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12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien

15.10.2012 | 22:00 Uhr
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12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien
Das Geschäftshaus an der Hansastraße Ecke Kuhstraße steht seit Monaten leer.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.  Bei Büro- und Gewerbe-Immobilien in Dortmund wächst der Leerstand mächtig an. Insgesamt können am Markt 180 000 Quadratmeter nicht vermietet werden – jeden dritten Leerstand stellen Immobilien-Experten in der Dortmunder City fest.

Bei Büro- und Gewerbe-Immobilien in Dortmund wächst der Leerstand mächtig an. Insgesamt können am Markt 180.000 Quadratmeter nicht vermietet werden – jeden dritten Leerstand stellen Immobilien-Experten in der Dortmunder City fest.

„Das Problem ist in der Regel die Überalterung der Gebäude“, erläutert Christian Rosen, Immobilien-Experte und Niederlassungsleiter bei der Essener Realestate-BNPParibas. Diese Einschätzung trifft zum Beispiel auf das Geister-Gewerbehaus an der Hansastraße 101, Ecke Kuhstraße, zu. Dort ist zuletzt der städtische Kindercitytreff ausgezogen. Experten wissen, dass das Haus zum Verkauf steht.

"An der Lage liegt es nicht."

„An der Lage liegt es nicht. An der Ausstattung müsste etwas getan werden“, erläutert Klaus Kunstmann, bei der Wirtschaftsförderung Dortmund für Büroimmobilien zuständig. Das ist eine Einschätzung, die von Christian Rosen geteilt wird: „Das Problem ist der traditionelle Gebäudebestand in der Dortmunder City.“

Nicht modernisierte Immobilien , nicht zeitgemäßer Flächenzuschnitt, das lässt sich momentan am Markt nicht neu vermieten. Realestate: „Die umfangreichsten Leerstände sind mit 59.000 m² in der City lokalisiert, wovon allerdings nur ein Anteil von etwa 13 Prozent auf moderne Flächen entfällt.“

Es gibt viele Beispiele - negativ wie positiv.

Es gibt weitere negative Beispiele, zum Beispiel am Brüderweg Ecke Kuckelke, wo ein so genannter Büro-Tower im ehemaligen Gerlinghaus auf neues Leben wartet. „In der City muss man sich auf Sanierung und Revitalisierung konzentrieren“, dann klappt es auch mit der Vermietung ist der Realestate-Experte überzeugt.

Positive Beispiele seien etwa das so genannte Stadtfenster an der Hansastraße 30.

„Bemerkenswert ist, dass im Gegensatz zum Vorjahr noch kein Vertragsabschluss über 5000 m² verzeichnet wurde“, so Christian Rosen. Stattdessen dominiert die Größenkategorie zwischen 1000 und 2000 m² mit einem Umsatzanteil von knapp 32 Prozent. Danach folgt die Größenklasse von 500 m² bis 1000 m² mit etwa 24 Prozent. Bei der räumlichen Verteilung des Umsatzes gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Citykern mit 18.000 m², in dem beispielsweise die AOK Nordwest einen Vertrag über 3 300 m² abgeschlossen hat, sowie der Nebenlage übriges Stadtgebiet (18.500 m²), in die u.a. der Abschluss der Handwerkskammer Dortmund über 3000 m² fällt.

An der Spitze der Flächenverteilung stehen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Informations- und Kommunikationstechnologien setzen sich bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Nutzergruppen mit einem Anteil von rund 22 Prozent im dritten Quartal 2012 an die Spitze. Dicht dahinter folgt die öffentliche Verwaltung mit etwa 21 Prozent Umsatzbeteiligung. Mit etwas Abstand kommen die Beratungsgesellschaften (ca. 13 Prozent), die Verwaltungen von Industrieunternehmen (etwa 11 Prozent) und die Lobbyisten (8,5 Prozent). Die sonstigen Dienstleistungen, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch Drittplatzierte, verbuchen die höchsten Umsatzeinbußen (-16 Prozentpunkte) und erreichen rund 6 Prozent.

Einen ebenfalls erhöhten Leerstand weist die Cityrandzone Westfalendamm mit dem Westfalentower auf (43.100 m²), in der sich gleichzeitig mit 27.600 m² auch die meisten modernen leer stehenden Flächen befinden. Die Leerstandsquote hat sich geringfügig erhöht und beträgt 6,3 Prozent.

Gerald Nill

Kommentare
16.10.2012
11:01
12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien
von superimpi | #3

Die Kunst liegt darin, namhafte Dienstleistungsunternehmen entweder nach DO im Wettbewerb mit anderen Städten zu holen oder diese, so sie in der Stadt ansässig sind - weitergehend an DO zu binden.
Verkehrsanbindung (ja, insbesondere der Flughafen) wie auch die "weichen Werte" spielen da eine wahrlich größere Rolle als die Dauerparole "Borussia".
Achso - und dann bedarf es natürlich noch erstklassigen Marketingleuten mit Dortmunder Herzblut, um das alles auch zu publizieren. Allein ein Tapeziertisch mit vielen anderen auf der Expo Real wird da kaum ausreichen.
Also: Kreativ sein und vor allem "Besser sein" als andere Wettbewerbsstädte - Wetten das klappt?!

16.10.2012
08:09
12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien
von darum | #2

Also los Investoren dann baut mal schön weiter anstelle das Vorhanden mal um zu bauen. Aber lieber ein gutes Abschreibungsobjekt als gute Büros

16.10.2012
02:20
12 Prozent mehr Leerstand bei City-Immobilien
von vaikl2 | #1

Tjo, wenn man geschätzte neue 40.000 qm Bürofläche am Phoenix-See auf allen möglichen Messen präsentiert, darf man sich über den Verfall der City-Lage aus o.g. Gründen auch nicht wundern.

Dortmunder Firmen, die den allergrößten Anteil an Neubeziehern von Firmenquartieren in ausmachen, ziehen nun mal nicht mehrfach in 5 Jahren um.

Es ist wirklich erstaunlich, mit welchem "Fingerspitzengefühl" die Dortmunder Planer und Wirtschaftsförderer diese Stadt in die Knie zwingen...

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