25-Jähriger wird CDU-Chef in Dortmund
08.11.2009 | 14:45 Uhr 2009-11-08T14:45:00+0100Dortmund. Die Dortmunder CDU hat einen parteiinternen Rekord aufgestellt: Mit Steffen Kanitz hat sie ab sofort den nach eigenen Angaben jüngsten Kreisverbandsvorsitzenden in ganz Deutschland. Gerade mal 25 Jahre alt ist Kanitz und neigt eher zu Jamaika als zu Schwarz-Rot.
Die Dortmunder CDU unterzieht sich an der Spitze einer radikalen Verjüngungskur. Am Samstag wählten die Christdemokraten in der größten Ruhrgebietsstadt den 25-jährigen Steffen Kanitz zu ihrem Vorsitzenden.
Der gelernte Betriebswirt, der erst kürzlich sein Studium abschloss und jetzt beim Energieversorger Gelsenwasser arbeitet, ist damit der jüngste Chef eines CDU-Kreisverbandes in Deutschland. Kanitz setzte sich mit deutlicher Mehrheit gegen zwei Mitbewerber durch. Er löst Erich G. Fritz ab, der die Dortmunder CDU fast 25 Jahre geführt hat und nicht mehr kandidierte. Der 62-Jährige, nun Ehrenvorsitzender, will sich ganz auf sein Bundestagsmandat konzentrieren.
70 Prozent der Mitglieder über 50 Jahre
Steffen Kanitz, Vorsitzender der örtlichen Jungen Union und erst seit zwei Jahren im Parteivorstand, kündigte einen innerparteilichen Modernisierungsprozess an. Er übernimmt einen Kreisverband, dessen rund 2300 Mitglieder zu 70 Prozent über 50 Jahre alt sind. Außerdem leiden die Christdemokraten in der Herzkammer der Sozialdemokratie am chronischen Schmerz der Daueropposition.
Bei der Kommunalwahl im August blieb man mit knapp 29 Prozent unter den Erwartungen. Selbst die „Haushaltslügen”-Affäre der SPD konnte die Union nicht in Gewinne ummünzen.
Absage für Schwarz-Rot
Von Freizeit-Basketballer Kanitz erhofft sich die Partei nun zielsichere Korbwürfe und passgenaues Zuspiel. Er gilt als offen gegenüber neuen politischen Konstellationen, hält „Jamaika” mit der FDP und den Grünen für realistisch. Die CDU will er deutlicher in der Bevölkerung verankern. Einer von Teilen der Sozialdemokraten erhofften Zusammenarbeit mit der SPD im Dortmunder Stadtparlament erteilte er dagegen eine klare Absage. „Schwarz-Rot halte ich für falsch”, sagte er der WAZ.
Dass er als Youngster einem in Ehren ergrauten Kreisverband vorsteht, sei für ihn „kein Stück befremdlich”. Für seine Partei ist das jugendliche Alter ihres neuen Vorsitzenden offenbar ebenfalls kein Problem: Ausdrücklich unterstützt wurde Kanitz nämlich von der Senioren-Union.
18:22
@don
Nein, sie wählen die Linke. Die haben es nicht so mit der Wirtschaft.... :)
10:53
Die Dortmunder CDU hat mit der Wahl von Steffen Kanitz zum Parteivorsitzenden eine Mutige, aber sehr richtige Entscheidung getroffen. Er verkörpert sehr Glaubwürdig den längst überfälligen Generationswechsel an der Parteispitze. Er bringt frischen Wind und neue Ideen mit, um die CDU endlich auch in Dortmund zu Modernisieren. Seine Wahl zum Parteivorsitzenden zeigt aber auch, wie hauchdünn die Personaldecke der Dortmunder CDU momentan ist. Vielleicht gelingt es Steffen Kanitz ja, die Personaldecke mit neuen Leten zu verbreitern und die CDU in Dortmund zukunftsfähig zu machen.
Ein Generationswechsel wäre übrigens auch an der Parteispitze der SPD überfällig.
08:01
Oh my ... ein BWLer! Und dann noch so ein Unsympath. Ich konnte sein Gesicht schon nicht auf den Plakaten sehen, weil der wie ein typischer Schnösel aussieht ... und dann bekommt so einer noch einen Posten.
Und nein ich wähle sicher nicht SPD :-7
07:40
Grönemeyer revisited: Kinder an die Macht ...
00:29
Bravo CDU, Kanitz ist die richtige Wahl. Denke ich mal.
22:39
Als Dortmunder mit franz. Wurzeln hat man den Eindruck die Dortmunder CDU hat bei Mitterand abgeschaut, der Jugend eine Chance.
Wer der Jugend eine Chance gibt, sollte aber darauf achten, dass die Jugend auch über ein politisches Fundament verfügt.
20:07
Hey..25 Jahre Alt ?
Na dann hat er ja jetzt für den Rest seines Lebens ausgesorgt..
Der Job ist wie 2 Mal 6 Richtige + Zusatzzahl...
Hey Kleiner, haste dir schon deinen Dienst-BMW geordert ?
15:56
@politikistverlogen
Herr Kanitz ist mit Herrn Mißfelder nicht zu vergleichen. Während Herr Mißfelder die Politik zu seinem Beruf gemacht hat, betreibt Herr Kanitz diese als Hobby.
Ich halte auch nichts davon direkt von der Uni in den Land- oder Bundestag zu gehen. Aber genau dies tut Herr Kanitz ja auch nicht.
Wir sollten neben Herrn Mißfelder aber auch nicht dien Herrn Annen und Frau Nahles vergessen, die direkt von der Uni in den Bundestag aufgestiegen sind. Und Herr Annen hat es nicht mal geschafft sein Studium abzuschliessen....
12:11
Viel zu früh: Lasst diesen Mann doch ein paar Jahre richtig arbeiten. Wie soll er wissen, was in der Praxis los ist? Alle jungen Politiker müssten mindestens 5 Praxisjahre nachweisen. Von Mißfelders brauchen wir nicht noch mehr.
10:49
Bei unserer fiktiven Regierung fällt der Bengel auch nicht weiter auf!!