Das aktuelle Wetter Dortmund 21°C
Techno

20.000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht

07.10.2012 | 15:08 Uhr
Syndicate Festival in den Westfalenhallen.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Bei der Syndicate in der Westfalenhalle tanzten 20.000 Menschen zu stahlharten Techno-Sounds bis in die Morgenstunden. Schon seit 2007 kommen jedes Jahr mehr Techno-Fans nach Dortmund, um die selbsternannten Botschafter des Hardstyle-Techno zu feiern.

Härter geht es nicht! Die Techno-Party Syndicate beschallte am Samstagabend etwa 20.000 tanzwütige Besucher mit elektronischen Bässen.

Schon seit 2007 kommen jedes Jahr mehr Techno-Fans nach Dortmund. An diesem Wochenende erweiterte die Syndicate sogar noch ihr Programm. Von vier Bühnen knallte der Sound auf die Besucher.

Die selbsternannten Botschafter des Hardstyle-Techno können sich unter den monströsen Installationen feiern lassen, als seien sie die Heilsbringer einer ganzen Generation. Immer wieder schießen zu den schnellen Rhythmen die Hände und Arme in die Luft. Beine fliegen umher, als wollten sie sich vom dazugehörigen Körper lösen.

Um die Bühne schweben Satelliten

In Halle eins strahlen zwei Dutzend Bildschirme hinter den DJs auf die Gäste. Die Artists wirken klein, fast verloren. Auf den Bildschirmen rotieren derweil die Zahnräder, die Kolben pumpen. Ein Maschinenraum, der in den Orbit zu jagen scheint: Um die Bühne schweben nicht nur einige große, glänzende Satelliten, sondern auch drei Monde.

Syndicate in Dortmund

„Wir sind zum dritten Mal hier“, erzählte Lennart. Er war mit zwei Freunden aus den Niederlanden angereist. „Es ist jedes Jahr super.“ Er trägt eine schwarze Hose, die an den Beinen sehr weit geschnitten ist. Er hat sein langes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden, doch auf der linken Schädelhälfte ist es abrasiert. Seine Freundin trägt ein gelbes Piercing zwischen den Augen. Es leuchtet im Dunkel der Tanzfläche. „Es wird Zeit, dass wir ans Tanzen kommen“, ruft Lennart noch, dann verschwindet er in den Massen.

Es herrscht viel Trubel. Zwischen den vier Bühnen ist ständiger Verkehr. In Halle zwei dröhnt der Bass so laut, dass er sogar die Haare auf den Armen tanzen lässt. So wie Lennart und seine Freundin sind viele Techno-Fans verkleidet oder aufreizend angezogen.

Masken wie aus Horrofilmen

Eine Gruppe Mädchen trägt knappe pinke Röcke, einige Männer haben sich die Shirts ausgezogen und sind oberkörperfrei. Andere wiederum tragen Masken wie aus Horrorfilmen, immer wieder leuchten auch die Augen der Menschen in unheimlichen Neonfarben: gefärbte Kontaktlinsen.

Die Musik-Acts sind dunkel, sie wollen klingen wie die Maschinen, die auch auf den Bildschirmen zu sehen sind. Dieser Industrie-Techno muss hart sein, wie Stahl auf Stahl. Auch die Ansagen für die Künstler wirken wie aus einem apokalyptischen Film. Nur, wenn einer der DJs ruft „Und jetzt alle mitsingen“, wirkt das unfreiwillig komisch.

Der Gesang geht ohnehin im Wummern der Bässe unter. Der Rest ist zappeln, rocken, tanzen - und zwar bis Sonnenaufgang. Nach sieben Uhr am Sonntagmorgen schleichen die Letzten erschöpft aus den Hallen.

Oliver Körting



Kommentare
08.10.2012
10:01
20 000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von PeterHahn | #2

shayne tritt mal wieder als vom Leben gelangweilter Oberlehrer auf, der sich bemüßigt fühlt, andere ob ihrer Orthographie niederzumachen.

Dann aber auch das Wahlrecht für Menschen mit IQ unter 100 abschaffen!

Manche Leute sind einfach nur zum Kotzen.

2 Antworten
20.000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von shayne | #2-1

...fällt nur immer wieder auf, das genau die Experten, die zusammenhanglosen Kram posten, in dem sie sich auch noch abfällig über Andere (in dem Falle die Rave-Besucher) äußern, dies meistens ohne Beachtung (oder Kenntnis??) der nötigsten Rechtschreibregeln tun...

