30 000 feiern Volksfest bei der See-Flutung
22.09.2010 | 18:23 Uhr 2010-09-22T18:23:00+0200
DortmundDer Countdown läuft: Bis zu 30 000 Besucher werden gleichzeitig miterleben können, wie Dortmunds „Binnenalster“, der Phoenix-See in Hörde, geflutet wird. Es wird, kurz gesagt, ein Volksfest.
Die Stadtwerke (DSW) bitten schon jetzt , vom Auto auf die Stadtbahnen und die kostenlosen Shuttle-Busse umzusteigen, die im Zehn-Minuten-Rhythmus vom Flughafen (Parkplatz P3) und vom Westfalenhallen-Parkplatz E abfahren. Die Faßstraße in Hörde wird von 13 bis 24 Uhr gesperrt. Gewarnt durch die Ereignisse bei der Love-Parade, haben die Stadtwerke ein umfangreiches Sicherheitskonzept (100 Sicherheitskräfte, 60 Sanitäter) erabeitet: Sobald 30 000 Besucher auf das Gelände geströmt sind, wird der Zugang an der Hörder Burg gesperrt, bis Luft herrscht. Um 13 Uhr werden die Tore geöffnet, um 15 Uhr startet das Volksfest mit den Dortmunder Philharmonikern und Georg Friedrich Händels „Wassermusik“.
Gegen 16.30 Uhr dann die Flutung der Baugrube , die von einem Feuerwekr umraht wird. Eine halbe Stunde später, gegen 17 Uhr, geht’s auf der Show-Bühne zur Sache: unter anderem mit Atze Schröder und der schottischen Sängerin Amy Macdonald, die gegen 20.30 Uhr auftritt. Wer will, kann sich den See aus der Vogelperspektive angucken - es warten Hubschrauber-Rundflüge.
Frischwasser marsch
Schon jetzt zeichnen sich die Konturen des Phoenix-Sees deutlich ab. Ab Freitag kommender Woche wird das Grund- und Niederschlagswasser, das den See schon jetzt füllt, mit Frischwasser aus der Ruhr ergänzt. Im Herbst 2011 soll der 24 Hektar große, 1,2 km breite und 320 Meter breite Phoenix-See fertig sein - gut möglich, dass dann das erste Segel gehisst wird.
Spätestens um 23 Uhr ist der Zauber vorbei: Sobald das letzte Fass geleert, die letzte Flasche Sekt getrunken ist, führen die Bautrupps wieder Regie auf dem 96 Hektar großen Gelände, auf dem bis 2001 Stahl geschmolzen wurde und das seit September 2005 in ein Wohn- und Freizeitgebiet umgewandelt wird. Bundespräsident Christian Wulff wird vielleicht drüber lesen - kommen wird er nicht. Ebensowenig wie NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die Plenumssitzung im Landtag hat. Sie schickt NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger zum „Jahrhundertprojekt.“
02:20
@ #28
Lesen Sie eigentlich das, was Andere zitieren? Da steht ausdrücklich, dass die Logistik sowieso schon auf eine Komplettierung in Ingelheim ausgerichtet ist. Und ob die Rohstoffe per LKW zum Hauert oder nach Phoenix kutschiert werden, spielt heute auch keine Rolle. Sagt Ihnen JIT was?
Logisch ist zunächst, dass der bisherige Standort nicht skaliert. Und logisch wäre es für eine Stadt wie Dortmund mit ihren supi Wirtschaftsförderern und Stadtplanern gewesen, gleich einen skalierbaren Standort auf Phoenix (oder eben gleich besser im Weißen Feld) schmackhaft zu machen, und sei es mit handfesten Argumenten.
Jetzt muss man evt. dabei zusehen, wie neue Arbeitsplätze statt hier in Ingelheim geschaffen werden. Sehr logisch...
00:30
@ 27 vaikl
Sehr logisch. Die Rohmaterialien, die Vorfertigung, das Zentrallager, die Logistik, die Verwaltung und die Sozialbereiche sind am Standort Technopark schon vorhanden. Wollen Sie als Anlagenplaner das doppelt errichten und vorhalten?
Kann es nicht doch sein,daß handfeste Gründe das Unternehmen zur Erweiterung der ursprünglichen Werksanalgen am vorhandenen Standort verleitet haben?
22:12
@ #26
Zumindest stammen meine Kenntnisse nicht wie Ihre noch aus dem 19. Jahrhundert. Die Respimat-Produktion wird in einer *neuen* Produktionsanlage erledigt.
