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Personalabbau

150 Mitarbeiter könnten bei Eurowings entlassen werden

21.01.2010 | 07:17 Uhr
150 Mitarbeiter könnten bei Eurowings entlassen werden

Dortmund. Eurowings kommt beim geplanten Personalabbau der Lufthansa gehörig unter die Räder. Rund 150 Arbeitsplätze stehen in Dortmund durch die Umstrukturierung des Konzerns auf der Kippe. Derzeit sind dort noch rund 250 Mitarbeiter beschäftigt - einst waren es 400.

Die Lufthansa strukturiert um, mustert Flugzeuge und wohl auch Mitarbeiter aus, und der für den Luftverkehr zuständige Gewerkschaftssekretär von Verdi, Jörg Koburg, bringt es auf den Punkt: ,„Eurowings wird das meiste Personal verlieren.” Von etwa 150 Angestellten in Dortmund ist die Rede. Wieviel davon die Verwaltung in Dortmund bringen muss, steht dahin. „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation”, sagt er, „aber 150 könnten es werden.” Derzeit seien noch etwa 250 Mitarbeiter dort beschäftigt. Es waren mal 400.

Wie berichtet, hat der Konzern bislang nur mitgeteilt, er werde zum Sommerflugplan Ende März 2010 19 der 34 Eurowings-Flieger wegen fehlender Wirtschaftlichkeit stilllegen. Was auch Personal kosten würde. Wieviel und wo - derzeit ist Eurowings in Dortmund, Düsseldorf und Nürnberg engagiert - steht dahin.

Insgesamt 600 Beschäftigte

Koburg wäre kein Gewerkschafter, wenn er sich darüber noch keine Gedanken gemacht hätte. Insgesamt, meint er, könnten an allen Standorten gut 600 Beschäftigte betroffen sein - etwa 300 vom fliegenden, 300 vom technischen Personal als auch von der Verwaltung.

Tatsache sei, dass Eurowings keine der neuen Flugzeuge erhalte, die die Lufthansa als Ersatz für die ausgemusterten Maschinen anschaffe. „Die sind an LH CityLine gegangen”, sagt Koburg.

"Pläne sind unsozial"

„Die Pläne sind unsozial, ökonomisch fragwürdig und moralisch zweifelhaft”, findet er. Immerhin hätten die Beschäftigten der Eurowings und der LH CityLine erfolgreiche Unternehmen aufgebaut.

Abgesehen davon fordert er, dass den betroffenen Beschäftigten der Zugang zu allen zu besetzenden Arbeitsplätzen im Gesamtkonzern eröffnet wird. „Im Moment gibt es dort so etwas wie einen geschlossenen Pool, wo sich nur Lufthansa-Mitarbeiter bewerben können”, meint er, „und das kann nicht sein.” Erst Gewinne abschöpfen und dann solche Entscheidungen treffen: „So einfach kann man sich es nicht machen.” Jetzt Montag stünden erste Gespräche mit dem Betriebsrat und dem Vorstand an.

Erst mal abwarten

Udo Mager, Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung, kündigt ebenfalls an, mit Lufthansa/Eurowings in Kontakt treten zu wollen. Er hält den Ball flach, was die Zukunft der Verwaltung anbelangt. Die habe schließlich schon einige Male zur Disposition gestanden - und sei immer noch da. Der Standort auf dem Wickeder Flughafengelände habe Vorteile gegenüber einem auf der grünen Wiese.

Dirk Berger

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