.
11:10
Für mich ist es völlig unverständlich das nach 29.000!!! Vermittlungsvorschlägen immer noch so viele Stellen in der Thier-Galerie unbesetzt sind.
Woran liegt es?
An den angeblich arbeitsunwilligen Dortmundern oder doch eher an den unverschämten Gehalts- und Arbeitszeitvorstellungen der Arbeitgeber?
18:24
Das Center-Management rechnet im nahenden Weihnachtsgeschäft mit einer ganzen Reihe von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Das sagt doch alles und mehr ist dem auch nicht hinzuzufügen!
02:04
.und pressemedial jedesmal die trompeten von jericho geblasen , das bleibt hängen und wenn es noch so abgedroschen klingt......
22:22
Normalerweise hab ich keine Probleme mit Zahlen, aber bei diesem Jubelbericht schon.
Aus 29 000 Vermittlungsvorschlägen wurden also 550 Arbeitsverhältnisse?!
Macht also locker über 52 Bewerber pro Stelle?
Ist das jetzt gut oder schlecht?
09:42
Mich würde das Lohnniveau interessieren. Im Unterschied zum früheren Arbeitsminister Müntefering halte ich die Würde des Menschen nicht dadurch für hergestellt, dass er täglich acht Stunden fremdbestimmt tätig ist. Eher schon dadurch, dass seine Leistung gesellschaftlichen Nutzen hervorbringt - wie das Ehrenamt - oder mindestens so gut bezahlt wird, dass es wenigstens des Geldes wegen Sinn ergibt, 40 Stunden in der Woche Entfremdung und Ausbeutung zu ertragen.
07:25
Wie viele davon Minijobber und Teilzeit-Kräfte sind,die mit Hart IV aufstocken müssen,steht mal wieder nicht dabei.Hauptsache sie sind nicht mehr in der Arbeitslosen-Statistik.Alles nur Schönfärberei.
19:36
@#1:
Nennen Sie doch mal einige der Geschäftsschließungen!
17:42
Natürlich muss es Deutschland heissen.
17:41
Deuttschland ein Land Miesmacher und der neidischen Menschen!
17:02
Schon wieder so ein Jubelbericht. Werden wir demnächst auch genauso detailliert und regelmäßig darüber informiert, wieviele Neu-Arbeitslose es durch Geschäftsschließungen wegen der Eröffnung der Thier-Galerie gegeben hat?