20 000 Euro Kosten nach Irrfahrt in Dortmunder U-Bahn-Tunnel

So blieb der Fröndenberger mit seinem Ford vor dem Bahnsteig stehen. Die U42 konnte erst nach der fünfstündigen Bergung wieder Richtung Stadtmitte fahren.
So blieb der Fröndenberger mit seinem Ford vor dem Bahnsteig stehen. Die U42 konnte erst nach der fünfstündigen Bergung wieder Richtung Stadtmitte fahren.
Foto: Julia Roosen
Was wir bereits wissen
20 000 Euro für 800 Meter: Die kurze Irrfahrt muss der Autofahrer, der in einen Dortmunder U-Bahn-Tunnel gefahren war, teuer bezahlen.

Dortmund.. Vor gut zwei Monaten machte ein Bild von einem Auto im Dortmunder U-Bahn-Tunnel die Runde. Ein Mann war mit seinem Ford ganze 800 Meter auf den Gleisen gefahren. Jetzt steht fest, dass es für den Fahrer teuer wird.

Polizei Zunächst war der Schaden auf rund 3000 Euro geschätzt worden, jetzt korrigierten die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) als Betreiber der Stadtbahn die Zahl nach oben: 20.000 Euro wird der Irrfahrer berappen müssen.

"Wir hatten kleinere Schäden an den Gleisanlagen, aber ein Großteil der Summe ist durch die Bergung des Wagens und die zusätzlichen Personalkosten entstanden", so DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth.

Die Schienen waren rund fünf Stunden gesperrt. Glück für den Fahrer: Zahlen wird die Kosten wohl die Haftpflichtversicherung des 31-Jährigen, der nach seinem holprigen Ausflug allerdings seinen Führerschein abgeben musste.

"Schilder sind ausreichend"

Der Mann aus Fröndenberg hatte Ende Februar eine Kreuzung passiert und dabei übersehen, dass eine Ausfahrt im Bereich der Deutsch-Luxemburger-Straße in Dortmund nur Schienenfahrzeugen galt. Seine Irrfahrt endete an der Haltestelle "Barop Parkhaus". Zu Schaden kam dabei niemand.

Noch deutlichere Hinweisschilder an der Mündung des Tunnels hält Heydenbluth für unnötig. "Wir haben das besprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Einfahrt deutlich gekennzeichnet ist", glaubt sie. "Ein Schild mehr oder weniger hätte ihn im Februar vermutlich auch nicht aufgehalten."