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Arbeitsmarktwetter

2013: Gegenwind auf Arbeitsmarkt

03.01.2013 | 17:22 Uhr
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Das 2013er Arbeitsmarktwetter: Der Rückenwind von 2011 ist lange abgeflaut. Der Gegenwind frischt auf.

Der Dezember verabschiedete sich auch auf dem Arbeitsmarkt dem Wetter gemäß: mild. Gegen den Landestrend konnte Dortmund das schwächere erste Halbjahr letztlich in der zweiten Jahreshälfte mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit auffangen. Astrid Neeses realistischer Blick aufs 2013er Arbeitsmarktwetter: Der Rückenwind von 2011 ist lange abgeflaut. Der Gegenwind frischt auf.

Saisonbedingte Kurzarbeit

36 370 Menschen erlebten den Jahreswechsel in der Arbeitslosigkeit – vier Prozent mehr als noch im Vorjahr. Und trotz Bewegung am Markt : Auch die Zahl der angebotenen Stellen ist rückläufig – sie liegt sogar 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für Dachdecker, garten-/Landschaftsbauer und auf dem Bau wird die Arbeit jetzt saisonbedingt knapper – 15 Betriebe mit insgesamt 110 Mitarbeitern haben Kurzarbeit angemeldet. Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld ist von aktuell von 45 Betrieben mit insgesamt rund 650 Mitarbeitern angezeigt. Auch das bewertet Arbeitsagenturchefin Astrid Neese noch nicht als auffällig. Allerdings: Der Blick zu den Nachbarn zeige eine zunehmende Tendenz. Sprich: Die Aufträge bleiben aus, die Verunsicherung ob der Eurokrise macht vor den Unternehmen nicht Halt.

Neese: „Der Konjunkturmotor 2012 hat an Schubkraft verloren“. Das trifft auf dem Arbeitsmarkt diesmal vor allem Jugendliche und junge Erwachsene: Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in der Altersgruppe bis 25 Jahre stieg um satte 12,9 Prozent. Auf Schrumpfkurs ist dagegen die Zahl der Zeitarbeiter – ein weiteres Indiz dafür, dass die Betriebe ihren mitarbeiterstamm eher nicht ausweiten. 2,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren 2012 in der Zeitarbeit gelistet; im Vorjahr waren es in Dortmund noch vier Prozent gewesen.

Während sich die Unternehmen zurzeit zurückhalten, verstärkt die Arbeitsagentur ihre Bemühungen um arbeitslose Menschen. 2012 wurden in Dortmund immerhin rund 20 Millionen Euro an Mitteln eingesetzt und auch 2013 rechnet Neese mit einem „Budget, das Spielräume bietet“. Spielraum zum Beispiel für die Weiterbildung. Der Branchenmix in Dortmund federe zwar den harten Fall auf dem Arbeitsmarkt noch ab; „trotzdem fehlen uns die sogenannten Blaumann-Arbeitsplätze“. Gerade mit Blick auf die Langzeitarbeitslosen werde die Agentur also weiter auf Qualifizierung setzen. „Je intensiver die betreuung ist, desto besser sind die Chancen“, haben die Arbeitsvermittler erkannt. Sie nehmen die Langzeitarbeitslosen – 2012 waren das im Schnitt 17 268 – unter ihre Fittiche. Ein 15-köpfiges Team aus erfahrenen Beratern wird installiert, um sich speziell um die Weitervermittlung dieses Personenkreises zu kümmern.

Während hier aufgestockt wird, muss anderswo eingespart werden: Zum geplanten Personalabbau bis 2015 bei der Agentur selber liegen allerdings noch keine verlässlichen Zahlen vor.

Von Anja Schröder

Kommentare
05.01.2013
12:33
2013: Gegenwind auf Arbeitsmarkt
von xxyz | #1

Ich vermissen bei den bildhaften Beschreibungen im Artikel die harten Fakten in einer Tabelle inkl. der Werte der Vorjahre mit einem Vergleich der Umgebung und vielleicht auch anderer Regionen.

So ist es sehr schwer ein eigenes Bild zu erhalten.

Was bringen denn die Arbeitsmarkinitiativen des Arbeitsamtes? Aktuell steht Dortmund doch trotz der vielen Maßnahmen im bundesweiten Vergleich schlecht da. Haben die Maßnahmen etwas gebracht, abgesehen von kurzfristigen Schein-Effekten auf die Statistik?

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