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16 000 besuchten das micro!festival

17.08.2009 | 11:44 Uhr
16 000 besuchten das micro!festival

Dortmund. Am Wochenende zählte das dreitägige 16. micro!festival auf dem Friedensplatz zu den Publikumsmagneten in der Stadt. „Schon Freitagabend tanzten 8000 zu den Ska-Rhythmen von „Riserva Moac”. „Das gute Wetter hat dem Festival viel Zuspruch beschert", sagt Claudia Kokoschka vom Kulturbüro.

Aber nicht nur die Abende waren gut besucht, auch die Nachmittagsvorstellungen hatten großen Zulauf. So standen am Samstag die Leute auf den Zehenspitzen, um einen Blick auf die Jonglierkünste und Messerwurfübungen des „Wall Street Theatre” zu ansteckend gutgelauntem „britischem” Humor zu erhaschen.

Dass sich das micro!festival auch neben dem Lichterfest oder dem Weinfest am Europabrunnen behaupten kann, ist auf die hochklassigen Acts zurückzuführen. Viel Arbeit steckt das Kulturbüro besonders in die Auswahl der Straßentheater. Michael Hoppe besucht jedes Jahr die Freiburger Kulturbörse: „Da hat man dann alle Veranstalter beisammen, über die Jahre hat sich ein Netzwerk entwickelt.”

Schnell noch ein halbes Schlagzeug besorgt

Doch auch das schützt bei einem internationalen Fest nicht vor Kommunikationspannen: „In der Schweiz werden Schlagzeuge immer komplett bereitgestellt, in Deutschland nur die Basis. Becken und alles andere bringen die Musiker mit.” Deshalb stand „King Cobra” Samstag noch eine Stunde vor ihrem Auftritt mit nur halbem Schlagzeug da. Der Festivalleitung gelang es, den Rest noch rechtzeitig zu beschaffen.

Zum Glück, denn der mitreißende Mandike-Gesang-Funk-Rock-Mix der musikalischen Grenzgänger aus Gambia und der Schweiz war für die 10 000 das Highlight des Abends, bevor „Artristras” aus Spanien mit Modern Dance und überlebensgroßen Puppen mit der Geschichte der Öffnung der Büchse der Pandora für einen ruhigen Ausklang eines auch kulinarisch gelungenen Abends sorgten - denn auch internationale Küche gehört zum micro!festival. Am Freitagabend war der thailändische Stand komplett ausverkauft und der spanische feierte Samstagnacht eine spontane Belegschaftsparty auf Grund der guten Umsätze, während etwa 200 Zuschauer und Künstler bei der After-Show-Party des Funkhaus Europa im domicil weiterfeierten.

„Die Party fand erstmalig statt, aber wir werden uns bemühen, auch das zum festen Bestandteil des Festivals zu machen", blickt Kokoschka schon in die Zukunft, noch bevor am Sonntag „MozuluArt” mit ihrer Mischung aus afrikanischer Musik und Mozart für einen krönenden Abschluss sorgten.

Silke Rathert

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