Theoretisch und praktisch ist es denkbar, dass Boehringer eine Kapazitätserweiterung am Stammsitz Ingelheim vor-nimmt, wo auch die „Respimaten” mit den Medikamentenkartuschen komplettiert werden. (http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Weitere-Grossinvestition-denkbar-id2886514.html)
Es ist also völlig piep, wo solche *neuen* Anlagen errichtet werden.
21:59
@ 25 vaikl
Wieso übrigens Microparts lieber ein Landschafts-Schutzgebiet anknabbern durfte statt gleich aus Vernunftgründen nach Phoenix zu ziehen, bleibt das Geheimnis unserer Planungskünstler
Sie haben von Fabrikanlagenplanung offenbar so viel Ahnung wie die Kuh vom Sonntag. MicroParts wurde am Standort vergrößert, weil die übrigen Anlagen alle bereits im Technopark standen.
20:23
@ #24
Nein, das Weiße Feld war von Anfang an als Erweiterungsfläche für den TechnoPark geplant (schließlich war ich an den Erschließungsmaßnahmen für UUnet/Worldcom beteiligt und das ist bisher IMHO die einzige Firma, die aus dem TZ heraus mehr Platz brauchte). Die Bewerbung für den Medizin-Campus kam erst viel später und nach dem verlorenen Wettbewerb passierte garnix mehr.
Da liegen also mehrere Hektar bestens und teuer erschlossener Gewerbefläche direkt an der B1 brach, weil man die wenigen Interessenten für solche Flächen lieber gleich nach Phoenix schubst. Sonst sieht es da noch trostloser aus.
Wieso übrigens Microparts lieber ein Landschafts-Schutzgebiet anknabbern durfte statt gleich aus Vernunftgründen nach Phoenix zu ziehen, bleibt das Geheimnis unserer Planungskünstler.
Was derwesten da als Auftragsartikel berichtet hat, war das übliche Schönfärben zum 25Jährigen.
19:52
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/25-Jahre-Technozentrum-id2983979.html
Die 40 Hektar TZ-Fläche sind so gut wie aufgezehrt. Ein, zwei Ansiedlungen sollen im Westen noch in diesem Jahr kommen, dann sind die Reserven erschöpft.
19:47
@vaikl: Da verwechseln sie etwas, den Technologiepark mit dem Technologiezentrum.
Außerdem sind einzelne Büros für größere Unternehmen uninteressant, diese möchten Zusammenhängende Flächen. Oder meinen sie die AOK wäre in ein paar Büros im TP gezogen? Nein, diese brauchte die Fläche und diese hat sie an der Stadtkrone Ost gefunden, die eben thematisch für diese Aufgaben zugeordnet ist.
In Dortmund sind mehrere Technologiecluster verteilt, die bestimmten Branchen zugeordnet werden. Eine Sammlung an einer Stelle wäre sehr kontraproduktiv.
Das weiße Feld war übrigens kein Teil vom TP, sondern im Raumordnungskonzept der Stadt für andere Aufgaben verplant, ehemals Medizincampus. Der eigentliche Technologiepark ist wirklich voll.
18:11
@#12mirkuss
Man hätte auch einfach mal, anstatt wieder mal einzugreifen, der Natur den Raum lassen solle. Komme selber aus Hörde und ich fand es geil zu sehen, das wir mit einmal wieder Füchse und Mäusebussarde hatten. Aber dann müsten wir ja alles wieder so formen wie wir es gerne hätten. Seen wären sowieso wieder entstanden die waren auch schon vor Hoesch da (5 waren es)
17:08
@ #20
weil das Zentrum an der Uni die Kapazitätsgrenzen erreicht hat
Ach, deswegen hängen da so viele Schilder mit Büros zu vermieten? Und deswegen ist die TechnoPark-Erweiterungsfläche Im weißen Feld fast völlig frei? Interessant, so ein Tunnelblick...
16:56
@Benno: Einfach mal den Blick nach Westen richten, dort gibt es neben Phoenix-Ost (See), Phoenix-West, dass neue Technologiezentrum, weil das Zentrum an der Uni die Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Dieses sind alles hochqualifizierte Branchen, Dortmund ist die Stadt mit den meisten Firmengründungen in NRW.
@Amdo / Scherzkeks: Im Dortmunder Norden gibt es eine ähnliche Fläche wie Phoenix, die Westfalenhütte.
Anstatt der Aufwertung der Region (Nordstadt), wie/anstatt in Hörde, ist dort ein riesiger Logistikpark entstanden. Somit kann man die Kritik verstehen. Der Norden wird künstlich arm und unqualifiziert gehalten, wo hingegen die Südler sich untereinander fördern.
Die B1 gilt so fast schon als Grenze. Es gibt jetzt schon die gute Gartenstadt, südlich der B1 und die schlechte nördlich der B1.