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141 Unfälle und 22 Verletzte wegen Glatteis rund um Dortmund

09.02.2012 | 14:24 Uhr
141 Unfälle und 22 Verletzte wegen Glatteis rund um Dortmund
Viele Blitzeis-Unfälle auf den Autobahnen: Die Polizei Dortmund musste auch einige Verletzte in ihrem Zuständigkeitsgebiet konstatieren.Foto: dapd

Dortmund.  Dortmunds Polizei zählte am Donnerstag bis zum Abend 141 Unfälle wegen Blitzeis und glatten Straßen in ihrem Zuständigkeitsgebiet. Besonders in der Mittagszeit krachte es häufig auf den Autobahnen 1, 2, 43, 44 und 45. Bei 22 Unfällen gab es Verletzte. Gegen Abend beruhigte sich die Lage.

Ansatzweise richtig chaotisch ging es am Donnerstag auf den Straßen und Autobahnen im Zuständigkeitsgebiet der Polizei Dortmund zu. Nach 13 Uhr kam es bis zum Abend zu insgesamt 141 Unfällen, darunter 22 mit Personenschaden in Dortmund und Lünen sowie den Autobahnen im Regierungsbezirk Arnsberg.

Die A1 musste nach einigen Unfällen zwischen Hagen und Wuppertal gesperrt werden, damit der Streuwagen der Straßenmeisterei die spiegelglatte Fahrbahn entschärfen konnte. Auch die B54 war durch Unfälle stellenweise derart blockiert, dass kein Durchkommen mehr möglich war. Auswirkungen in das Dortmunder Gebiet hinein hatte auch die Sperrung der A4 durch die Kölner Polizei.

Im Tagesverlauf schickte die EDG in Dortmund all ihre Streufahrzeuge wegen überfrierender Nässe auf die Straßen im Stadtgebiet. An einigen Passagen im Süden kamen etwa Busse nur mit Schwierigkeiten Anhöhen hinauf.  DSW21 warnte auch per Anzeigen vor möglichen Einschränkungen im Busverkehr.

Keine Entwarnung

Trotz leichter Entspannung im Laufe des Nachmittags gab Dortmunds Polizeisprecherin Cornelia Weigandt keine Entwarnung. „Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass die Rutschgefahr auf den Straßen durch die Streufahrzeuge gebannt ist." Daher rät die Polizei: „Achten Sie auf Ihren Sicherheitsabstand und fahrend Sie vorsichtig!“

Schon am Donnerstagmittag warnte die Polizei auf Grund der Witterungsverhältnisse per Eilmeldung dringend vor Blitzeisbildung auf den Fahrbahnen in ihrem Zuständigkeitsbereich. „Die Liste mit den gemeldeten Unfällen ist ellenlang“, sagte Polizeisprecher Kim-Ben Freigang um 14.15 Uhr.

Viele Unfälle in der Mittagszeit

Aufgrund von blitzartig überfrierender Nässe hatten sich zwischen 12.45 und 13.45 Uhr innerhalb einer Stunde mehr als 30 Unfälle, zum Teil mit Verletzten, auf den Straßen und Autobahnen ereignet. Am frühen Nachmittag waren es dann mehr als 50, ehe sich die Lage gegen Abend beruhigte. Speziell die A2 mit drei Unfällen inkl. Verletzten sowie elf Sachschadensmeldungen war zunächst stark betroffen. Blitzeis gab es auch auf der A1 (vier Unfälle mit Personenschaden), der A43 mit zwölf Unfällen sowie auf der A45 (Stand 14 Uhr).

Daher empfahl die Polizei allen Verkehrsteilnehmern, die Geschwindigkeit entsprechend zu reduzieren und an die Straßenverhältnisse anzupassen.

Mehrere Unfälle in Paderborn und Olpe

Bei mehreren Unfällen wurden allein im Kreis Paderborn elf Personen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Gesamtschaden wurde auf über 100.000 Euro geschätzt. Auch auf der A 44 sorgten glatte Straßen für Verkehrsprobleme.

