40 Ehrenamtliche in Dortmund rund um die Uhr für Flüchtlinge im Einsatz
19.10.2012 | 18:53 Uhr 2012-10-19T18:53:00+0200
Dortmund. Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen haben ihre Arbeit in der Brügmann-Turnhalle beendet – um 21.25 Uhr schalteten sie am Donnerstagabend das Licht aus. Rechtzeitig zum Schulbeginn am Montag stehe die Halle wieder zur Verfügung, informierte gestern die Stadt. Seit vergangener Woche Dienstag standen durchgehend 40 ehrenamtliche Helfer der Hilfsorganisationen rund um die Uhr zur Verfügung, um die bis zu 220 Flüchtlinge in der Turnalle zu versorgen.
„Das geht nur mit einem qualifizierten Ehrenamt “, sagt Fred Weingardt, stv. Kreisgeschäftsführer beim DRK Dortmund. Nur wenn die Helfer über eine gute Grundausbildung verfügten und ihr Wissen im täglichen kommunalen Rettungsdienst sowie bei den Sanitätswachdiensten trainierten, seien sie in der Lage bei einem solch unerwarteten Einsatz mitzuarbeiten.
„Professionelle und hervorragende Leistung“
Im Einsatz waren die vier Dortmunder Hilfsorganisationen Arbeiter Samariter Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfall Hilfe und der Malteser Hilfsdienst sowie Helfer aus der Umgebung wie Unna oder Bochum. Neben der Berufsfeuerwehr, die die Leitung übernommen hatte, waren auch Helfer von der Freiwilligen Wehr vor Ort. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte das Technischen Hilfswerk.
Für die „professionelle und hervorragende Leistung“, bedankte sich gestern Stadträtin Waltraud Bonekamp bei allen ehrenamtlichen Helfern. Bonekamp leitet zurzeit den städtischen Krisenstab, der seit letzter Woche täglich tagte. Dankbar zeigte sich gestern auch Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann gegenüber den Helfern, die „eine wirksame Hilfe bei der Bewältigung dieser humanitären Notsituation leisten“.
Kapazitätsgrenze liegt bei 350
Da in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney gestern Morgen nur noch 145 Menschen waren, wurden die restlichen 87 Menschen aus Derne nach Hacheney gebracht. „Die Hauptschule steht nun leer für neu ankommende Flüchtlinge“, sagte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Dort sei für maximal 300 Menschen Platz.
In Hacheney werde zurzeit immer noch aufgeräumt. Dort greife nach wie vor der Aufnahmestopp, wenn die Kapazitätsgrenze von 350 Plätzen erreicht sei. Flüchtlinge aus der Loh-Grundschule werden am Sonntag nach Hacheney gebracht.
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