Und JA! Für ein Wahlrecht ab einem IQ von 100 bin ich sowieso!! ...oder zumindest testen, ob ein solcher Wähler überhaupt lesen und schreiben kann! ...wer seine Informationen nur aus Frauentausch oder Bauer-sucht-Frau bezieht, sollte nämlich tatsächlich besser bei der politischen Ausrichtung dieses Landes NICHT mitbestimmen dürfen!

20.000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von PeterHahn | #2-2

O.K., dann sind wir einer Meinung.
Aber auch Dummies haben das Recht, ihre - wenn auch nicht genehme und zudem schwer lesbare - Meinung kund zu tun.
Ich bin stolz auf unsere Demokratie, allerdings versuchen unsere Angestellten (die Politiker), diese gerade auszuhebeln ...

08.10.2012
08:07
20 000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von reesinho | #1

Wen man sich die Bilder ansieht sagt das schon sehr viel über das Publikum aus und wieso dürfen die in der Halle rauchen und ich bald in meiner Kneipe nicht mehr?

3 Antworten
20 000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von shayne | #1-1

Genau! Denn da sind ja gerade mal 10 Gäste zu sehen! (...und die Hälfte nur von hinten!) Die, die man sieht, könnten auch genauso gut beim Wendler fotografiert worden sein! ...sehr aussagekräftig!

Und zu der genauso schlauen Frage: Einfach mal ins Gesetz gucken!!!

...und vielleicht mal in der VHS einen Kurs für Syntax und Interpunktion buchen!


Shayne!
von Stefan2 | #1-2

Auch Menschen, die nicht perfekt in Rechtschreibung und Satzbau sind, können eine Meinung haben und sollten sie hier äußern können.

20.000 feiern Syndicate in Dortmund - Härter geht es nicht
von Dr.Noetigenfalls | #1-3

Was ist das denn hier für ein Kommentar-Kindergarten???

Aus dem Ressort
Neuer Aussichts-Förderturm an der A40 ist fertig
Raststätte
An Dortmunds westlichem Eingangstor begrüßt seit kurzem ein neuer Förderturm die Autofahrer auf der A40. Das 16 Meter hohe Bauwerk wird das Aushängeschild der Raststätte "Beverbach", die auf dem ehemaligen Parkplatz Somborn entsteht. Sie soll noch diesen Monat eröffnen — und einzigartig sein.
Neuer Aussichts-Förderturm an der A40 ist fertig
Raststätte eröffnet noch...
An Dortmunds westlichem Eingangstor begrüßt seit kurzem ein neuer Förderturm die Autofahrer auf der A40. Das 16 Meter hohe Bauwerk wird das Aushängeschild der Raststätte "Beverbach", die auf dem ehemaligen Parkplatz Somborn entsteht. Sie soll noch diesen Monat eröffnen.
Sicherungsverwahrung für rückfälligen Vergewaltiger
Prozess
Nur 20 Tage war er nach fünfeinhalb Jahren Haft wegen Vergewaltigung in Freiheit, da fiel der 30-jährige Dortmunder erneut über eine Frau her. Für diese Tat verurteilte ihn das Landgericht Dortmund am Mittwoch zu acht Jahren Haft und ordnete gleichzeitig die anschließende Sicherungsverwahrung an.
Räuber schleift 73-Jährige hinter sich her
Vor dem FZW gefasst
Kuriose Geschichte im Unionviertel: Ein Räuber hat am Dienstagnachmittag versucht, einer 73-Jährigen die Handtasche zu stehlen. Ein Bundespolizist außer Dienst eilte der Frau zur Hilfe, der Täter flüchtete - direkt in die Arme eines Sicherheitsangestellten des FZW.
Feuerwehr rückte zu Brand in der Nordstadt aus
Clausthaler Straße
In einer Wohnung an der Clausthaler Straße in der Nordstadt hat es am Mittwochmorgen gebrannt. Rauch drang gegen 7 Uhr aus den Räumen im vierten Stock. Die Feuerwehr vermutete, dass noch Menschen in der Wohnung waren.
Fotos und Videos
Familientag in Huckarde
Bildgalerie
Fotostrecke
Dortmunds hässlichste Kaffeetassen
Bildgalerie
Fotostrecke
Verfall im Schrebergarten
Bildgalerie
Lost Place