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17,4 Millionen an Schäden durch Flut

29.09.2008 | 20:25 Uhr

Die schwere Regenkatastrophe vom 26. Juli dieses Jahres hat in Dortmund einen Schaden von 17,45 Millionen Euro angerichtet. ...

Innerhalb weniger Stunden liefen Keller und Wohnungen voll: Dieses Foto wurde in Mengede von einem Polizei-Hubschrauber nach den Niederschlägen am 26 Juli gemacht. (Foto: Polizei)

... Das teilte gestern die Stadtverwaltung Dortmund mit, die einen Antrag auf Finanzhilfe für Flutopfer an das Innenministerium des Landes gerichtet hat. An dem warmen Sommersamstag im Juli waren bei wolkenbruchartigen Niederschlägen bis zu 201 Liter Wasser pro Quadratmeter vor allem in Marten und Dorstfeld niedergegangen. Roßbach und Emscher entwickelten sich zu reißenden Flüssen, die über ihre Ufer traten. Am Oespeler Bach fielen die Pumpen der Emschergenossenschaft aus. Innerhalb kürzester Zeit liefen Hunderte von Kellern und Häuser voll.

Die Stadt stiftete als Soforthilfe 500 000 Euro, die Emschergenossenschaft legte 250 000 Euro hinzu. Doch schnell war klar, dass das weniger als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sein würde. Mehrere tausend Autos waren durch Tennisball große Hagelkörner demoliert worden. Zahlreiche Wohnungen und Häuser waren unbewohnbar geworden.

Beim kommunalen Müll-entsorger EDG schafften 60 Mitarbeiter in einem Gewaltakt von 4900 Stunden 1700 Tonnen Abfall und Sperrmüll sowie 12 Tonnen Elektrogeräte weg. Alleine 250 Kühlschränke mussten auf den Schrott.

Obwohl über 700 Haushalte betroffen waren, erlitten sie bei Weitem nicht die größten Schäden. Die Stadt kommt nach mehrwöchiger Untersuchung auf zwei Millionen Euro. Kaum jemand war versichert. Die höchsten Schäden entstanden an wissenschaftlichen Einrichtungen. Insgesamt 11 Millionen Euro. So wurde beispielsweise im Max-Plack-Instituts des Technologie-Zentrums ein mehrere Millionen teures Laser-Mikroskop zerstört, das im Keller stand.

Schäden an gewerblichen Betrieben entstanden in einer Höhe von 950 000 Euro. Die Stadt selbst verzeichnet Schäden an öffentlichen Einrichtungen (Parkanlagen usw.) und Gebäuden in einer Größenordnung von 3,5 Millionen.

Was das Land ersetzt, weiß zur Zeit niemand. Der Landtag hatte sich bei einer Sitzung für eine schnelle und unbürokratische Hilfe ausgesprochen. In einem Pressebericht heißt es, die Stadt hoffe "auf baldige Zuweisung in einem realistischen Umfang".

Möglicherweise hat derJahrhundertregen noch ein ganz anderes Nachspiel. Betroffene aus Marten geben der Emschergenossenschaft eine Teilschuld. Sie erwägen eine Klage. Zunächst soll aber erst einmal ein Gutachter beauftragt werden.

Von Konrad Harmelink

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