Im Kreis Olpe zählte die Polizei ebenfalls 30 Unfälle. Die meisten gingen glimpflich aus. Eine Autofahrerin verlor bei Benolpe die Kontrolle über ihr Fahrzeug und schleuderte gegen eine Baum. Sie wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Steffen Gerber, mit dapd

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Kommentare
10.02.2012
12:47
141 Unfälle und 22 Verletzte wegen Glatteis rund um Dortmund
von wohlzufrieden | #5

Beheizbares Lenkrad, Head up Display und Internetverbindung ersetzen eben nicht den gesunden Menschenverstand.

09.02.2012
21:38
141 Unfälle und 22 Verletzte wegen Glatteis rund um Dortmund
von SN332 | #4

Das Problem ist, das 90% der motorisierten Leute einfach zu blöd sind, ihre Karossen vernünftig (angepasst) zu fahren. Was ich heute wieder auf den Straßen erlebt habe, war unglaublich.

09.02.2012
21:16
Beherrschen
von RainerN | #3

Du meine Güte, ein paar Schneeflocken sorgen gleich für ein mittelprächtiges Chaos.
Aber so ist das eben wenn man zu sehr auf ESP, ASR und was es sonst noch für Helferlein im PKW gibt, blind vertraut und ansonsten glaubt jederzeit seinen fahrbaren Untersatz zu beherrschen. Die Gesetze der Physik lassen sich nun mal nicht überlisten.

09.02.2012
20:06
120 Unfälle und 14 Verletzte wegen Glatteis auf Straßen und Autobahnen rund um Dortmund
von Anatole | #2

Ich fahre ja auch gerne zügig, aber heute (Meldungen als ich losfuhr: Vollsperrung der A1 hinter Dortmund, 20 km Stau auf der A4 wegen mehrere Unfälle), bin ich auf der A45 gemütlich mit 100 km nach Hause gezuckelt. Überholt haben mehrere flotte Kleinwagen mit Fahrern unter 25 Jahre. Da muss man sich dann nicht wundern. Positiv: Die LKW waren längst auf dem Parkplatz oder vereinzelt und sehr vorsichtig unterwegs.

Kurz vor der heimatlichen Ankunft im Radio: Neue ungesicherte Unfallstelle auf der A4. Wie blöd kann man sein?

1 Antwort
140 Unfälle und 14 Verletzte wegen Glatteis auf Straßen und Autobahnen rund um Dortmund
von teamtronic | #2-1

Wer wissentlich bei Blitzeis 100 fährt dem sollte sofort die Fahrerlaubnis entzogen werden.

09.02.2012
16:28
Polizei Dortmund warnt nach vielen Unfällen vor Blitzeisbildung auf Autobahnen
von gbnhufdc | #1

Ja, ja, das böse Blitzeis. Seit mindestens 9:00 kracht es mehrfach auf der kilometerlangen Märkischestr. Willem van Vlotenstr.in Dortmund Die Strasse ist seit mindestens 9:00 mit einer weissen Schicht überzogen.
Autofahrer fahren zu schnell, rutschen bei Rot über die Ampeln und Kreuzungen und setzen danach ihre Fahrt in volem Tempo weiter.

Ja von 9.00 - 16:00 gibt es Blitzeis. Nein Autofahrer können nichts dafür

1 Antwort
141 Unfälle und 22 Verletzte wegen Glatteis rund um Dortmund
von enoyna | #1-1

Ich muss ja täglich aus EN durch HA nach MK.
Zurück auch.
Ich habe in diesen Kreisen wirklich schon kreatives Autofahren erlebt...

Jedoch: diese kreativen Verkehrsteilnehmer sind ganz häufig in Geschwindigkeiten unterwegs die der Witterung in keinster Weise angepasst sind.
Da muss ich mich über NICHTS wundern.
Eigentlich findet der heutige "Blitzmarathon" zu einem falschen Zeitpunkt statt.
Eigentlich sollte er auch nicht angekündigt sein- und RICHTIG abkassieren.
Es klingt nicht cool, denn diese Verkehrsteilnehmer gefährden ja nicht nur IHR Leben, sondern auch das von anderen.
Und nach erfolgtem Unfall kostet es Zeit: die eigene und die nicht betroffener Verkehrsteilnehmer auch...

WO liegt denn da der Sinn drin?!

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