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14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen

18.07.2011 | 18:11 Uhr
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
Wegen der geplanten längeren Betriebszeiten am Dortmunder Flughafen fürchten Anwohner um ihren Schlaf. Foto: ddp

Dortmund.Auf den Dortmunder Flughafen, vor allem aber auf die Bezirksregierung in Münster rollt eine Menge Arbeit zu. Gestern präsentierte die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm (SGF) eine Liste mit 12 500 Einwendungen gegen die vom Airport beantragte Betriebszeitenverlängerung.

Bei der Genehmigungsbehörde in Münster lagen - Stand gestern Nachmittag - weitere 1739 Einsprüche vor. Insgesamt muss sich die für das Verfahren zuständige Aufsichtsbehörde also mit Protestnoten von über 14 000 Bürgern vornehmlich aus Dortmund und Unna auseinandersetzen. „Das sind erstaunlich viele“, sagte Behördensprecherin Sigrun Rittrich gestern im Gespräch mit der WAZ, zumal es sich nicht einmal um ein Planfeststellungsverfahren, sondern „nur“ um Betriebszeiten handele. Selbst gegen die Startbahn-Verlängerung am Flughafen Paderborn votierten vor ein paar Jahren schriftlich lediglich 2300 Gegner, so Rittrich.

Lärmschutz

Ganz gleich, ob die Dortmunder Fluglärmgegner nur besonders gut organisiert sind oder der Widerstand gegen spätere Starts und Landungen in Wickede besonders weite Kreise zieht - den Gang der Dinge wird die Vielzahl der Einwendungen sicher nicht beschleunigen. Am heutigen Dienstag endet die Einspruchsfrist für Bürgereingaben. Behörden und Institutionen haben noch bis zum 22. Juli Zeit, Stellung zu beziehen.

Im Anschluss muss das Luftfahrtdezernat der Münsteraner Kommunalaufsicht alle Einwendungen zunächst einmal sichten und dann nach Begründungen sortiert katalogisieren. Dazu hat das Amt zwei bis drei Mitarbeiter abgestellt. Allein das Lesen der Begründungen dürfte seine Zeit dauern, auch wenn viele Einsprüche auf vorgefertigten Formularen der Schutzgemeinschaft verfasst sind.

Anschließend werden die nach „Typen“ zusammengefassten Beschwerden dem Flughafen zur Stellungnahme weitergeleitet. Der hat weitere ein bis zwei Monate Zeit zu reagieren, eventuell auch mehr. Erst dann setzt die eigentliche Prüfung der Genehmigung ein. Eventuell seien zusätzliche Gutachten nötig, so Sigrun Rittrich. Auf jeden Fall werde die Entscheidung mit dem zuständigen NRW-Verkehrsministerium abgestimmt. Klarheit könne es keinesfalls vor 2012 geben.

Dortmunds Fluglärm-Gegner richten sich sogar auf eine noch längere Bearbeitungszeit ein. „Wir rechnen mit Ende 2012“, sagte die SGF-Vorsitzende Ursula Wirtz gestern. Wirtz rechnet zumindest mit einem Teilerfolg des Widerspruchs. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Münster das Fliegen über 23 Uhr hinaus erlaubt. Dafür fehlt jede Notwendigkeit.“

Die aus Sicht der SGF gravierendsten Mängel des Flughafen-Antrags beziehen sich auf den Lärmschutz. Das Fluglärmgesetz von 2007 biete den betroffenen Anwohnern keinen Schutz, sondern schütze den Flughafen vor Ansprüchen. Der Kreis derjenigen, die von Lärmschutzmaßnahmen profitieren könnten, sei in Unna sehr klein und in Dortmund nicht vorhanden.

Michael Kohlstadt

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Kommentare
22.07.2011
10:42
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von lapsus | #52

Die Flughafengegner sollen mal einen Tag am Borsigplatz (Brackelerstr) wohnen,dann wissen Sie wie gut sie es haben.

Aber wie immer Wasch mich,mach mich aber nicht Nass

20.07.2011
10:30
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von rkw1970 | #51

@48
Wie war das jetzt mit Pepe Carvalho?

20.07.2011
08:52
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von rkw1970 | #50

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19.07.2011
23:43
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von vaikl | #49

@ #48

Das musste mal raus, genau. Geht es Ihnen jetzt besser?

19.07.2011
23:01
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von dercastroper | #48

an vaikl und rkw1970:
gut das Sie beide allwissend sind.
Studenten sind Akademiker.
Betriebszeitenverlängerung für Geschäftsleute o.k. - Urlauber nein.
Alle die gegen den Flughafen sind, sind klug und weise und haben auch immer Recht.
Leute die eine andere Meinung haben als Sie sind dumm, lügen, machen falsche Angaben über sich.
Nur Flughafengegener sind ehrlich und schreiben unter ihrem richtigen Namen und greifen niemals Menschen persönlich an.
Toll. Super.
Ich erinnere an dieser Stellwe aber an einen Ausspruch von Rosa Luxenburg:
Freiheit ist immer die Freiheit der anders Denkenden. und Heidegger führte aus: Wer das Denken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an.
P.S.: Ich bin nur ein dummer, ungebildeter Flughafenbefürworter.

19.07.2011
20:23
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von mokdo2000 | #47

Îch bin auch gegen den Flughafen Dortmund.
Deswegen fliege ich mehrmals im Jahr von Düsseldorf. Zum einkaufen nach Rom oder London. In der Urlaub nach Spanien usw.
Der Dortmunder Flughafen muss weg.

19.07.2011
19:45
14 000 Bürger sagen Nein zu Spätflügen
von vaikl | #46

@ #40

Ein durchaus vorstellbarer Hintergrund;-)

@ #41
Eine Stadt wie unsere braucht einfach diese Verkehrsanbindung, um Schritt zu halten.

Natürlich. Welch schönes Totschlagargument.
Übrigens brauche ich auch viele schöne Sachen, um Schritt zu halten - mit wem auch immer. Dummerweise bin ich so blöd und lasse mich von meiner Finanzsituation nicht zum Noch-mehr-Schuldenmachen überreden.

Dortmund *war* mal ein Geschäftsflieger-Flughafen und als solcher auch politisch legitimiert. Wenn es einen schriftlichen Verzicht aller Beteiligten auf den für diesen Zweck unnötigen Landebahnausbau gäbe und überdies die verdeckte Ticketpreis-Subventionierung für Ferienbomber endlich wegfiele, würde der FH auch weniger rechtliche Hindernisse bei der Betriebszeiten-Verlängerung haben.

Bei den neuen Phoenixsee-Anrainern gebe ich Ihnen recht - die wissen wirklich, welches Risiko sie eingehen. Allerdings war das wohl eher rhetorisch gemeint...

19.07.2011
19:05
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von rkw1970 | #45

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19.07.2011
18:59
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von airbusa380 | #44

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19.07.2011
18:49
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von rkw1970 | #43

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