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Verbrechen

45-Jähriger soll seinen Bekannten in Lünen erstochen haben

05.11.2012 | 09:40 Uhr
45-Jähriger soll seinen Bekannten in Lünen erstochen haben
Foto: Jochen Linz/PiLi

Lünen-Horstmar.   Anwohner haben in der Nacht zu Montag eine Leiche im Lüner Stadtteil Horstmar gefunden. Laut Polizei handelt es sich um einen 49 Jahre alten Polen, der offenbar erstochen wurde. Verdächtigt wird ein 45-jähriger Landsmann des Opfers. Er hat die Tat laut Polizei bereits gestanden.

Anwohner eines Mehrfamilienhauses an der Niederadender Straße machten in der Nacht zu Montag einen grausigen Fund. Sie entdeckten vor dem Haus gegen 2.20 Uhr die Leiche eines Mannes. Die Polizei nahm noch am selben Tag einen Verdächtigen fest, der im Laufe der Vernehmung die Tat einräumte. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragen. Bereits am Dienstag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 49 Jahre alten Mann aus Polen. Im Rahmen der Obduktion wurde „spitze Gewalt gegen den Hals des Getöteten“ festgestellt. Bei dem Tatwerkzeug handelt es sich – nach Angaben der Polizei – um ein handelsübliches Küchenmesser. Von der Mordkommission wurde ein 45 Jahre alter Landsmann und Bekannter des Opfers festgenommen. Eine Wohnung im Haus wurde versiegelt. Hintergrund der Tat war nach Erkenntnisse der Polizei eine Auseinandersetzung, bei der der Beschuldigte zunächst um Geld gebeten hatte, was das Opfer aber verweigerte. Der verbale Streit eskalierte und endete mit der letztlich tödlichen Stichverletzung.

Verbaler Streit zwischen  Opfer und Täter eskalierte

Phillip Magulski und Werner Hoffmeier wohnen in dem Mehrfamilienhaus in Horstmar. Sie haben beobachtet, dass noch am Montagmorgen ein Mann von der Polizei in Handschellen abgeführt worden sei. Sie erklären, dass er in dem Haus zwar übernachtet habe und sie ihn mehrfach gesehen hätten, er aber – ihres Wissens nach – kein Mieter im Haus sei.

Die beiden berichten auch davon, wie Kriminalbeamte am Morgen gelbe Kisten mit Gegenständen gefüllt und abtransportiert hätten, nummerierte Zettel seien aufgeklebt worden, um Spuren zu sichern. Außerdem seien viele Fotos gemacht worden.Über 20 Mietparteien leben in dem Haus, vor dem der Tote an den Mülltonnen gefunden wurde. Noch Stunden später zeigen Kreidespuren, wo der Leichnam gelegen hat.

Alle Anwohner des Hauses wurden gegen 6 Uhr morgens von der Kriminalpolizei geweckt. Es seien die Personalien aufgenommen worden, berichtet ein anderer Anwohner. Auch seien die Polizisten in die Wohnungen gegangen und hätten sich umgeschaut, berichtet ein Bewohner des Hauses, der namentlich nicht genannt werden möchte. Darüber überrascht, dass so etwas in dem Mehrfamilienhaus passiert ist, sei er nicht. „Hier gab es schon Messerstechereien, Schlägereien, hier ging es häufiger heftiger zur Sache“, erklärt er. Oft sei auch Alkohol im Spiel. Angaben zum Tatzeitpunkt kann die Staatsanwaltschaft derzeit noch nicht machen, „da insoweit die gerichtsmedizinischen Untersuchungen andauern“, teilt Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper mit. Die Ermittlungen laufen weiter.

Carmen Thomaschewski



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