Radarfalle OW III a
1300 Autofahrer wurden vom Blitz getroffen
18.03.2010 | 07:10 Uhr 2010-03-18T07:10:00+0100Dortmund. Autofahrer gegen Polizei – der Streit um Radarkontrollen auf der OW III a spitzt sich zu. Am Mittwoch kam heraus, dass schon vorigen Freitag im neuen Tempo 60-Bereich geblitzt wurde. 703 Fahrer rollten in die Falle. Auch sie wollen nicht zahlen.
Ebenso wenig wie die mehr als 600 Temposünder, die am Montag erst gefilmt und dann begnadigt wurden – aus juristischen Gründen.
Wie berichtet, fehlt der Polizei die rechtliche Handhabe zur Ahndung. Denn vor dem 60 km/h-Kontrollpunkt stand – von den Beamten unbemerkt – ein Tempo 100-Schild. Ein geblitzter Autofahrer machte darauf aufmerksam. Folglich waren auch 100 statt 60 km/h erlaubt – und sämtliche Fotos wertlos. „Die Filme wurden vernichtet”, so Polizeisprecher Wolfgang Wieland.
Mordsmäßiger Schrecken
„Gleiches Recht für alle”, rufen jetzt jene, die schon am Freitag zu schnell waren. Einer davon ist Klaus Menzel. Als er die Kamera um 10.30 Uhr mit seinem Pkw passiert, geht er von einem 100 km/h-Limit aus. Er sieht den Blitzer, steigt in die Bremse – zu spät. „Ich war vielleicht 10 km/h drüber”, schätzt der Oespeler. 400 Meter weiter sehen seine beiden Kollegen im Auto ein 60 km/h-Schild. „Da hab ich einen mordsmäßigen Schrecken gekriegt”, sagt Menzel.
30 Minuten später erwischt es Vera Komneg. Hinter der Auffahrt Bärenbruch sieht sie ein 100 km/h-Schild, gibt „gewohnheitsmäßig Gas” und wird geblitzt – wie vor und hinter ihr ein ganzer Pulk. „Es machte Klack-Klack-Klack-Klack”, beschreibt sie das Blitzlichtgewitter. „Das war der gleiche Sachverhalt wie am Montag”, meint die Castroperin – und hofft auf Amnestie.
"Der Rechtsweg steht offen"
An dem wohl entscheidenden Punkt steht Aussage gegen Aussage: Bei der Frage, ob auch am Freitag ein Tempo 100-Schild vor der Messstelle zu sehen war. Polizeisprecher Wieland hat „keinen Hinweis darauf”. Deshalb seien die Ordnungswidrigkeiten erwiesen und die Geldstrafen wasserdicht, glaubt er. Zumindest Klaus Menzel und Vera Komneg wollen die 100 km/h-Ausschilderung aber gesehen haben. „Der Rechtsweg steht ihnen offen”, sagt Wieland.
Stadteinwärts ist Tempo 100 seit anderthalb Jahren auf der OW III a überholt, zumindest offiziell. Wegen Straßenschäden wurde auf 80 km/h gedrosselt. „Damals haben wir die Verkehrsschilder um 180 Grad gedreht und mit Müllsäcken verhüllt”, sagt Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch. Irgendein Blitzgescheiter muss also einen der Pfosten rumgewuchtet und enttarnt haben. Doch am Freitag hätten die Beamten nichts dergleichen entdeckt, so Wieland.
"Die totale Abzocke"
Karl-Heinz Kowalke ist das egal. „Seit Jahren fahren wir mit 80 über diese kaputte Straße”, ärgert er sich. „Jetzt sind drei Löcher hinzugekommen, sie drosseln auf Tempo 60 und schicken gleich den Blitzer hinterher” – für den Bövinghauser „die totale Abzocke”. Kontrollen sollten Unfallschwerpunkte sichern. „Hier aber schafft die Polizei eine zusätzliche Gefahrenquelle.”
Vor Schreck in die Leitplanke
Tatsächlich kracht es am Freitag. Um 9 Uhr sieht ein Opel-Fahrer die Kamera und erschrickt derart, dass sein Corsa in die Leitplanke rutscht. Ironie des Schicksals: Die Radarfalle ist da noch gar nicht scharf. Dennoch kommt zum demolierten Auto ein Verwarnungsgeld: 35 Euro.
13:06
Gestern, am 29.04.2010 wurd wieder dort, unter der Fussgängerbrücke geblitzt !
Die auffahrenden, die von der A40 auf die OW III a aufahren haben das 60 kmh Schild direkt ebim einfändeln.
das über sieht man schnell, man muss sich ja auf den Verkehr und einfäddeln konzentieren, ein falle für jeden der von der A40 kommt.
den das schild steht ungünstig direkt bei auffahrt und vor dem Blitzer folgt kein Zweites !
Desweiteren ist auf der anderen Seite der OW III a weiterhin 100 Km/h.
also da muss bevor die Blitzen, mal ein bisschen verstädnis und faires aufgebracht werden und nicht einfach nur die idee ABKASSIEREN !
16:42
irgendwie erinnert mich, was den Zustand der Strassen betrifft als auch die Einstellung der Obrigkeit und der Polizei gegenüber dem Volk immer mehr an die ehemalige DDR. Aber viele oben finden das ja total gut. Wenn wir Schotterpisten haben, schreibt ihr dann immer noch: Lösung:
nach Tempolimit fahren ;-)
Ich dachte, Deutschland kann mehr. Aber viele Schreiber oben werden beim Bemühen, das zu ändern natürlich auch keinen Fisch vom Teller ziehen.
16:09
klar, wir nennen uns jetzt auch Bananenrepublik.
Sind nicht mehr in der Lage, eine Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Bei der Bahn siehts ja nicht besser aus. Unsere Politiker machen Clientelpolitik und sind bestechlich. Aber zu viele machen immer noch alles mit und wenn wir flächendeckend 30 einführen auf der AB, ist immer noch ok. Aber was so ein braver Soldat Schwejk ist....
13:09
Also ich fand die Schilder vom Müllsack befreien Lösung eigentlich gut :-)
Man kann auch wunderbar Blitzer auf dem Parkstreifen zuparken, ist ja nicht verboten, direkt vor der blitze zu parken und mal ne Runde spazieren zu gehen :-) (An Stellen wo es nicht wirklich der Verkehrssicherheit, aber der Liquiditätssicherung dient)
13:04
Lösung:
nach Tempolimit fahren ;-)
13:02
Da ist sogar Hagen schneller - armes Dortmund :-)
00:31
Ich kann nur sagen, es ist ein ziemliches Armutszeugnis das eine Stadt wie Dortmund, nicht fähig ist, die Fahrbahndecke über Jahre hinweg nicht wieder so herzustellen, das die ursprüngliche Geschwindigkeit von 100 km/h gefahren werden kann. Es ist nur Schade das der Bürger keine rechtliche Handhabe hat diese Sauerei Einhalt zu gewähren !!!
22:10
wir werden überschwemmt mit giftigen und gefährlichen Produkten aus China, haben 50000 (!) Tote durch mangelnde Hygiene in Krankenhäusern. Das zu regeln und zu kontrollieren kostet allerdings nur und bringt nichts ein.
Weils am Freitag so schön war blitzt man Montag gleich wieder.
Hier in der 30-Zone hat in mehreren Jahren noch nie einer kontrolliert. Aber hier müßte man auf hunderte Autofahrer auch lange warten.
Dafür fahren Kinder mit Fahrrad, Kettcar, Dreirad usw. massenweise und Paketdienst, die durchheizen, was das Zeug hält. Selbst vor der Grundschule blitzt man nicht alle drei Tage.
Wer da nicht die in erster Linie fiskalischen Interessen sieht, bei dem hat vor lauter Obrigkeitshörigkeit der Verstand schon ausgesetzt. Wahrscheinlich fanden die auch die Vorratsdatenspeicherung total gut. Nach dem Motto, der Staat hat immer Recht. Deshalb kippt auch das BVG in letzter Zeit so ziemlich jedes Gesetz, was die verabschieden.
18:20
Auf den einzelnen Blitzer will ich nicht eingehen, unbestritten ist aber und durch alle Statistiken belegt, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen ist. Auch wenn die Zahl der Unfalltoten rückläufig ist haben wir noch jährlich fast 5.000 Verkehrstote zu beklagen. Selbst wenn man den Anteil der durch überhöhte Geschwindigkeit getöteten Verkehrsteilnehmer nur mit 10% nimmt, sind es noch 500 im Jahr. Man vergleiche diese Zahl mit den Schweinegrippe- oder BSE-Toten und den Wirbel der jeweils gemacht wurde.
17:07
Kann es sein, das solche Wegelagerertaktik nur dazu dient, damit die Stadt DO genug Geld in der Kasse hat, um die Starße i.O. zu bringen.
Aber, wenn man sich den Diletantismus der Polizei ansieht, dann fällt einem nichts mehr ein.
Und dei Polizisten werden zum Dank für diese tolle Leistung wohl eine DICKE ZIGARRE vom Polizeipräsidenten bekommen haben.
Und, warum führt die Stadt DO keine Schlaglochsteuer ein???
Für jedes Schlagloch in DO zahlt jeder Bürger der Stadt D eine Steuer von 1nem Cent.